Haarausfall bei Frauen – was tun?

MITTWOCH, 05.07.2017

Welche Frau träumt nicht von einer vollen Haarpracht. Was aber, wenn sich das Haar zu lichten beginnt? Haarausfall bei Frauen tritt nicht nur während der Wechseljahre auf, sondern kann viele Ursachen haben. Welche das sind und was du bei sich lichtendem Haar tun kannst, erfährst du hier.

Volle Haare sind ein Zeichen von Gesundheit und Attraktivität. Umso schlimmer, wenn plötzlich unschöne Geheimratsecken auftauchen und der Scheitel lichter wird. Haarausfall ist für viele Frauen der blanke Horror – ganz gleich, welcher Grund hinter dem Verlust der geliebten Haarpracht steckt.

Haarausfall? Ein bisschen Schwund ist normal

Zunächst einmal heißt es cool bleiben, wenn du regelmäßig Haare auf deinem Pullover oder deiner Bürste findest. Jedem Menschen fallen täglich 50 bis 100 Haare aus. Erst wenn du über einen längeren Zeitraum mehr verlierst, solltest du handeln. Sammle deine Haare und zähle sie. Sind es dauerhaft mehr als 100 Haare pro Tag, dann suche umgehend einen Dermatologen auf.

Der Weg zur richtigen Diagnose

Volles und gesundes Haar ist der Inbegriff von Attraktivität.

Volles und gesundes Haar ist der Inbegriff von Attraktivität.

Zahlreiche Ärzte bieten sogenannte Haarsprechstunden an. Sie können dir dabei helfen, die Ursache für dein Problem herauszufinden. Dafür klären sie zunächst in einem ausführlichen Gespräch, ob du an chronischen Krankheiten oder akuten Infekten leidest. Auch Fragen zu Medikamenten, Pflegeprodukten, Stress und Haarausfall in der Familie gehören dazu.   

Labortests können dem behandelnden Arzt darüber hinaus Aufschluss geben, ob eine Vorerkrankung, eine Mangelerscheinung oder eine hormonelle Störung bei dir vorliegt. Und auch der Blick auf die Kopfhaut lohnt sich bei der Suche nach der genauen Ursache. Bei einer Haarwurzelanalyse, auch bekannt als Trichogramm, werden dir etwa 50 Haare ausgerissen. Eine mikroskopische Untersuchung gibt dem Arzt Hinweise darauf, ob deine Haare Wachstumsstörungen oder Anomalien aufweisen.  

Was sind die Ursachen für Haarausfall bei Frauen?

Gründe für den Schwund können beispielsweise psychische Belastungen wie Stress oder Trauer sein. Auch Crash-Diäten, Störungen der Schilddrüse oder Hormonumstellungen infolge der Antibabypille, einer Schwangerschaft oder der Wechseljahre sind mögliche Ursachen – genauso wie bestimmte Medikamente und schädigende Chemikalien in Haarpflegeprodukten.

Am häufigsten ist Haarausfall bei Frauen jedoch erblich bedingt. Man spricht dann von der androgenetisch Alopezie. Dabei reagieren die Haarwurzeln besonders empfindlich auf männliche Sexualhormone, die in geringen Mengen auch im weiblichen Körper produziert werden. Die Haarwurzeln gehen an diesen kaputt. Das wiederum hat zur Folge, dass das Haar dünner wird und ausfällt.

Was hilft bei Haarausfall?

Ob Vitamintabletten, Koffein-Shampoos oder spezielle Pulver, die Auswahl auf dem Beauty-Markt ist groß. Oftmals ist das Ergebnis allerdings enttäuschend. Um Zeit und Nerven zu sparen und das Problem direkt anzugehen, solltest du daher zusammen mit deinem Facharzt eine geeignete Therapie für dich finden. Folgende Behandlungsmöglichkeiten sind dabei nur zwei von vielen Möglichkeiten:

Die Behandlung mit Minoxidil

Häufige Haarwäschen beeinflussen den Haarausfall nicht.

Häufige Haarwäschen beeinflussen den Haarausfall nicht.

Bei anfänglichen Symptomen wird auf das Medikament Minoxidil gesetzt. Es handelt sich um ein effektives Mittel gegen Haarausfall. Es ist eine verdünnte Lösung, die du einfach auf die betroffenen Stellen aufträgst. Ursprünglich wurde Minoxidil als Mittel gegen hohen Blutdruck entwickelt. Allerdings bemerkte man in klinischen Studien vermehrten Haarwuchs als Nebenwirkung. Der Grund: Die Durchblutung in den Haarwurzeln wird durch Minoxidil gefördert, dadurch wird das Wachstum der Haare angeregt.

Allerdings ist Minoxidil kein Wundermittel. Die Behandlung braucht Zeit und du Geduld. Bis deine Haare wieder vernünftig sprießen, können bis zu sechs Monate vergehen. Und ist die Mähne dann nachgewachsen, darfst du das Medikament nicht einfach wieder absetzen, sondern musst es auch weiterhin auftragen.

Haarausfall mit Antiandrogenen bekämpfen

In besonders schweren Fällen können natürlich in Absprache mit einem behandelnden Arzt auch Medikamente gegen Haarausfall zum Einsatz kommen. Die Rede ist von sogenannten Antiandrogenen. Das sind Arzneistoffe, die die männlichen Sexualhormone hemmen und das Problem direkt an der Wurzel angehen.

Haarausfall bei Frauen – was tun?

Haarausfall ist für Frauen der absolute Albtraum.

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