25. SSW: Ein neues Körpergefühl und ein aktiver Fötus

MITTWOCH, 23.08.2017 Natalie Sterrantino

Glückwunsch: Seit 25 Schwangerschaftswochen (SSW) trägst du deine Babykugel schon mit dir herum! Allmählich macht dich der Babybauch bestimmt etwas unbeweglich – eine gemütliche Schlafposition zu finden kann dir bereits etwas schwerfallen. Welche Veränderungen in der 25. SSW außerdem auf dich und dein Baby zukommen, erfährst du hier.

In der 25. Schwangerschaftswoche ist alles vielleicht noch etwas ungewohnt, doch schon bald wirst du ein Gefühl für deinen neuen Körperumfang entwickeln. Inzwischen liegt dein Baby im Innern sicher und warm gepolstert im angesammelten Fruchtwasser und macht riesige Fortschritte.

Die Entwicklung des Babys in der 25. SSW

In der 25. Schwangerschaftswoche wiegen Ungeborene in der Regel etwa 650 Gramm und messen circa 34 Zentimeter, verraten Silvia Höfer und Dr. med. Alenka Scholz in ihrem Ratgeber "Meine Schwangerschaft". Der Fötus hat nun ein vollständig entwickeltes Gesicht mit weit auseinanderstehenden Augen, durchsichtige Haut und dünne Ärmchen und Beinchen, die etwas verschrumpelt aussehen können, heißt es außerdem bei Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi in ihrem Buch "Schwangerschaft und Geburt".

In der 25. SSW entwickeln sich laut Mahrenholtz und Parisi alle Sinne des Babys rasant: So kann der Fötus mit geschlossenen Augen durch die Bauchdecke der Mutter jetzt Hell von Dunkel unterscheiden. Die fertig entwickelten Ohren hören die inneren Geräusche der Mutter, wie zum Beispiel das Rauschen der Organe. Das Ungeborene betätigt sich nun auch sportlich, streckt Arme und Beine aus und schlägt sogar Purzelbäume. Das ist besonders wichtig, da so die Verbindungen zwischen Muskeln, Nerven und Gehirn geschaffen werden.

Ab der 25. SSW: Das Frühchen ist überlebensfähig

Ab der 25. Schwangerschaftswoche bestehen außerdem gute Chancen, dass ein Frühchen überlebensfähig ist. Eine Frühgeburt bedeutet, dass der Säugling vor Vollendung der 38. Schwangerschaftswoche lebend zur Welt kommt. Anzeichen können vorzeitige Wehen, das Abgehen von Fruchtwasser oder Blutungen sein. Droht eine Frühgeburt in der 25. SSW, versuchen Ärzte in der Regel die Schwangerschaft möglichst lange zu erhalten. Oftmals verabreichen sie Magnesium, um die Wehen zu unterdrücken.

Falls der Muttermund bereits geöffnet und der Gebärmutterhals verkürzt ist, kann er außerdem bis zur 28. Schwangerschaftswoche mit einer sogenannten Cerclage mechanisch verschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine Fadenschlinge, die um den Muttermund gelegt wird und erst bei der Geburt wieder geöffnet wird.

Eine Schwangerschaft bedeutet für die Mutter einiges an Veränderung.

Eine Schwangerschaft bedeutet für die Mutter einiges an Veränderung.

Wachsender Bauch: Die Mutter in der 25. SSW

Und wie geht es der werdenden Mutter? Die Schwangerschaft wird in der 25. SSW in der Regel langsam beschwerlich: Der kontinuierlich wachsende Bauch kann den Rücken belasten und das Gewicht drückt auf die Blase. Der Bauch wächst nun schneller, da das Baby an Gewicht zulegt. Zusätzlich bilden sich mehr Fruchtwasser und Fettpölsterchen, die dir als Energiereserve während der Stillzeit dienen sollen.

Je nach Veranlagung können sich in der 25. Schwangerschaftswoche erste Schwangerschaftsstreifen an Brüsten, Bauch oder Oberschenkel zeigen. Außerdem treten an Händen und Füßen möglicherweise Blutgefäße hin und wieder deutlich hervor. Auch Schwellungen im Handwurzelkanal können entstehen – dabei handelt es sich um das sogenannte Karpaltunnelsyndrom. Dabei werden Nerven, die durch diesen Kanal verlaufen, gequetscht. Dies führt zu Schmerzen im Handgelenk und in den Fingern. Mit einer Bandage kann ein Arzt hier aber Abhilfe schaffen.

Dreiviertel aller Schwangeren beklagen sich laut Höfer und Scholz zudem über Wassereinlagerungen in Füßen, Fußgelenken, Händen oder Fingern. In der Regel vergehen all diese Beschwerden bereits ein paar Wochen nach der Geburt. Suche im Zweifelsfall unbedingt deinen Arzt auf.

Schwangerschaftsdiabetes: Lass dich testen

Zwischen der 24. und 28. SSW solltest du dich auf jeden Fall auf Schwangerschaftsdiabetes testen lassen. Laut des Medizinportals "netdoktor.de" bekommen 3,7 Prozent der Schwangeren diese Form der Zuckerkrankheit, welche unbedingt behandelt werden sollte, da sonst Komplikationen bei Mutter und Kind auftreten können. Häufig verläuft die Krankheit symptomlos, was einen Test umso wichtiger macht. In den meisten Fällen verschwindet die Krankheit nach der Schwangerschaft wieder.

Sollte der Arzt Schwangerschaftsdiabetes bei dir diagnostizieren, hilft bereits eine genaue Überwachung des Blutzuckerspiegels und eine angepasste Ernährung. In einigen Fällen sind blutzuckersenkende Medikamente notwendig. Lasse dich hier ausführlich von deinem Frauenarzt beraten. Mehr zu Schwangerschaftsdiabetes findest du hier.

Schwangerschaftsgymnastik und Beckenbodentraining

Beckenbodentraining ist in der Schwangerschaft sinnvoll.

Beckenbodentraining ist in der Schwangerschaft sinnvoll.

Wenn du nicht zu der Gruppe der Risikopatienten gehörst, kannst du ab der 16. SSW mit Gymnastik und Beckenbodentraining beginnen. Wichtig: Führe die Übungen im Stehen oder Sitzen durch, denn in Rücken- oder Bauchlage würdest du deine Babykugel zu sehr belasten. Ideal sind leichte und unkomplizierte Yogaeinheiten. Mit dem Beckenbodentraining kannst du zum Beispiel die schwangerschaftstypische Blasenschwäche mit Anspannungs- und Entspannungsübungen für den Beckenboden in den Griff kriegen. Ein positiver Nebeneffekt: Auch dein Sexleben kannst du mit diesem Training beflügeln.

25. SSW: Ein neues Körpergefühl und ein aktiver Fötus

In der 25. SSW ist der Babybauch schon deutlich sichtbar.

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