Prepaid Tarife – Wer hat’s erfunden?
Die ersten Versuche mit Mobiltelefonen finden sich in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Deutsche Reichsbahn testet Funkverbindungen in ihren Zügen. Der Telefondienst wird erstmals in den Abteilen erster Klasse auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin angeboten.
Nur wenige Jahre später kommen schon die ersten Mobiltelefone auf den Markt. Für die Mehrheit unbezahlbar und deshalb auch unbeachtet, dauert es doch bis in die Anfänge der 90er-Jahre bis der „Handy Hype“ in Deutschland durch startet. Das Mobiltelefon entwickelt sich zum Massenprodukt und revolutioniert den Alltag. Menschen sind jederzeit und überall erreichbar. Es gibt wenige, die sich dem Trend entziehen und viele, die schnell von dem dauernden Zugriff auf ihre Persönlichkeit durch das Handy genervt sind. Und doch nutzen weltweit rund zwei Milliarden Menschen Mobilfunktelefone.
Aber wie wird das ganze Gequatsche finanziert und auf welche Art zahlt man am wenigsten? Zu Beginn des Trends gibt es nur vier große Netzanbieter auf dem Markt. Diese entwickeln 1999 die sog. Prepaid Karten. Ein kleiner Plastikchip mit einem elektronischen Speicher, der die nötigen Daten bereit hält. Die Karte wird aufgeladen und einfach abtelefoniert. Man muss keine Angst haben, dass horrende Handyrechnungen das Konto ruinieren und man in den persönlichen Ruin getrieben wird. Gerade für junge Nutzer ist das eine optimale Lösung. Ist die Karte leer, besorgt man sich eine neue und das ist nur möglic
h, wenn auch Geld vorhanden ist.
Heute werden etliche Prepaid Tarife angeboten. Man kann auf viele Anbieter zurück greifen. Nicht mehr nur die vier Telefonriesen stehen zur Verfügung, mittlerweile bieten auch unzählige Discounter, unter ihnen sogar ein großer Kaffeeröster, Handy-Karten an. Die Tarife der Prepaid Karten sehen dabei ganz unterschiedlich aus. Viele vergeben Freiminuten (speach.de: hier bekommt man für's shoppen Freiminuten) um den Kunden zu locken und mit Vorteilen zu werben. Hier ist es wichtig sich die anderen Konditionen genau anzuschauen. Stimmen diese, ist man als Vieltelefonierer mit Freiminuten klar im Vorteil. Mit manchen Prepaid Tarifen kann man schon für nur 9 Cent zu Nutzern des gleichen Anbieters telefonieren. Wiederum andere bieten einen Pauschaltarif für 14 Cent in alle Netze und zu jeder Zeit an. Hier wird die Wahl nach Abwägung verschiedener Faktoren - z.B. womit telefoniert mein Freundeskreis?- getroffen. Im Gegensatz dazu stehen unterschiedlichste Mobilfunkverträge, die zeitlich definiert werden und meist eine bestimmte Grundgebühr beinhalten. Ein weiterer, wichtiger Aspekt der Prepaid Tarife ist, dass sie ohne Handy abgeschlossen werden. So muss man nicht zwischen vorgegebenen Modellen auswählen, sondern kann sich nach Belieben sein eigenes Mobiltelefon besorgen. Hierzu gibt es tolle Tipps der fem. Redaktion.


























