Diät & Co.: foodplaner.de im Interview

"70.000 Kilo weg"

Sie möchten sich gesünder ernähren, langfristig abnehmen - oder müssen auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten? Das Internet-Portal foodplaner.de kann dabei helfen!

fem.com hat die Marketing-Verantwortliche der Webseite, Sabrina Nolting, zum Interview getroffen.

Frau Nolting, woher haben Sie bei foodplaner.de Ihre Ernährungs-Expertise?
 
Unser Erfahrungsschatz stammt aus zehn Jahren praktischer Arbeit rund um foodplaner.de: Das Portal wurde 1999 gegründet, mit seiner Hilfe haben unsere Userinnen und User gemeinsam bereits über 70.000 Kilogramm abgenommen! Der Ernährungsmediziner Dr. Ulf Wittke steht uns mit Rat und Tat zur Seite und hat auch die Analysen des Systems professionell erarbeitet.

Viele Frauen halten streng Diät und hungern - auf der Waage tut sich aber nichts. Woran kann das liegen?


Unser Körper ist intelligent und neigt dazu, sich einer Diät anzupassen. Viele Diäten basieren auf dem Prinzip, die zugeführte Kalorienmenge zu reduzieren. Dies führt aber leider auch häufig dazu, dass dem Organismus weniger essentielle, sprich für ihn wichtige Nährstoffe zugeführt werden, zum Beispiel ungesättigte Fettsäuren, Vitamin A, Vitamin D oder Calcium. Dies wiederum kann eine "Fehlprogrammierung" des Körpers hervorrufen: Der Körper versucht, die reduzierte Nahrungszufuhr auszugleichen, indem er in einen Sparmodus schaltet.

Warum nimmt man nicht mehr ab, wenn der Körper sich in diesem Sparmodus befindet?

Reduziert man die Kalorienzufuhr beispielsweise von 2.000 Kalorien auf 1.500, so nimmt man höchstwahrscheinlich für einen gewissen Zeitraum ab. Allerdings passt sich der Körper nach einiger Zeit so an, dass er mit den 1.500 Kalorien auskommt. Resultat: Man nimmt nicht mehr ab, weil sich der Körper mit dieser reduzierten Kalorienzufuhr im Sparmodus arrangiert hat.

Heißt das, man läuft so Gefahr, in einen Jojo-Effekt hineinzurutschen?

Ja, in diesem Zustand der Fehlprogrammierung tritt auch gern das ungewollte "Wochenend-Phänomen" auf: Von einer einzigen größeren Mahlzeit nimmt man gleich merklich zu. Der Körper nimmt alles auf, was er bekommen kann. Da er vorher immer im Sparmodus war, "isst" er sich nun mal wieder richtig satt. Und da der Organismus nicht nur Nährstoffe allein aufnehmen kann, sondern auch immer Wasser dazu aufnehmen muss, kommt es zu einem merklichen Gewichtssprung.

Alles in allem ist so eine einseitige Diät also keine empfehlenswerte Sache...

Genau! Man kann zwar durch Kalorienreduktion abnehmen, aber der Preis ist oft eine Fehlprogrammierung des Körpers. Isst man nach einer Diät wieder normal, nimmt man meist zu -  bis die fehlerhafte Einstellung im Körper wieder aufgehoben ist. Dieser Prozess dauert etwa sechs Wochen. Bei der Anmeldung auf foodplaner.de wird das passende Kalorienniveau für jeden errechnet. Daran kann man sich dann gut orientieren. Hungern nützt nicht viel.

Tipps gegen Heißhunger
Das hilft!
1. Ausreichend trinken2. Akupressieren3. Zähne putzen4. Regelmäßig essen5. Kaugummi kauen

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Was ist denn Ihr ultimativer Tipp, um zwei, drei Kilos schnell loszuwerden?

Anfangs kann man natürlich auf den Zucker achten. Viele Menschen nehmen zu viel davon, sprich: zu viele Kohlenhydrate, zu sich. Allerdings raten wir von "schnellen Diäten" auf Grund des beschriebenen Sparmodus des Körpers eher ab - keiner wünscht sich einen Jojo-Effekt! Daher lieber langfristig gesund ernähren - auch, wenn sich natürlich jeder den schnellen Erfolg wünscht.

Was tun Sie konkret für Ihre User?

foodplaner.de unterstützt seine Mitglieder mit interaktiven Tools dabei, den Erfolg ihrer Gewichtsabnahme zu erleben. Bei der Anmeldung kann man sich für verschiedene Einstellungen des Systems entscheiden: Neben dem beschriebenen Ansatz, nicht die Kalorien zu reduzieren, sondern auf die Kohlenhydrate zu achten ("Low-Carb"), kann ich auch andere Ziele verfolgen. foodplaner.de ist vielseitig einsetzbar. Grundlegend können Sie dort ein eigenes Ernährungstagebuch führen - mit der mobilen Version sogar übers Handy. Das hilft, sich bewusst zu machen, was man isst. Außerdem haben wir eine große Lebensmitteldatenbank, die auch bestimmte Markenprodukte enthält. Alternativ können Sie eigene Lebensmittel oder ganze Rezepte eintragen. Ein weiteres Tool ist die Tagesanalyse: Sie hilft, die Nährstoffe im Blick zu behalten. Gleichgesinnte können sich in unserem Forum austauschen, über eine Diätpartnersuche können Sie auch Mitstreiter aus Ihrer Region finden. In unseren weiteren Protokollmöglichkeiten können Sie sportliche Aktivitäten eintragen und das aktuelle Gewicht festhalten.

Zu wie vielen Erfolgsgeschichten hat foodplaner.de schon beigetragen?

Haufenweise! Die Nutzer haben im Forum dazu "Hall-of-Fames" angelegt, zum Beispiel für 20 Kilogramm. Einen tollen Erfahrungsbericht finden Sie zum Beispiel hier.

Wie viele Frauen und Männer nutzen foodplaner.de?


Insgesamt haben wir 85.000 registrierte User. Davon sind circa 75 Prozent Frauen.

Für wen ist Foodplaner besonders geeignet?

Für alle, die sich Transparenz im Ernährungsbereich wünschen. Wir haben auch viele Sportler, Diabetiker und Personen mit Laktose-Intoleranz oder Fruktose-Malabsorption bei uns. Grundlegend kann man sagen, dass foodplaner.de für alle nützlich ist, die protokollieren möchten - aus Gründen der gesunden Ernährung, weil sie abnehmen möchten oder auch, weil sie gesundheitsbedingt eine Übersicht benötigen.

Wie kann man bei Foodplaner Mitglied werden?

Zunächst müssen Sie sich anmelden unter www.foodplaner.de. Wir empfehlen, als Ernährungsziel "Low-Carb" auszuwählen. Ernährungstagebuch und Kalorientabelle sind wie die Anmeldung umsonst, für Ernährungsanalysen müssen Sie ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Sechs Monate kosten 29 Euro, zwölf Monate 44 Euro.

Mehr Infos: www.foodplaner.de

24.08.09 - 15:42

 


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Ernährung, Abnehmen, Diät, Webseite, Foodplaner, Gesundheit    
     

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Nährstoffreich und bewusst essen - statt nur Kalorien zu zählen. Dazu rät Sabrina Nolting, Mitarbeiterin beim Ernährungsportal foodplaner.de.

Nährstoffreich und bewusst essen - statt nur Kalorien zu zählen. Dazu rät Sabrina Nolting, Mitarbeiterin beim Ernährungsportal foodplaner.de.
  Foto: Fotolia

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