Urlaubs-Tipp: Siwa-Oase, Ägypten
Ägypten ganz anders
Umweltbewusstsein ist in Ägypten wenig entwickelt - anders in der Siwa Oase. Inmitten der Wüste wird Nachhaltigkeit groß geschrieben.
Sie scheint am Ende der Welt zu liegen - die Siwa Oase, eine der wenigen verbliebenen ursprünglichen Oasen dieser Erde. Rund acht Stunden Autofahrt von Kairo entfernt, im Nordwesten Ägyptens nahe der Lybischen Grenze liegt dieses üppige Paradies, das seine Existenz rund 230 Süßwasserquellen verdankt. Angrenzend an einen Salzsee, umgeben von einem Meer aus gigantischen Sanddünen. Seit rund 12.000 Jahren leben hier Menschen.
Acht Stunden Autofahrt oder Privatjet
Durch die isolierte Lage, überwiegend ohne großen Kontakt zur Außenwelt, entwickelten sie einen eigenen Baustil, eigene Sitten und Gebräuche, sogar eine eigene Sprache. All das ist - neben zahlreichen antiken Ruinen - bis heute erhalten geblieben. Und erlebbar, sofern man die lange Anreise nicht scheut: Rund acht Stunden dauert die Anreise mit dem Auto von Kairo. Gut Betuchte können dagegen - ganz komfortabel - mit dem Privatjet direkt den Militärflughafen von Siwa anfliegen.
Nach einer langen Durststrecke blüht die Oase nun dank einer ökologisch-nachhaltig orientierten Förder-Initiative wieder auf. Zahlreiche Umwelt- und Managementspezialisten arbeiten seit gut einem Jahrzehnt daran, das empfindliche Ökosystem der Oase wiederherzustellen. Dies geschieht unter anderem durch die Wiederbelebung jahrhundertealter Bewirtschaftungsmethoden, die vorübergehend aufgrund moderner (aber zerstörerischer) Technologien in Vergessenheit geraten waren.
Ägypten-Urlaub der anderen Art
Nachhaltigkeit und die Wahrung des einzigartigen kulturellen Erbes der Oase wird verbunden mit der Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Einheimischen. Neben der Belebung von Landwirtschaft und Handwerk spielt auch der Öko-Tourismus eine entscheidende Rolle. Eine Handvoll stimmungsvoller Lodges, die sich zum Teil in restaurierten Gemäuern der alten Siedlung befinden, bietet Ägypten-Urlaub der ganz anderen Art.
Kein Strom, kein Telefon, keine Klimaanlage
Keine Elektrizität, kein Telefon, keine Klimaanlage heißt es in den Ecolodges Adrère Amellal, Shali Lodge und Albabenshal. Verlassene antike Gebäude wurden im traditionellen Siwa-Stil restauriert. Der Baustoff aus Steinsalz und Schlamm unterstützt angenehme Temperaturen, genauso wie strategisch platzierte Türen und Fenster, die für optimalen Durchzug ermöglichen.
Romantische Abende bei Kerzenschein und Lagerfeuer
Abends und nachts sorgen Kerzen, Öllampen und Feuerstelle für romantische Beleuchtung. Die Einrichtung ist - selbstredend - lokal gefertigt, schlicht und zugleich hochwertig. Die Ruinen des antiken Ortes Shali liegen direkt ums Eck, genauso wie die üppigen Dattel- und Olivenhaine, die die Siedlung von der unwirtlichen Wüste trennen. Authentisches Oasen-Feeling ist hier garantiert - einzigartig, unwirklich und unvergesslich.
Die Preise für Adrère Amellal beginnen bei rund 300 Euro pro Nacht, die Übernachtung in der Shali Lodge ist ab 40 Euro zu haben. Weitere Informationen unter: www.siwa.com, www.adrereamellal.net und www.eqi.com.eg.
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Reise, ÖkoKommentare

Die ägyptische Siwa Oase liegt scheinbar am Ende der Welt - in Wirklichkeit 50 Kilometer von der lybischen Grenze entfernt. Umgeben von jahrtausendealten Ruinen kann man hier auf unvergessliche Weise relaxen.
Foto: PR












