Verhütung ohne Hormone: Gynefix
Kupfer gegen Spermien
Hormonelle Verhütungsmittel wie Pille & Co. sind nicht für jede Frau geeignet. fem.com stellt hormonfreie Alternativen vor.
Teil drei: die Gynefix.
Was ist das?
Die Gynefix ist eine Kette mit vier bis sechs Kupfergliedern (je ca. fünf Millimeter lang und 2,2 Millimeter im Durchmesser), die auf einen Nylonfaden aufgereiht sind. Sie wird in der Gebärmutter verankert und gibt dort kontinuierlich kleinste Mengen Kupfer ab, die die Spermien auf ihrem Weg zum Eileiter hemmen und den Aufbau der Gebärmutter-schleimhaut so stören, dass sich keine Eizelle einnisten kann. Im Gegensatz zu anderen Spiralen wird die Gynefix auch bei jungen und kinderlosen Frauen ab 18 Jahren eingesetzt, sie verbleibt im Normalfall für etwa drei bis fünf Jahre im Körper. Eine Liste von Ärzten, die Erfahrung mit dem Einsetzen der Gynefix haben, kann beim Hersteller Contrel Europe bei rina.wildemeersch(at)contrel.be angefordert werden.
Was muss ich beachten?
Bevor die Gynefix eingesetzt wird, sollte eine Infektion mit Chlamydien und Papillom-Viren ausgeschlossen werden, da es sonst zu Infektionen kommen kann. Die Kette wird mithilfe einer Sonde in den Muttermund geführt und dort in die Muskelschicht der Gebärmutter eingestochen. Einige Frauen erleben diesen Eingriff trotz Betäubung als schmerzhaft. In den ersten drei Tagen nach dem Einlegen sollte man keinen Geschlechtsverkehr haben - bis nach der ersten Blutung sollten beim Sex zusätzlich Kondome verwendet werden. Allerdings kann es passieren, dass der so genannte "Rückholfaden" im Muttermund das Kondom verletzt.
Wie sicher ist die Gynefix?
Der Pearl-Index der Gynefix liegt bei unter 0,8. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen unter Verwendung einer bestimmten Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres schwanger werden. Zum Vergleich: Der Pearl-Index der Anti-Baby-Pille liegt je nach Präparat etwa zwischen 0,1 und 0,9.
Was kostet's?
Ab ca. 200 Euro inklusive Einsetz-OP.
Mehr Infos: www.wildemeersch.com
Hinweis: Neben der Gynefix gibt es auch Kupfer- bzw. auch Kupfer-Gold-Spiralen, die in der Gebärmutter durch ihre "Ärmchen" halten und nicht in den Muskel eingestochen werden. Sie werden aus diesem Grund allerdings etwas häufiger abgestoßen und haben einen PI zwischen 0,9 und drei.
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Tags:
Verhütung, Sex, nicht-hormonelle Verhütungsmittel, SchwangerschaftKommentare

In einer sechsteiligen Serie stellt fem.com nicht-hormonelle Verhütungsmittel vor. Heute: die Kupferspirale "Gynefix" (Bild).
Foto: www.wildemeersch.com














