Warum eine Journalistin fordert, dass wir Vulvalippen sagen

MONTAG, 15.10.2018

Lasst uns Vulvalippen statt Schamlippen sagen: So lautet der Appell von Dr. Gunda Windmüller. Warum die Journalistin für die Einführung eines neuen Wortes ist, erfährst du hier.

Schamlippen: Mit diesem Begriff wird der Teil der weiblichen Geschlechtsorgane bezeichnet, der den Eingang zur Vagina umschließt. Das Wort leitet sich vom lateinischen Labium pudendi ab, das von Labium (Lippe) und pudendere (sich schämen) stammt. Nun plädiert die Journalistin Dr. Gunda Windmüller dafür, die Bezeichnung Schamlippen durch Vulvalippen zu ersetzen. Warum? Weil Schamlippen nichts mit Schämen zu tun haben sollen.

Schluss mit den Scham-Lippen

Wie Dr. Gunda Windmüller in ihrem Beitrag auf “Watson.de” schreibt, sei das Wort Schamlippen ein Problem, da es ein negatives Gefühl betone: die Scham. “Wer sich schämt, fühlt sich minderwertig, bloßgestellt, unanständig. Und wenn schon in den Namen für unsere Geschlechtsteile dieses negative Gefühl auftaucht, schreibt es sich auch in unsere Körper ein, in unser Denken und in unser Körpergefühl.“

Aber nicht nur auf unser Körpergefühl wirke sich die Scham aus, auch auf andere Bereiche habe sie Auswirkungen: “Scham wirkt sich auf unsere Gesundheit aus. Wenn wir Beschwerden nicht ansprechen, sie lieber verheimlichen. Scham wirkt sich auf unseren Sex aus. Auf den Sex, den wir haben, aber auch auf den, den wir deswegen nicht haben”, so Windmüller weiter. Aus diesem Grund schlägt sie vor: Lasst uns ein neues Wort etablieren und Schamlippen durch Vulvalippen ersetzen.

Aufruf an alle: Vulvalippen statt Schamlippen

Du willst dich an der Etablierung des neuen Wortes beteiligen? Kein Problem: Du kannst das Wort beispielsweise ab sofort im Sprachgebrauch verwenden, in den sozialen Netzwerken den Hashtag #vulvalippen nutzen oder diesen Instagram-Beitrag teilen:

Und damit das Wort auch offiziell in den Duden aufgenommen wird, kannst du diese Petition unterschreiben. 

Eine geschälte Grapefruit pin

Kein Grund zum Schämen: Deshalb appelliert eine Journalistin für den Begriff Vulvalippen.

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