Muskelkater: Fitness-Mythen
Hilft mehr Bewegung?
In einer neuen Serie stellt fem.com ab sofort jede Woche populäre Fitness-Mythen auf den Prüfstand.
Heute: "Gegen Muskelkater hilft eine Wiederholung des Trainings"
Von A wie Arnika-Kügelchen bis Z wie Zitronenöl-Massage: Gegen Muskelkater soll vieles helfen - bewiesen ist die Wirksamkeit aber selten. Eine besonders weit verbreitete Empfehlung: Sich noch mehr bewegen, am besten das Training, das die Schmerzen ausgelöst hat, wiederholen. Dadurch verschwinde der Muskelkater garantiert.
Zeichen von Überlastung
Doch das stimmt leider nicht. Dieser Fitness-Mythos stammt noch aus Zeiten, in denen man davon ausging, Muskelkater werde durch Abfallprodukte des Stoffwechsels ausgelöst.
Heute weiß man, dass Muskelkater ein Zeichen für eine Überbelastung ist und durch winzig kleine Faserrisse in den Muskeln entsteht. Auch Dehnübungen sind deshalb nach Meinung vieler Sport-Experten eher kontraproduktiv, da die Muskelfasern durch sie noch mehr Schaden nehmen können.
Wärme hilft
Genau genommen sollten sich Muskelkater-Geplagte eine Trainingspause gönnen und den schmerzenden Muskeln Wärme zuführen. Viele Profis empfehlen zum Beispiel, nach jedem anstrengenden Training heiß zu duschen oder in die Sauna zu gehen. Grund: Die Wärme erhöht die Durchblutung in den Muskeln.
Die These, dass ein Extra-Training hilft, kommt daher, dass man den Muskelkater kurzzeitig weniger wahrnimmt, wenn man sich intensiv bewegt. Gut trainierte Menschen bekommen übrigens seltener Muskelkater, weil ihre Muskelfasern sich schneller erneuern und deshalb belastbarer sind.
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Was hilft wirklich gegen Muskelkater?
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