Oscars 2018: Hier werden starke Statements gesetzt

MONTAG, 05.03.2018

In Hollywood wurden in der Nacht zum Montag zum 90. Mal die Oscars verliehen. Neben den Preisen standen in diesem Jahr Statements starker Frauen im Fokus, die sich bei der glamourösen Veranstaltung für mehr Gleichberechtigung eingesetzt haben. Allen voran Frances McDormand.

In der vergangenen Nacht hat die Welt einmal mehr nach Hollywood geschaut, als im Dolby Theatre von Los Angeles die Oscars 2018 verliehen wurden. Nachdem die #MeToo-Bewegung auch in der Filmindustrie eine Diskussion rund um das Thema sexuelle Belästigung in Gang gebracht hatte und Hollywoodstars im Zuge dessen die Initiative „Time’s Up“ gründeten, stand die diesjährige Preisverleihung ganz im Zeichen der Gleichberechtigung.

Frances McDormand hält bewegende Rede

Für ihre Rolle in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ wurde Frances McDormand mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin geehrt. Ihre Dankesrede nutzte die Schauspielerin, um ein starkes Zeichen zu setzen. Zunächst forderte sie alle weiblichen Nominierten im Saal auf, sich zu erheben. „Schaut euch um, weil wir alle Geschichten zu erzählen und Projekte haben, die finanziert werden müssen“, erklärte sie unter lautstarkem Applaus und appellierte dann ans Publikum, nicht nur darüber zu reden, sondern aktiv zu werden.

Ihre Rede beendete sie mit lediglich zwei Worten, die aber eine starke Wirkung entfalteten: „inclusion rider“. Damit wird in der Filmindustrie eine Vertragsklausel bezeichnet, die es Schauspielern erlaubt, aus einem Vertrag auszusteigen, wenn die Jobs nicht gleichmäßig auf Männer und Frauen verteilt sind.

Emma Watson präsentiert „Time’s up“-Tattoo

Emma Watson ist eine der prominenten Unterstützerinnen von „Time’s Up“. Die Oscars 2018 nutzte die Schauspielerin ebenfalls, um ihre Solidarität mit der Bewegung zu demonstrieren, indem sie mit einem Statement-Tattoo mit dem Schriftzug: „Time’s Up“ erschien. (Wobei bei ihrem mutmaßlich temporären Tattoo das Apostroph fehlte, wie bei genauem Hinsehen zu erkennen war.)

Jimmy Kimmels Reaktion auf die #MeToo-Debatte

Auch Moderator Jimmy Kimmel reagierte bei der Oscarverleihung auf die Missbrauchsskandale der vergangenen Monate. So spielte er mit Blick auf eine große Oscar-Statue auf die Geschehnisse an: „Oscar ist momentan der beliebteste und am meisten respektierte Mann.“  Weiter stichelte er: „Und das hat einen guten Grund: Er hält seine Hände dort, wo man sie sehen kann. Er sagt nie ein unhöfliches Wort. Und das Wichtigste: Er hat überhaupt keinen Penis.“

Frances McDormand bei ihrer Rede

Die Rede von Frances McDormand bei den Oscars 2018 sorgt für Gesprächsstoff.

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