5 beliebte Diät-Regeln, die man ignorieren sollte

DIENSTAG, 04.12.2018

Fragt man Ernährungsexperten um Rat, haben diese meistens einen sehr konkreten Plan vor Augen, wie gesunde Ernährung aussieht. Ganz besonders jene Sorte Experten, deren erklärtes Ziel die erfolgreiche Diät ist. In der Regel läuft das dann so: Bevor man eine bedauerlich kurze Liste mit Nahrung bekommt, die man noch zu sich nehmen darf, wird erst mal analysiert, welche schlechten Eigenschaften man ganz dringend ablegen muss – zum Beispiel Snacks vor dem Fernseher oder Mittagessen im Stehen.

Darf man das? Wenn Essen verurteilt wird

Die Verteuflung schlechten Essverhaltens ist unter Frauen sowieso sehr beliebt. Man könnte aussehen wie Blake Lively, sagen sie einem, wenn man doch nur nicht aus Langeweile die Tafel Schokolade gegessen oder statt der Crème brûlée einen Obstsalat als Dessert bestellt hätte. Da ist vermutlich sogar was dran. Trotzdem müssen wir aufhören, uns gegenseitig einzureden, dass wir uns für irgendein Laster oder eine Form der Ernährung schämen müssen – sei sie von Experten empfohlen oder verurteilt –, solange alles in einem Rahmen ist, der nicht krank macht. Fünf Beispiele.

1. Der Cheeseburger danach

Man muss nicht darauf verzichten, nach einer Partynacht durch den Drive-In zu fahren. Man muss aber unbedingt damit aufhören, den Burger und die Pommes frites mit einem schlechten Gewissen zu essen. Besser der Lust auf Fast Food bewusst nachgeben, das Big-Mac-Menü genießen und am nächsten Tag zum Ausgleich gesünder essen. Eine gnädigere Einstellung zum Heißhunger ist besser für den Kopf und am Ende auch für die Figur.

2. Essen vor dem Fernseher

Muss man sich vor sich selbst schämen, wenn am Ende von einem sehr langen Abend nicht nur alle Folgen der neuen Lieblingsserie durchgeguckt sind, sondern auch die Tüte Chips leer ist? Klare Antwort: Muss man nicht. Erst das schlechte Gewissen ruiniert die schöne ruhige Zeit, die man auf dem Sofa verbracht hat. Warum sollte man sich bei einem Dinner mit Freundinnen mehr verzeihen als bei einem guten TV-Marathon alleine?

3. Desserts im Urlaub

Oben beschriebene Ernährungsexperten (ob ausgebildete oder selbst dazu erklärte Freundinnen), werden besonders nervig, wenn sie das Essverhalten im Urlaub kontrollieren wollen und empfehlen, statt der Mousse au Chocolat als Dessert Melonenscheiben zu wählen. Der beste Tipp: Urlaub vom Ernährungsberater machen. Natürlich ist es nicht gesund, jeden Tag Schokokuchen zu essen – einen Urlaub lang macht es das Leben aber einfach noch schöner.

4. Nach 18 Uhr essen

Man liest es ständig: Wer nach 18 Uhr nichts mehr isst, wird dauerhaft viel schlanker sein. Tatsächlich stimmt das nur, weil man abends dem Heißhunger leichter nachgibt und schnell gewillt ist, eine Tafel Schokolade als Vorspeise zur Spaghetti Carbonara zu verputzen. Wer nach 18 Uhr ganz normal isst, wird nicht zunehmen – und muss sowieso kein schlechtes Gewissen haben.

5. Nahrung für die Nerven

Sind die Gummibärchen auf der Arbeit Freund oder Feind? Wer abnehmen möchte, verliert die Disziplin besonders schnell in stressigen Situationen. Wer nicht abnehmen möchte (weil wir uns sowieso zu viele Gedanken übers Gewicht machen), kann sich mit Schokolade nicht nur sehr gut belohnen, sondern wirkt dem Stress auch entgegen, denn: der in Kakao enthaltene Eiweißbaustein Tryptophan mindert Stresserscheinungen.

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Folgende Diät-Regeln sind völlig überbewertet – findet unsere Autorin