Sexismus-Debatte bei Ballon d'Or: Ada Hegerberg soll twerken

DIENSTAG, 04.12.2018

Die Norwegerin Ada Hegerberg ist als beste Fußballerin mit dem Ballon d‘Or ausgezeichnet worden. Für einen Eklat sorgte während der Veranstaltung DJ Martin Solveig, der die Preisträgerin nach ihren Twerking-Fähigkeiten fragte. Im Netz brach daraufhin ein Sturm der Entrüstung aus.

Am Montagabend erhielt Ada Hegerberg als erste Spielerin den traditionsreichen Ballon d’Or. Nach der Sportgala ist in den sozialen Netzwerken aber vor allem das Verhalten von DJ Martin Solveig Thema, der die norwegische Fußballerin auf der Bühne fragte, ob sie twerken könne – also in der Hocke mit den Hüften kreisen.

Ada Hegerberg reagierte bei der Veranstaltung sichtlich verlegen und verneinte die Frage. Zwar ließ sie sich anschließend noch auf ein gemeinsames Tänzchen mit Martin Solveig ein. Doch im Netz gab es umgehend einen Shitstorm.

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WHAT A NIGHT ⭐️ Photo: @ivarwj

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Sexismus-Debatte im Netz nach Ballon d‘Or-Verleihung

Auf Twitter kritisierten viele Nutzer das Verhalten Solveigs als sexistisch. "Wie kann man ehrlich auf die Idee kommen, diese Frage sei etwas anderes als peinlich, sexistisch und deplatziert?", fragt etwa ein Nutzer im Anschluss an die Preisverleihung.

 

Ein User, der ein Video von der Gala im Netz hochlud, bezeichnete das Verhalten Solveigs als "respektlos".

Ein anderer Twitter-Nutzer schrieb in Anlehnung an den männlichen Preisträger Luka Modrić: "Lasst mich raten: Luka #Modric wollte dann auch nicht twerken. Ist doch sicher auch gefragt worden..."

 

Martin Solveig entschuldigt sich bei Ada Hegerberg

Martin Solveig hat bereits auf die Empörung im Netz reagiert. In einem Twitter-Video entschuldigte sich der französische DJ für sein Verhalten. Er habe niemanden beleidigen wollen und verwies unter anderem auf seine mangelnden Englischkenntnisse. Es sei ein Witz gewesen, "vielleicht ein schlechter Witz".

Die Fußballerin selbst nahm die Situation offenbar gelassen. Laut "Independent" sagte sie nach der Veranstaltung, dass sie verstanden habe, dass es sich um einen Witz handele. Als sexistisch habe sie es nicht empfunden.

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