Reiseliteratur
Frauen allein unterwegs
Urlaub zum Lesen: Wir stellen Romane reiselustiger Frauen vor, die auch die Sommerferien auf Balkonien spannender machen...
Wohin darf's denn gehen? Nach Indien, Tibet, oder doch lieber nach Australien und Neuseeland? Klicken Sie sich links durch unsere Top Five der Reiseliteratur und begleiten Sie Frauen, die genug hatten von den ewig gleichen vier Wänden zuhause.
14.07.08 - 08:37
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Kommentare
Alleine verreisen ist langweilig? Nicht die Spur... - Foto: Istockphoto
Julica Jungehülsing: Ein Jahr in Australien - Reise in den Alltag (Herder Verlag, ca. 13 Euro) Am Ende einer Australienreise macht Julica Jungehülsing das wahr, wovon wir alle schon nach einem tollen Urlaub geträumt haben: Sie bleibt - und nimmt uns mit. Auf eine turbulente Zimmersuche, zum morgendlichen Surfen an den Bondi Beach, wir begegnen Busfahrern, die jeden Fahrgast mit Hi darling, come on in, how-are-you-today-love? begrüßen und treffen Barkeeper, die bereits nach zwei Tagen wissen, wie sie ihren Kaffee am liebsten mag. Sie lässt uns teilhaben an ihren Abenteuern im Outback, Weihnachten im Sommer, an der Liebe, dem Glück und der Leichtigkeit des Seins. Wetten, dass Sie nach der Lektüre die Flugpreise nach Australien checken...? - Foto: Herder Verlag
Elizabeth Gilbert: Eat Pray Love - Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien (Berliner Taschenbuch Verlag, ca. 12 Euro) Die Schriftstellerin und Journalistin Elizabeth braucht nach einem zermürbenden Scheidungskampfdringend eine laaaange Auszeit. Praktischer Weise unterstützt ein Verlag ihren kühnen Plan, innerhalb eines Jahres drei Destinationen à je vier Monaten abzuklappern. In Italien entdeckt sie die Freude am Genießen wieder und erobert sich die verlorenen Pfunde dank Pizza und Gelati zurück. Die Monate vier bis acht dienen der Pflege der Spiritualität: Bis zur Erleuchtung schrubbt sie Böden in einem entlegenen indischen Ashram. Erholung folgt auf Bali, wo sie einen Heiler besucht, und einem Mann begegnet, der ihr mächtig gut gefällt... Wortgewandte Synthese aus Humor und Tiefgang.
Ella Maillart: Ti-Puss - Mit einer Katze allein durch Indien (Edition Ebersbach, ca. 18 Euro) Klingt schräg, ist dafür aber auch auf exotische Art unterhaltsam. Ella Maillart, geboren 1908, ist eben alles andere als das Mädchen von nebenan. Auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung und einem Leben im Einklang mit der Natur streift sie während der 40er Jahre durch Indien, lediglich begleitet von der Katze Ti-Puss. Ganz unerwartet eröffnet ihr diese ungewöhnliche Beziehung neue Erkenntnisse in Bezug auf wahre Liebe, Besitzansprüche, Verlustängste und Eifersucht.
Anna Benitz: Neuseelandsüchtig! Als Frau allein unterwegs - Reisen mit dem Working-Holiday-Visum (Mana Verlag, ca. 15 Euro) Anna ist am Ziel ihrer Träume: in Neuseeland, ein Working-Holiday-Visum in der Tasche, 24.000 Kilometer von zuhause entfernt... Ein Jahr lang jobbt sie mal hier, mal da, und lernt neben Land und Leuten ganz besonders sich selbst besser kennen. Auch eine Krankheit, die daran hindert, das Land zu Fuß zu erkunden, bringt Anna nicht von ihrem Weg ab...
Alexandra David Néel: Mein Weg durch Himmel und Höllen (Fischer Taschenbuch, ca. 10 Euro) Nur nicht von dem leicht verstaubten Cover abschrecken lassen - dahinter versteckt sich ein rasantes Abenteuer: Alexandra David Néel verkehrt in den theosophischen Zirkeln Londons, ehelicht einen wohlhabenden Casanova, singt in der Oper von Hanoi, und doch hält sie nicht viel vom verweichlichten Leben der zivilisierten Welt: Ich war nicht im geringsten eitel. Kleider und Putz sagten mir überhaupt nichts, schreibt sie. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg verwirklicht sie ihren Lebenstraum: zu Fuß erkundet sie Tibet und dessen geheimnisvolle Hauptstadt Lhasa - damals ein für alle Fremden lebensgefährliches Unterfangen...