Partnerschaft im Wandel
Zu Zeiten unserer (Ur-)Großeltern gab es kaum Partnerschaften im heutigen Sinne, sondern vor allem die Einrichtung Ehe, in der die Rollen klar definiert waren. Der Mann verdiente das Geld, zog in den Krieg - und die Frauen blieben zu Hause und kümmerten sich um das Essen und die Kinder. Nicht immer sind die Frauen mit dieser Rollenverteilung schlecht gefahren, denn sie hatten weniger Verantwortung zu tragen als heute. Allerdings waren die Frauen vor allem in finanzieller Hinsicht von ihrem Mann abhängig.
Später dann gingen immer mehr Menschen dazu über, zwar zusammen zu leben, aber sich nicht fest zu binden, sprich zu heiraten. Das hatte sicher auch gewisse Vorteile, denn jeder konnte sich so ein Stückchen Unabhängigkeit bewahren. In dieser Art Partnerschaft war und ist es jedoch nicht selten, dass jeder sein eigenes Leben lebt, ohne Rücksicht auf den Partner. Selbstbestimmt und unabhängig zu bleiben ist toll, auf den Gefühlen des anderen herumzutrampeln sicher nicht.
Aber wie sieht eine gute Partnerschaft aus? Zunächst einmal ist es völlig egal, ob ein Paar in wilder Ehe zusammenlebt oder verheiratet ist. Wichtig sind gegenseitige Rücksichtnahme und das gemeinsame Übernehmen von Verantwortung. Das ist umso wichtiger, wenn Kinder da sind, die es zu
versorgen, zu erziehen und zu schützen gilt.
In einer gut funktionierenden Partnerschaft sind alle Aufgaben gerecht verteilt, so dass sich niemand benachteiligt fühlen muss. Es kann nicht sein, dass sämtliche Verantwortung und sämtliche Arbeit an einer Person hängen bleibt. Deshalb muss es klare Absprachen geben. Jeder sollte die Aufgaben übernehmen, die er wirklich gut kann, der Rest wird gerecht auf beide aufgeteilt. Weil Menschen sich im Lauf der Zeit verändern und auch die Lebensumstände sich ändern können, muss eine Partnerschaft durch ständiges Im-Gespräch-Bleiben lebendig gehalten werden, damit trotz der Veränderungen ein harmonisches Zusammenleben funktioniert.































