SchwangerschaftsanzeichenÜbelkeit

DIENSTAG, 17.12.2013

Neben den klischeehaften Heißhungerattacken auf saure Gurken zählt Übelkeit zu den wohl bekanntesten Schwangerschaftsanzeichen. Sie tritt vorrangig vor dem dritten Monat auf.

Etwa 80 Prozent der Frauen, die ein Kind erwarten, leiden in der Anfangsphase ihrer Schwangerschaft unter Übelkeit. Sie gehört damit zu den typischen Schwangerschaftsanzeichen, nicht zuletzt weil sie sich in einer Phase bemerkbar macht, in der viele noch gar nichts von ihrem Babyglück wissen. Üblicherweise tritt die Übelkeit zwischen der sechsten und zwölften Woche auf und lässt nach dem dritten Monat wieder nach.

Die Hälfte übergibt sich wegen Übelkeit

Als sei die Übelkeit nicht schon unangenehm genug, muss sich die Hälfte der werdenden Mütter zusätzlich zu diesem Schwangerschaftsanzeichen auch übergeben. Die meisten Frauen trifft dieses Phänomen in den Morgenstunden, in selteneren Fällen hält das unangenehme Gefühl den ganzen Tag über an. Bei wieder anderen führen nur bestimmte Gerüche von Speisen dazu, dass ihnen übel wird oder sie keinen Appetit mehr haben.

Wenige Frauen leiden sogar während der ganzen Schwangerschaft an diesem Unwohlsein. Wer Mehrlinge zur Welt bringt, ist zudem stärker betroffen als Mütter, in deren Bauch nur ein Kind heranwächst. Gefährlich ist die Übelkeit für Schwangere und ihr Baby nur dann, wenn Sie sich mehrmals täglich übergeben müssen und die Nährstoffversorgung nicht mehr sichergestellt ist.

Ursachen des Schwangerschaftsanzeichens

Sicherlich beneidet niemand Frauen, die über neun Monate mit Übelkeit oder sogar Erbrechen zu kämpfen haben. Ein Gutes immerhin lässt sich dem Schwangerschaftsanzeichen dann aber doch abgewinnen: Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt ist statistisch gesehen geringer, wenn Frauen stärker unter Übelkeit während der Schwangerschaft leiden.

Auslöser der unangenehmen Begleiterscheinung in der Frühphase der Schwangerschaft ist der Anstieg des sogenannten Schwangerschaftshormons, unter Experten auch Human Choroiongonadotropin (HCG) genannt. Sein Spiegel steigt bis zum dritten Monat an und sinkt anschließend langsam wieder ab.

Welche Funktionen das Hormon hat, das Übelkeit als unangenehmes Schwangerschaftsanzeichen hervorruft, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Vermutlich spielt es eine Rolle dabei, die Plazenta darauf vorzubereiten, dass sie in den Schwangerschaftswochen 12 bis 14 die Versorgung des Kindes übernehmen kann. Andererseits erleben manche Frauen auch eine komplikationsfreie Schwangerschaft, ohne unter ständiger Übelkeit zu leiden.

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