Venenprobleme? Zehn Tipps

Healthy Legs

Jede fünfte Frau leidet unter Venenproblemen wie Besenreisern, Krampfadern oder schweren Beinen. fem.com sagt, was dagegen hilft.

Kein Wunder, dass unsere Beine schnell schlapp machen - schließlich muss das sauerstoffarme Blut in den Venen ständig entgegen der Schwerkraft in Richtung Herz gepumpt werden. Für diese harte Arbeit sind zum einen Muskelpumpen und zum anderen die Venenklappen zuständig, die wie "Schleusentore" funktionieren.

Leider sind die Venenklappen sehr empfindlich. Schließen sie nicht mehr richtig, so sackt das venöse Blut nach unten. Dicke, schwere Beine, Krampfadern und Besenreiser können die Folge sein.

Die Veranlagung zu schwachen Venen wird meist vererbt - doch auch andere Faktoren wie Lebenswandel und Körpergewicht spielen eine wichtige Rolle.

Zehn Tipps, mit denen Sie Krampfadern & Co. vorbeugen und bestehende Probleme lindern können:

1. Viel bewegen
Besonders Menschen, die in Sitz- oder Steh-Berufen arbeiten, verlangen ihren Venen viel ab. Die Muskelpumpen werden nämlich nur durch Bewegung aktiviert. Legen Sie deshalb zwischendurch immer wieder Pausen ein, in denen Sie herumlaufen, nehmen Sie immer Treppe statt Aufzug. Zwischendurch sollten Sie außerdem regelmäßig Venengymnastik machen: Lassen Sie die Füße im Gelenk in beide Richtungen kreisen, ziehen Sie abwechselnd die Fußspitzen in Richtung Schienbein und pointen Sie die Füße. Krallen Sie die Zehen ein,  entspannen Sie sie wieder. Solche Übungen sind auch im Flugzeug und auf längeren Bus- und Autofahrten sehr empfehlenswert und können gefährlichen Thrombosen vorbeugen. Übrigens: Die Auswahl an venenfreundlichen Sportarten ist groß - nur Kraftsport kann die Probleme verstärken, weil dabei Druck auf die Gefäße ausgeübt wird. Ideal sind Schwimmen, Joggen, Wandern, Radfahren und Spazierengehen.

2. Beine hochlegen
Entlasten Sie Ihre Venen regelmäßig, indem Sie die Beine hochlegen. Das erleichtert den Rückfluss, entlastet die Venenklappen und lässt die Unterschenkel sofort schlanker wirken.

3. Das richtige Schuhwerk
Frauen, die immer hohe Absätze tragen, machen ihren Venen das Leben schwer: Ein natürliches Abrollen des Fußes ist mit Pumps & Co. nicht möglich, dies erschwert den Blutrückfluss. Doch keine Angst, Sie müssen jetzt nicht ab sofort in Gesundheitstretern herumlaufen. Achten Sie einfach auf Abwechslung - ziehen Sie Ihre Schuhe zuhause aus, laufen Sie möglichst häufig barfuß und variieren Sie verschiedene Schuhmodelle. Auch sehr enge, kniehohe Stiefel können sich negativ auf Ihre Venen-Gesundheit auswirken: Legen Sie beim Kauf Wert auf Komfort und genügend Weite im Schaft, damit die Unterschenkel weder gequetscht werden, noch "heißlaufen".

4. Beine nicht übereinanderschlagen
Zugegeben - sich die Sitzhaltung mit übereinandergeschlagenen Beinen abzugewöhnen, ist schwierig. Leichter fällt's, wenn man weiß, dass dabei die Venen abgequetscht und in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Besser: zwischen Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel lassen, beide Füße stabil nebeneinander auf den Boden stellen.

5. Viel Wasser trinken
Achten Sie darauf, regelmäßig und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser verdünnt das Blut und bewirkt so, dass es leichter zum Herz fließen kann.

6. Sanft baden und saunen

Im Sommer leiden viel mehr Menschen unter schweren Beinen als in der kalten Jahreszeit. Das liegt daran, dass durch hohe Außentemperaturen der Druck auf die Venenwände zunimmt. Gefäße an der Oberfläche erweitern sich. Bei heißen Bädern und in der Sauna ist es deshalb sinnvoll, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen: Das Wasser bei einem Vollbad sollte maximal 38 Grad warm sein und die Badezeit nicht mehr als 20 Minuten betragen. Für den Saunabesuch empfiehlt sich: hinlegen, gegebenenfalls Beine hochlegen. Am Ende aus dem Liegen ins Sitzen hochkommen und ein paar Minuten in dieser Position bleiben. Erst dann aufstehen und möglichst schnell die Beine kalt abbrausen. Durch den Kältereiz ziehen sich die Venen wieder zusammen.

7. Keine Zigaretten, wenig Alkohol
Nikotin schadet den Blutgefäßen, Alkohol im Übermaß erweitert die Adern - und fördert so Besenreiser und Krampfadern.

8. Stützstrumpfhosen tragen
Eine wirksame Behandlung von und ein guter Schutz vor Venenleiden ist, das umgebende Bindegewebe von außen zu stützen. Dadurch werden die Gefäße gleichmäßig zusammengedrückt und die Venenklappen wieder funktionstüchtig gemacht. Geeignete Hilfsmittel sind Kompressions- bzw. Stützstrümpfe, die es in vier "Klassen" zu kaufen gibt. Kompressionsklasse eins ist die schwächste, sogar im Supermarkt erhältlich und wird zur Vorbeugung vor Krampfadern, zum Beispiel in der Schwangerschaft, empfohlen. Falls Sie bereits Venenprobleme haben, sollten Sie Ihren Arzt fragen, welche Kompressionsstrümpfe geeignet sind.

9. Wechselduschen
Kalte Güsse bewirken, dass sich die Venenwände zusammenziehen und an Spannkraft gewinnen. Den gleichen "Trainings-Effekt" haben Wassertreten und Wechselduschen. Nach der warmen Brause am Morgen sollten Sie Ihren Beinen also eine kurze Abkühlung gönnen!

10. Übergewicht vermeiden
Einige Kilos zu viel sind nicht nur beim (gesunden) Treppensteigen anstrengend, sondern belasten auch die Gefäße. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten -kombiniert mit regelmäßigem Sport - hilft, Übergewicht zu reduzieren.

04.02.12 - 08:45

 


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Tags:
Sport, Tipps, Gesundheit, Laufen

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