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Kinder sind ein Beziehungskiller

FREITAG, 14.12.2018

Laut Statistiken sind Kinder nicht ganz eindeutig schuld an jeder kaputten Beziehung. Die Gründe dafür sind zahlreich. Im folgenden Artikel erfährt ihr, welche Herausforderung Kinder für eine Beziehung darstellen. 

Frauen müssen sich in unserer modernen Gesellschaft immer noch einen von den folgenden zwei Vorwürfen anhören: Dass sie Kinder einer Karriere vorziehen. Oder dass sie eine Karriere Kindern vorziehen. Mal abgesehen davon, dass man es als Frau also sowieso nicht richtig machen kann, obwohl beides völlig legitime Lebensentscheidungen sind, soll an dieser Stelle ein Argument dafür folgen, warum man auf Kinder gut und gerne verzichten darf: Kinder sind ein Beziehungskiller.

Es ist nicht so, dass die Karriere einer Frau das nicht sein kann, aber darum soll es hier nicht gehen. Es geht um Kinder (eins kann da aber auch schon reichen) als Stresstest für eine Beziehung. Und dabei spielt es wirklich gar keine Rolle, ob man sich vorher bedingungslos geliebt hat.

Laut Statistiken sind Kinder nicht ganz eindeutig schuld an jeder kaputten Beziehung. Von rund 153.000 geschiedenen Ehen in Deutschland zum Beispiel hatte laut Statista fast genau die Hälfte davon zum Zeitpunkt der Scheidung minderjährige Kinder. Aber: 80 Prozent der Paare geben an, dass die Qualität der Partnerschaft in den ersten fünf Jahren nach der Geburt eines Kindes schlechter ist als vorher. Die Gründe dafür sind zahlreich.

Mit Kind ist man nicht mehr zu zweit

Der offensichtliche Grund zuerst: Man hat weniger Sex. Man kann das auch allgemeiner fassen: Man hat weniger Zeit zu zweit. Nicht nur im Bett – in dem man übrigens auch nicht mehr zum Schlafen kommt, weil das Kind nicht die ganze Nacht durchschläft (Mütter, die was anderes behaupten, lügen oder haben wirklich Glück gehabt) –, sondern auch bei anderen Aktivitäten wie Essengehen, gemeinsam Kochen oder auch nur zusammen eine Serienmarathon auf der Couch starten. Wer sich dann um das Kind kümmert, konzentriert seine ganze Liebe darauf, der andere fühlt sich einsam. Und findet die Liebe im schlimmsten Fall woanders nochmal neu.

Kinder sind eine Belastung

Laut Psychologen sind die durch Kinder verursachten Beziehungskrisen auch der Tatsache geschuldet, dass die Belastung durch ein Kind zunimmt. Nicht nur weil Kleinkinder ganz offensichtlich schreiben, weinen, quengeln und nicht schlafen, sondern auch weil man immer da sein muss: zum Windeln wechseln, füttern, aufpassen, kurz: das Kind am Leben erhalten. Dazu gehört auch Rechnungen bezahlen, für die eventuell nur noch einer das Geld verdient.

Solche Belastungen verändern und können dann mitunter ganz neue Seiten an beiden Partnern hervorrufen. Auch das muss eine Beziehung erst mal aushalten. Dass starke Persönlichkeiten auf einmal Schwäche zeigen, weil das Kind einfach nicht aufhört seinen Brei durch die Wohnung zu spucken. Dass die Freundin auf einmal keine Lust mehr hat, im engen Kleid und hohen Schuhen durch die Wohnung zu schweben, weil das unpraktisch beim Kind hinterherräumen ist. Oder dass einer zum Spießer wird und keinen teuren Wein mehr kaufen möchte, weil er lieber fürs Eigenheim spart.

Zwei ungleichberechtigte Partner

Am Ende fühlen sich beide Partner im Stich gelassen und zu wenig verstanden. Weil man jetzt alleine genug Geld verdienen muss. Oder weil man die Erziehung zum Großteil alleine übernimmt. Zumindest hat sich unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten dahin bewegt, dass die gerade beschriebene Rollenverteilung nicht mehr ans Geschlecht geknüpft ist – auch wenn sich um die Erziehung in Partnerschaften noch immer zu 73 Prozent die Frauen kümmern. Die müssen dann aufs Geldverdienen verzichten, haben ja vorher eh im Durchschnitt schon 21 Prozent weniger verdient und werden unzufrieden bis sie irgendwann platzen und die Beziehung gekillt ist.

Wer jetzt trotzdem Angst davor hat, dass die Karriere und nicht Kinder alles, aber wirklich alles in einer Beziehung zerstört, weiß nun wenigstens, welche Gefahren Kinder bringen und kann sich ordentlich darauf vorbereiten.

pin

Wie verändert Kinder eine Beziehung? 

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