Leichte Schmierblutung als Zeichen einer Schwangerschaft?

MITTWOCH, 28.02.2018

Die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft können sehr vielfältig sein. Auch eine Schmierblutung gehört unter Umständen zu den Vorboten dieser hoffentlich frohen Kunde. Wie du eine Schmierblutung als sogenannte Einnistungsblutung identifizieren kannst, erfährst du hier.

Einige Schwangerschaftsanzeichen sind alles andere als eindeutig. Ständige Müdigkeit oder Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel sind häufig schwierig zu deuten – vielleicht nur eine Laune der Natur? Eine leichte Schmierblutung gehört da schon zu den etwas klareren Anzeichen einer Schwangerschaft.

Schmierblutung = Einnistungsblutung?

Wird eine Eizelle befruchtet, wandert sie langsam Richtung Gebärmutter. Dort angekommen nistet sie sich in die Gebärmutterschleimhaut ein. Dabei kann es passieren, dass die Gebärmutter beziehungsweise die Blutgefäße in der Gebärmutter leicht verletzt werden und es so zu geringen Blutungen kommt. Eine leichte Schmierblutung kann also das Resultat des Einnistens der Eizelle sein. Daher wird sie auch Einnistungs- oder Nidationsblutung genannt.

Wie identifiziert man eine Schmierblutung als Einnistungsblutung?

Da es sich bei dieser Blutung teilweise nur um ein paar Tropfen handelt, gelangt das Blut in vielen Fällen nicht einmal bis nach außen. Sollte dies aber doch der Fall sein, kann die Schmierblutung auch mehrere Tage anhalten.

Die Einnistungsblutung tritt in der Regel 7 bis maximal 12 Tage nach der Befruchtung der Eizelle auf, heißt es laut Experten. Oftmals fällt die leichte Schmierblutung daher mit dem Termin der anstehenden Periode zusammen, weshalb es vielen Frauen schwer fällt, zu identifizieren, um welche Art von Blutung es sich handelt.

Ein eindeutigerer Hinweis dagegen kann die Farbe der Blutung sein. Während die Monatsblutung meist dunkelrot bis bräunlich ausfällt, zeigt sich eine Einnistungsblutung eher hellrot. Zudem verstärkt sich die Regelblutung im Normalfall in den ersten Tagen, während die Menge der Einnistungsblutung über die Tage immer gleich schwach bleibt.

Ein weiterer Hinweis, dass es sich bei der Schmierblutung um eine Einnistungsblutung handeln könnte, ist die Dauer der Blutung. Eine Einnistungsblutung hält in der Regel nicht länger als zwei bis vier Tage an. Länger kann es nur dauern, wenn es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Bis zu sieben Tagen kann die Schmierblutung dann anhalten.

Leichte Schmerzen – ähnlich denen, während der Menstruation – können ebenfalls mit einer Einnistungsblutung einhergehen.

Andere Ursachen für leichte Schmierblutungen

Ein komplett sicheres Zeichen einer Schwangerschaft ist eine Schmierblutung allerdings nicht. Die Ursachen können auch völlig anderer Natur sein.

Treten zum Beispiel stärkere, ziehende Schmerzen im Unterleib zeitgleich mit der Schmierblutung auf, kann unter Umständen auch eine Zyste in der Gebärmutter oder an den Eierstöcken der Grund dafür sein. Hier erfährst du mehr zum Thema Zysten an Gebärmutter und Eierstöcken.

Außerdem können auch Stress oder bestimmte Krankheiten eine menstruale Zwischenblutung auslösen. Zudem kommen Krankheiten wie eine Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung, Scheiden- oder Gebärmutterkrebs oder etwa ein durcheinandergeratener Hormonhaushalt als Auslöser infrage. Eine leichte Schmierblutung kann, muss aber demnach nicht auf eine Schwangerschaft hinweisen.

Schmierblutungen: Der Gang zum Arzt

Weißt du nicht, woher deine Schmierblutung rührt, solltest du auf jeden Fall deinen Frauenarzt aufsuchen. Er wird dich untersuchen, gegebenenfalls einen Schwangerschaftstest durchführen und sich auf die Suche nach anderen möglichen Ursachen für die Schmierblutung machen.

Wichtig: Vor allem, wenn die Schmierblutung mit Schmerzen verbunden ist, solltest du auf keinen Fall zögern, einen Gynäkologen aufzusuchen.

Handelt es sich bei der Schmierblutung übrigens tatsächlich um eine Nidationsblutung, sieht die Therapie häufig ganz simpel aus. Es wird meist empfohlen, sich auszuruhen und viel Zeit im Liegen zu verbringen. Auf diese Weise wird der Blutdruck gesenkt und die kleine Verletzung an der Gebärmutter kann vom Körper einfacher geheilt werden.

Typische Schwangerschaftsanzeichen ab wann?

Frühestens ab dem 7. bis 10. Tag nach dem Eisprung produziert der Körper das Schwangerschaftshormon HCG – nachdem sich das befruchtete Ei eingenistet hat. Dann können auch die ersten typischen Anzeichen einer Schwangerschaft auftreten. Dazu gehören Schwindel, Übelkeit mit Erbrechen, häufiges Wasserlassen, starke Müdigkeit und spannende Brüste. Diese Symptome gelten allerdings als nicht 100 Prozent zuverlässig. Bleibt aber noch zusätzlich deine Periode aus, dann kann dir ein Schwangerschaftstest und der Besuch beim Gynäkologen Gewissheit bringen.

Vermehrter Ausfluss als Anzeichen einer Schwangerschaft

Durch die Hormonveränderung in der Schwangerschaft kann es auch zu einem vermehrten Ausfluss kommen. Das liegt daran, dass der Vaginalbereich entspannter und besser durchblutet ist. Ist der Ausfluss farblos oder weiß, zudem geruchlos und es treten keine Schmerzen auf, ist alles im Normalbereich. Sollte das Scheidensekret allerdings zu flüssig oder blutig erscheinen, ist es ratsam, den Frauenarzt aufzusuchen.

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Das sagt die Redaktion:

Eine Schmierblutung kann, muss aber kein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Auch Krankheiten oder Hormonschwankungen können als Grund für die Blutung infrage kommen. Häufig fällt die sogenannte Einnistblutung mit dem eigentlichen Zeitpunkt der Periode zusammen. Ein Besuch beim Arzt hilft dir, herauszufinden, ob du schwanger bist oder nicht.

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