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Schwangerschaftsanzeichen: Schwanger oder nicht?

DIENSTAG, 22.01.2019

Die Brust spannt, der Rücken schmerzt, dir ist ständig übel, die Basaltemperatur ist erhöht – bist du vielleicht schwanger – oder doch nicht? Wir verraten dir die zehn wichtigsten Schwangerschaftsanzeichen.

Schwanger oder nicht? Nicht immer kommt der Verdacht auf eine Schwangerschaft erst durch das Ausbleiben der Periode auf. Oft schleicht sich schon vorher das Gefühl ein: "Da tut sich was". Nun gilt es, die Symptome richtig zu deuten! Hier die klassischen Schwangerschaftsanzeichen, die in den ersten Wochen auf andere Umstände hinweisen.

Schwanger oder nicht? 10 mögliche Anzeichen 

Schwangerschaftsanzeichen 1: Deine Brüste spannen und sind extrem empfindlich 

Gleich zu Beginn einer Schwangerschaft sorgt der sich verändernde Hormonhaushalt dafür, dass die Drüsen in der Brust wachsen – ein unangenehmes Spannungsgefühl kann die Folge und somit ein Schwangerschaftsanzeichen sein. Zudem werden die Brustwarzen meist extrem empfindlich und reagieren schon auf minimale Reize. Im Laufe der Schwangerschaft wird der Busen dann immer größer und fester.

Schwangerschaftsanzeichen 2: Deine Brustwarzen sind dunkler als sonst 

Auch deine Brustwarzen können dir einen Hinweis darauf geben, ob du schwanger bist. Denn hormonbedingt könnte es passieren, dass sich diese dunkler färben. Eventuell sind auch die kleinen Erhebungen auf dem Warzenhof deutlicher sichtbar als sonst.

Schwangerschaftsanzeichen 3: Du spürst ein Ziehen im Unterleib

Die Gebärmutter wächst und wird besser durchblutet, neue Gefäße werden angelegt: Kein Wunder, dass fast alle werdenden Mamas merken, dass in ihrem Bauch etwas Außergewöhnliches vor sich geht. Viele Frauen spüren ein Ziehen im Unterleib, das ein wenig an die Unterleibsschmerzen während der Periode erinnert.

Schwangerschaftsanzeichen 4: Du bist ständig müde

Der Körper einer Schwangeren muss Höchstleistungen vollbringen: Die Plazenta wird aufgebaut, damit das Ungeborene immer gut versorgt ist. Muskeln, Bindegewebe und Gelenke werden gelockert, um Platz für das Baby zu schaffen. Aus diesem Grund sind schwangere Frauen anfangs häufig müde und erschöpft. Besonders in den ersten vier Monaten solltest du genug schlafen und alles etwas ruhiger angehen lassen.

Du möchtest den ganzen Tag lang schlafen? Das könnte ein Schwangerschaftsanzeichen sein.

Schwangerschaftsanzeichen 5: Du magst bestimmte Lebensmittel nicht mehr 

Erst einmal die gute Nachricht: Solche Aversionen sind völlig normal und sogar gut für den Embryo. Sie werden durch das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) ausgelöst und treten meist bis zur zwölften Woche besonders stark auf.

Oft entwickeln werdende Mütter eigentümliche Abneigungen gegen Lebensmittel und Getränke, die dem Baby schaden könnten: Kaffee, Alkohol, Fleisch, Eier und Fisch gehören zum Beispiel dazu (vor allem rohe tierische Produkte können schädliche Bakterien enthalten).

Schwangerschaftsanzeichen 6: Nach dem Aufwachen ist dir oft richtig übel 

Gut möglich, dass dir das Schwangerschaftshormon HCG auch auf den Magen schlägt. Bei vielen Frauen tritt dieses Schwangerschaftsanzeichen zwar erst ab der sechsten Woche auf, du könntest aber durchaus schon früher betroffen sein.

Schwangerschaftsanzeichen 7: Schmierblutung statt Periode 

Sieben bis zwölf Tage nach dem Eisprung kann es zu einer Schmierblutung, auch bekannt als Einnistungsblutung, kommen. Diese tritt auf, wenn sich die befruchtete Eizelle mit der Gebärmutterschleimhaut verbindet.

Oftmals fällt die Schmierblutung in den Zeitraum der eigentlichen Periode, allerdings ist sie im Vergleich zu dieser leicht hellbraun und über die Tage konstant schwach. Auch dauert die Einnistungsblutung in der Regel nicht länger als zwei bis vier Tage an. 

