"Death Cleaning": Der neue Aufräum-Trend aus Schweden

DONNERSTAG, 22.03.2018

Lifestyle-Trends gibt es viele, doch wenn es ums Aufräumen geht, sind Hypes rar gesät. Mit "Death Cleaning" ist nun eine Ausmist-Taktik angesagt, die uns von allem befreien soll, was belastet. Aber was steckt genau hinter der Methode, die auf den ersten Blick so makaber wirkt?

Ausmisten, entrümpeln, Ballast loswerden: Diesen Plan haben viele. Doch wenn es an die Umsetzung geht, fehlt oftmals die Energie. Geht es dir auch so? Dann könnte "Death Cleaning" die richtige Methode für dich sein. Ein Trend, der von der Schwedin Margareta Magnusson ins Leben gerufen wurde.

Das bedeutet "Death Cleaning"

Der Name der Methode bezieht sich auf eine schwedische Tradition, die sich "Döstädning" nennt. Hierbei handelt es sich um eine Wortkreation aus den schwedischen Worten für "sterben" und "Sauberkeit", die ins Englische mit "Death Cleaning" übersetzt wurde. Es geht darum, seinen Besitz so auszumisten, dass die Hinterbliebenen eine ordentliche Wohnung vorfinden, sollte man am nächsten Tag das Zeitliche segnen.

Für Margareta Magnusson ist dieses Konzept aber nicht explizit für Leute gedacht, die sich auf den Tod vorbereiten. Im Gegenteil, es soll ein hilfreiches Konzept sein, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Idee: Wer darüber nachdenkt, was nach dem eigenen Tod bleiben soll, trennt sich vom Unwesentlichen  – was bleibt, ist Ordnung und der Blick auf die schönen Dinge des Lebens.

Was ist mit persönlichen Gegenständen?

Wer nun glaubt, man solle sich beim "Death Cleaning" rigoros von allem trennen, irrt. Gegenstände mit einer emotionalen Bedeutung können durchaus behalten werden. Magnusson empfiehlt, persönliche Dinge wie Fotos oder Tagebücher in eine Kiste zu tun und diese mit dem Hinweis zu versehen, dass Hinterbliebene sie im Todesfall ungesehen auf den Müll schmeißen sollen.

Wichtig sei zudem, mit Familie und Freunden über die Ausmist-Pläne zu reden. Das erleichtere, den Plan auch durchzuziehen. Ein weiterer Tipp: Belohne dich mit einem leckeren Essen oder einem Kinobesuch, sobald du erfolgreich etwas entrümpelt hast!

Noch mehr Anregungen zum Ausmist-Trend gibt es in Magnussons Ratgeber, der auf Deutsch den Titel "Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen" trägt. Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro. Den Link zum Buch gibt es hier.

Mininmalistisch eingerichtetes Zimmer pin

Death Cleaning": Der Schlüssel zu mehr Ordnung?