Hormonelle Verhütung: Pille ist nicht gleich Pille

Freitag, 26.08.2016

Sex ohne Verhütung ist für die meisten Frauen kein Thema: 76 Prozent nutzen eine Verhütungsmethode.

Für dich ist die Antibabypille erste Wahl? Dann nutzt auch du die in Deutschland beliebteste Verhütungsmethode. Doch nicht für alle Frauen kommt die klassische Pille, deren Wirkung auf einer Kombination aus den Sexualhormonen Östrogen und Gestagen beruht, in Frage. Wenn du rauchst, starkes Übergewicht mit einem BMI von mindestens 30 kg/m2 hast oder vor weniger als einem halben Jahr entbunden hast und dein Baby noch stillst, kann für dich eine östrogenfreie Pille eine Option sein: In diesen Fällen bewertet die aktuelle Leitlinie der WHO „Auswahlkriterien von Kontrazeptiva“ die Gruppe der östrogenfreien Pillen, deren Wirkung auf einem Gestagen basiert, positiver als die klassische Pille. Auch bei Migränepatientinnen ohne Aura und bei stillenden Müttern bis sechs Monate nach der Entbindung kann eine östrogenfreie Pille eine Alternative sein. Laut Leitlinie überwiegen hier die Vorteile in der Regel die Risiken.

Wie wirken östrogenfreie Pillen?

Östrogenfreie Pillen enthalten nur ein Gestagen. Es hemmt den Einsprung und verdickt den Schleim im Gebärmutterhals. Das verhindert oder erschwert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter. Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit sind östrogenfreie Pillen mit der klassischen Pille vergleichbar. Östrogenfreie Pillen müssen jeden Tag etwa zur gleichen Zeit eingenommen werden. Eine vergessene Einnahme kannst du jedoch innerhalb von 12 Stunden nachholen, ohne dass die Zuverlässigkeit der Methode leidet.

Wie alle hormonellen Verhütungsmittel wird die östrogenfreie Pille vom Frauenarzt nach einem ausführlichen Beratungsgespräch verschrieben. In diesem Gespräch wird geprüft, ob bestimmte persönliche Risikofaktoren für Thrombosen oder andere Erkrankungen (z. B. Lebererkrankungen oder bestimmte Tumoren) gegen die Anwendung der Pille sprechen. Zudem klärt der Arzt über mögliche Nebenwirkungen wie zum Beispiel Blutungsunregelmäßigkeiten, Akne, Stimmungsschwankungen oder Brustschmerzen auf. Weitere Informationen zum Thema Verhütung gibt es auf einem Informationsangebot der Firma MSD.

Hormonelle Verhütung

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26.08.2016 06:00
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