Beauty & Lifestyle

Kosmetik: Das Fachjargon-ABC

FREITAG, 02.02.2018

„Dermatologisch getestet“, „hypoallergen“ oder „nicht komedogen“: Beim Einkauf von Kosmetika oder Pflegeprodukten laufen sie uns ständig über den Weg. Doch was steckt eigentlich dahinter? – Wir von fem. klären dich auf.

Dermatologisch getestet

Der Ausdruck begegnet uns häufig auf Haarshampoos oder Cremes. Viele Verbraucher denken, dass es sich um ein hautverträgliches Produkt handeln muss und sie es ohne Bedenken benutzen können. Doch die meisten wissen nicht, was sich wirklich hinter diesem Qualitätsmerkmal verbirgt. Die hochgestochene Formulierung „von Dermatologen getestet“ oder „dermatologisch getestet“ bedeutet zunächst nur, dass ein Dermatologe bei einem durchgeführten Test anwesend war. Der Begriff allein sagt aber nichts über das Testverfahren oder die Untersuchung aus.

Kein Grund zur Panik: Die Produkte werden von zuständigen Experten ganz genau unter die Lupe genommen und auf Hautverträglichkeit geprüft. Damit du aber auf der sicheren Seite bist, raten wir dir vor dem Kauf auf die Inhaltsstoffe zu achten und bei speziellen Allergien oder Hautproblemen direkt beim Hersteller nachzuhaken.

Hypoallergen

Von Parfums kann frau nie genug haben – doch leider enthalten unsere Lieblinge häufig allergieauslösende Stoffe. Dazu gehören auch Produkte, wie Seifen, Shampoos, Körperlotionen oder Putzmittel. Solltest du beispielsweise nach dem Eincremen Rötungen, kleine Bläschen oder Juckreiz verspüren, dann reagiert deine Haut auf Duft- oder Konservierungsstoffe vermutlich allergisch. Aus diesem Grund werden bei der Herstellung, wenn möglich, keine Inhaltsstoffe verwendet, die eine Allergiereaktion auslösen könnten. Sobald dies der Fall ist und auf allergieauslösende Stoffe verzichtet wurde, kennzeichnen Anbieter ihre Produkte mit „hypoallergen“.

Natürliche Inhaltsstoffe

Der Ausdruck „natürliche Inhaltsstoffe“ kann dich genauso in die Irre führen. Pflegeprodukte, die so bezeichnet werden, enthalten Stoffe mit natürlichem Ursprung. Außerdem wird in der Herstellung auf sämtliche Chemie verzichtet. Vorsicht: Nicht jedes dieser Produkte ist gleich Bio-Kosmetik! Einige Hersteller helfen bei ihrer Ware im Labor nach, damit sie länger haltbar ist.

Nicht an Tieren getestet

Keine Frau möchte Kosmetika benutzen, die mithilfe von Tierversuchen hergestellt wurden. Laut EU-Kommission ist es seit März 2009 sogar verboten. Leider gab es trotzdem immer noch internationale Hersteller, die ihre Produkte einfach im Ausland an Tieren testen ließen und in Europa verkauften. Seit 11.03.2013 ist damit Schluss! Das Europäische Parlament erließ ein Gesetz, dass Kosmetikunternehmen Tierversuche komplett untersagt. Internationale Unternehmen dürfen seitdem nur noch tierversuchsfreie Konsumgüter in Europa vermarkten. Dennoch existieren weiterhin einige Schlupflöcher. Wenn du dich für die unschuldigen Lebewesen einsetzen möchtest, kannst du dich auf PETA Deutschland e.V. genauer darüber informieren, welche Firmen tierversuchsfrei produzieren.

Nicht komedogen

Der häufig verwendete Ausdruck „nicht komedogen“ steht für Kosmetikprodukte, die kein Silikon, Alkohol, Cetyl, Algenextrakt, Kakaobutter, Mineral- oder Kokosöl enthalten. Diese komedogenen Stoffe fördern nämlich die Bildung von Akne, Pickeln oder Mitessern. Allerdings reagiert jede Haut auf verschiedene Produkte anders. Deshalb empfehlen wir dir vorsichtshalber bei starker Akne Gesichtsreiniger und sanfte Feuchtigkeitscremes zu benutzen. Verzichte lieber ein paar Wochen auf deine Foundation und greife stattdessen zu einer BB-Cream.

Vegan

Wir kennen den Begriff bereits von sämtlichen Lebensmitteln und einige ernähren sich sogar „vegan“. Doch was bedeutet das, wenn wir den Ausdruck plötzlich auf Pflegeprodukten für Haut und Haar entdecken. Generell bezeichnet man Ware als vegan, wenn bei der Herstellung auf Inhaltsstoffe mit tierischen Bestandteilen verzichtet wurde. Aber das heißt nicht automatisch, dass die Produktion komplett tierversuchsfrei war. Diese wäre dann nämlich mit einem bestimmten Siegel gekennzeichnet. Symbole dafür sind beispielsweise die Veganblume oder der springende Hase. 

Cremedose pin

Wusstest du schon…?

Kosmetika können genauso wie alle Lebensmittel nach einer gewissen Zeit ihre Haltbarkeit verlieren. Das Verfallsdatum ist als „Period After Opening“-Symbol, kurz PAO, auf jedem Produkt deutlich gekennzeichnet. Du solltest dich unbedingt an das Datum halten, weil abgelaufene Kosmetik viele Gefahren mit sich bringen kann. Eine nicht ausgewechselte Mascara kann beispielsweise eine Augenentzündung verursachen.