Fodmap-Diät: Linderung für Blähbauch- und Reizdarm-Geplagte

MITTWOCH, 16.05.2018

Menschen mit Reizdarmsyndrom leiden sehr unter ihren Beschwerden. Die Fodmap-Diät soll gegen Blähbauch, Durchfall und Verdauungsbeschwerden helfen und sich optimal an die Bedürfnisse Betroffener anpassen.

Nach wie vor gibt es keine klare Behandlungsmethode für Reizdarmpatienten. Und dennoch gibt es Methoden, die die Symptome lindern. Dazu zählt auch die Fodmap-Diät, bei der bewusst auf Lebensmittel verzichtet wird, die viel Fructose, Lactose, Fruktane, Galactane und Polyole enthalten. Wir klären dich auf.

Fodmap-Diät: So funktioniert sie

Fodmap steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“ – zu Deutsch „fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole“. Klingt kompliziert, dahinter verbirgt sich jedoch eine Gruppe von Kohlenhydraten und mehrwertigen Alkoholen, die Verdauungsprobleme auslösen können. Genau deshalb rät die Fodmap-Diät, bei Blähbauch, regelmäßig wiederkehrendem Durchfall oder Völlegefühl auf Lebensmittel aus dieser Gruppe zu verzichten. Das Reizdarmsyndrom könne dadurch zwar nicht geheilt werden – die Symptome würden aber deutlich abgeschwächt.

Welche Lebensmittel sollten gemieden werden?

Generell werden bei der Fodmap-Diät sämtliche Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen, die einen hohen Anteil an Fructose, Lactose, Fruktanen, Galactanen und Polyolen haben. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Obst: Äpfel, Aprikosen, Avocados, Brombeeren, Birnen, Feigen, Kirschen, Mango, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Zwetschgen sowie Obstkonserven jeglicher Art
  • Gemüse: Artischocken, Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Knoblauch, Kohl, Lauch, Linsen, Pilze, Rote Bete, Sojabohnen, Spargel, Süßkartoffel, Zwiebeln
  • Getreide: Couscous, Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grieß
  • Milchprodukte: Kuhmilch, Buttermilch, Frischkäse, Joghurt, Schlagsahne, Weichkäse, Ziegenmilch
  • Nüsse: Cashew, Pistazien
  • Außerdem: Alkohol, Konserven, Ketchup, Wurst, Honig

Das dürfen Fodmap-Diät-Teilnehmer essen

Die Liste der Lebensmittel, die fortan nur wenig verzehrt werden sollten, erscheint lang. Doch du kannst aufatmen, natürlich sollst du nicht hungern. Deswegen hier einige Fodmap-arme Nahrungsmittel, die häufiger auf deinem Teller landen sollten, um einen Blähbauch zu vermeiden:

  • Obst: Ananas, Bananen, Blaubeeren, Clementinen, Erdbeeren, Himbeeren, Kiwis, Limetten, Maracujas, Orangen, Rhabarber, Weintrauben, Zitronen
  • Gemüse: Auberginen, Fenchel, Gurken, Ingwer, Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi, Sellerie, Oliven, Paprika, Pastinaken, Radieschen, Spinat, Tomaten, Zucchini
  • Getreide: Amarant, Buchweizen, Hafer, Hirse, Quinoa, Reis sowie glutenfreies Brot
  • Milchprodukte: Butter, Hartkäse, laktosefreie Milchprodukte, Mandelmilch, Mozzarella, Feta, Kokosmilch, Sojamilch
  • Nüsse: Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Macadamianüsse, Paranüsse
  • Außerdem: frisches Fleisch und frischer Fisch, Eier (Bio), frische Kräuter und Olivenöl

Experten raten, die Fodmap-Diät etwa vier bis acht Wochen durchzuziehen und anschließend auszutesten, welche Lebensmittel wieder in kleinen Mengen in den Speiseplan integriert werden können, ohne dass ein Blähbauch entsteht. Wichtig: Bei einer Ernährungsumstellung ist es angeraten, einen Arzt in die Pläne einzubeziehen und sich auf diese Weise medizinisch begleiten zu lassen.

Fodmap-Gerichte pin

Die Fodmap-Diät soll Linderung bei Blähbauch und Reizdarm-Symptomen verschaffen.