Schwangerschaftsanzeichen 8: Du musst ständig auf die Toilette 

Eigentlich würde man ja denken, dass die Blase erst drückt, wenn der Bauch schon ein gutes Stück gewachsen ist. Doch auch zu Beginn einer Schwangerschaft müssen viele Frauen häufiger auf die Toilette als gewohnt.

Am häufigen Harndrang ist der erhöhte Östrogenspiegel schuld, der das Gewebe elastischer macht und die Muskeln lockert. Die Harnröhre kann dem Druck nicht so lange standhalten wie gewohnt. Auch das Sexualhormon Progesteron, das im Körper werdender Mütter verstärkt produziert wird, hat eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur.

Schwangerschaftsanzeichen 9: Verfärbung der Schamlippen 

Bläulich verfärbte Schamlippen können ebenfalls ein Indiz für eine bestehende Schwangerschaft sein. Durch die stärkere Durchblutung und die hormonellen Veränderungen kommt es zu dieser Verfärbung der Scheide, des Scheideneingangs und des Muttermundes. In der Medizin wird diese farbliche Änderung als Lividität bezeichnet.

Schwangerschaftsanzeichen 10: Erhöhte Basaltemperatur 

Auch die Basaltemperatur kann ein Indiz dafür sein, ob du schwanger bist oder nicht. Darunter versteht man die Temperatur kurz nach dem Aufwachen. In der Regel liegt sie bei 36,5 bis 37 Grad. Während die Temperaturkurve kurz vor der Periode wieder abfällt, bleibt die Temperatur bei einer Schwangerschaft ähnlich erhöht wie beim Eisprung (circa um 0,2 bis 0,6 Grad erhöht). Allerdings müsste die Temperatur mehr als 18 Tage auf einem höheren Niveau bleiben. Hast du außerdem spannende Brüste, Morgenübelkeit und eine ausbleibende Periode, ist es nicht ausgeschlossen, dass du tatsächlich in anderen Umständen bist.

Basaltemperatur bestimmen: So geht’s 

Um die Basaltemperatur exakt zu bestimmen, gibt es spezielle Basalthermometer. Alternativ kannst du aber auch ein normales Fieberthermometer verwenden. Wichtig ist, dass du beim Messen folgende Dinge beachtest, um Messfehler möglichst auszuschließen:

  • Immer direkt morgens vor dem Aufstehen messen (nach im Idealfall mindestens sechs Stunden Schlaf)
  • Immer dasselbe Thermometer verwenden
  • Die Temperatur immer an derselben Stelle messen

Wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll? 

Schwanger oder nicht? Sicher beantwortet diese Frage nur der Schwangerschaftstest.

Ein Schwangerschaftstest für zu Hause kann bereits ab dem zehnten bis zwölften Tag nach der Empfängnis durchgeführt werden. Allerdings raten viele Ärzte von einem so frühzeitigen Test ab, da sich nicht jedes befruchtete Ei tatsächlich in der Gebärmutter einnistet und die Enttäuschung am Ende groß sein kann, falls ein Kinderwunsch besteht.

Auch ist das Risiko negativer Testergebnisse erhöht, da dein HCG-Wert zu diesem Zeitpunkt noch zu gering sein könnte. Laut Test wärst du dann nicht schwanger, obwohl du es bist. Am besten wartest du erst einmal ab, ob deine Periode auch wirklich ausbleibt, bevor du zum Teststreifen greifst. Fest steht jedoch: Beim kleinsten Verdacht auf eine Schwangerschaft gilt es, ab sofort auf Alkohol sowie Nikotin zu verzichten und bei rohen tierischen Produkten Vorsicht walten zu lassen.

Positiver Schwangerschaftstest – was tun? 

Nach einem positiven Schwangerschaftstest solltest du möglichst schnell deinen Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann die Schwangerschaft bestätigen, weitere wichtige Untersuchungen durchführen und dir Verhaltensregeln für Schwangere mit auf den Weg geben.

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Unsicher ob du schwanger bist oder nicht?

Die Schwangerschaftsanzeichen unterscheiden sich von Frau zu Frau. Sie können, müssen jedoch nicht auftreten. Ein sicherer Hinweis auf eine bevorstehende Schwangerschaft sind sie allerdings nicht. Schließlich können auch andere medizinische Gründe hinter Symptomen wie Unterleibsschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit stecken. Hundertprozentige Sicherheit, ob du nun schwanger bist oder nicht, kann dir nur dein Frauenarzt geben.