Sex ist gut fürs Gedächtnis und Erinnerungsvermögen

MONTAG, 29.10.2018

Sex macht Spaß und ist gesund – das wussten wir schon. Aber das ist längst nicht alles! Regelmäßiges Liebesspiel ist auch noch gut fürs Gedächtnis, hat eine australische Studie herausgefunden. Du möchtest mehr darüber erfahren? Dann lies weiter.

Es gibt unzählige gute Gründe für mehr Sex: Entspannung, Glücksgefühle, eine starke Bindung zum Liebsten, er lindert Schmerzen … und verbessert offenbar das Erinnerungsvermögen. Das haben Wissenschaftler der australischen Wollongong Universität um Studienleiter Mark S. Allen herausgefunden.

Bessere Erinnerung dank regelmäßigem Sex?

Die Studie der University of Wollongong in Australien untersuchte die Daten von mehr als 6.000 Personen, die 50 Jahre und älter waren, ob sich ein ausgefülltes Liebesleben positiv auf ihr Gedächtnis auswirkt. Hierfür verglichen die Wissenschaftler Datensätze von 2012 und 2014 einer englischen Studie über das Altern. Darin schilderten die Probanden, wie oft sie Sex haben und Zärtlichkeiten mit ihrem Partner austauschen. Außerdem mussten sie an Gedächtnistests teilnehmen.
Und tatsächlich: Die Personen, die über ein regelmäßiges Liebesleben und häufigen Sex berichteten, schnitten in den Gedächtnistests insgesamt besser ab als die anderen Studienteilnehmer. Allerdings war der Effekt leider nicht von Dauer. Allen fand heraus, dass das Erinnerungsvermögen bei allen Probanden auf lange Sicht gesehen nachließ. Er sagt: “Über einen längeren Zeitraum betrachtet steht das Nachlassen der Gedächtnisleistung nicht im Zusammenhang mit sexueller Aktivität oder emotionaler Nähe während des Sex zwischen Liebespartnern.”

Also doch zu früh gefreut?

Dann ist Sex also doch keine Wunderwaffe gegen Vergesslichkeit? Das ist so auch nicht ganz richtig. Denn eine andere Studie der McGill Universität in Kanada kam zu einem ähnlichen Ergebnis wie die australische Untersuchung. In diesem Fall standen junge Frauen zwischen 18 und 29 im Mittelpunkt der Analyse.
Die Forscher befragten 78 heterosexuelle junge Frauen nach ihrem Sexleben. Die Probandinnen mussten außerdem Tests durchführen, um ihre kognitiven Fähigkeiten zu überprüfen. Zum einen wurden ihnen Fotos von zufälligen Gesichtern gezeigt, zum anderen zufällige abstrakte Begriffe. Anschließend testeten die Wissenschaftler, wie gut sich die Teilnehmerinnen an die Gesichter und die Begriffe erinnerten.
Die Probandinnen, die häufig Sex hatten, schnitten besser bei den Tests zu den abstrakten Begriffen ab. Sie konnten sich also Wörter besser merken. Beim Erinnern von Gesichtern zeigten sie allerdings keinen Vorsprung zu ihren Geschlechtsgenossinnen mit weniger erfülltem Liebesleben.

Verliebtes Paar liegt im Bett pin

Dieses verliebte Paar trainiert gleich sein Gedächtnis.