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Die Werke des Künstlers Julian Beever halten nur bis zum nächsten Regen. Der Brite zaubert einzigartige 3-D-Illusionen mit Kreide auf den Bürgersteig.
Die Inspiration kam, wie meist, unerwartet: als Julian Beever an einer Straßenbaustelle vorbeischlenderte. "Die Pflastersteine wurden gerade entfernt, da hatte ich die Idee, mit Kreidemalereien auf der Straße den Eindruck von Tiefe nachzuempfinden. Ich begann sofort, damit zu experimentieren." Beever hatte sein Spezialgebiet gefunden. Während der vergangenen Jahre hat er in ganz Europa mit seinen Straßenkunstwerken für Aufsehen gesorgt.
Seine Kreidekunst ist so realistisch, dass Passanten seinen gemalten Abgründen, Teichen und Bächen regelmäßig ausweichen. Bis zu drei Tage dauert die Fertigstellung der optischen Täuschung. Außer, das Wetter macht ihm einen Strich durch die Rechnung. "Wenn es regnet, habe ich manchmal stundenlang umsonst gearbeitet. Aber dank guter Vorausplanung lässt sich das meist vermeiden."
Dass seine Werke nicht für die Ewigkeit sind, stört den "Pavement Picasso" nicht. "Was für mich zählt, ist, dass ich am Ende ein Foto von der perfekten
Illusion machen kann", sagt Beever, "wenn ich das im Kasten habe, bin
ich glücklich. Davon, seinen Bildern in Galerien ein längeres Leben zu bescheren hält er nichts: "Meine Kunst ist für jeden. Sie ist frei, und gehört nicht hinter verschlossene Türen."
Quelle: Zimmermaedchen
Eine Auswahl seiner Werke zeigt Beever hier:
http://users.skynet.be/J.Beever/index.html
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