Vorname gesucht!
Wie soll's denn heißen? Die Namensfrage kann werdende Eltern monatelang beschäftigen. Ein lustiges Spiel hilft bei der Suche.
Annie Leibovitz fotografierte den neuen Lavazza-Kalender.
Faltkünstler Won Park erweckt Geldscheine zum Leben.
Tierstimmen von Blaumeise bis Goldfisch als Ringtones.
Jeden Tag ein neues Rezept aus dem fem.com-Netzwerk: Heute gibt's Brokkoli-Creme-Suppe.
Brautkleider, Wasserbomben, Promimänner: Die Redaktion von fem.com packt aus! Der Öko-Boom hat die Tourismus-Branche erfasst - immer mehr Hotels bieten ihren Gästen eine ganz besondere Dientsleistung an: Ein gutes Gewissen.
Zum Urlaub gehört für viele eine unberührte Umwelt. Die Branche hat die
Sehnsucht nach einer ursprünglichen Umgebung erkannt: Immer mehr Hotels stellen auf
Öko um. Der Schutz der Natur ist das zentrale
Ziel, wenn ein Hotel nicht nur schön, sondern auch ökologisch
bewirtschaftet sein soll. Bis vor ein paar Jahren war solches Engagement oft noch
auf das kleine Schild im Bad beschränkt, das darum bat, die
Handtücher nur dann auf den Boden zu werfen, wenn sie gewaschen
werden sollen. Heute zeigen die Hotelbetreiber mehr Einfallsreichtum und
kombinieren Sinnlichkeit und Erholung mit einem guten Gewissen.
Die Four-Season Resorts & Hotel-Kette geht mit gutem Beispiel voran: Für den Bau des Standortes in Koh
Samui , Thailand (www.fourseasons.com/de/kohsamui) wurde keine einzige der rund 400 Palmen gefällt.
Stattdessen wurden die Bungalows um die Pflanzen herum gruppiert. Es
entstand eine einzigartige Unterkunft für anspruchsvolle Gäste
mit Umweltbewusstsein.
Auch der Hillside Beach Club (www.hillsidebeachclub.com) in
der Türkei setzt auf Bäume: Für jeden Gast wird eine
Eiche zur Wiederaufforstung gepflanzt. Und es gibt Reiseanbieter, die
sich verpflichten, in all ihren Destinationen für mehr Grün
zu sorgen. So wie die Banyan Tree Hotels & Resorts-Gruppe (www.banyantree.com), die in
den nächsten zehn Jahren in Phuket, Bangkok,
Lijiang, Ringha, Bintan, auf den Seychellen und den Malediven jährlich
je 2000 Bäume pflanzt.
Die Maritim-Hotels (www.maritim.de) haben in sonnigen Gegenden
Solarkollektoren auf ihren Dächern installiert und vier von fünf
Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt, um die
CO2-Emissionen der Häuser auf ein Minimum zu reduzieren. Das Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen (www.schloss-elmau.de) bezieht die Wärme für die
gesamte Hotelanlage, inklusive zwei Spas und Pools, über ein Holzhackschnitzel-Heizwerk, das von
Waldbauern aus der Region beliefert wird. So spart das Hotel beeindruckende
500.000 Liter Heizöl jährlich.
Das Insel-Resort Kurumba (www.kurumba.com) auf
den Malediven ist sogar komplett unabhängig von der Außenwelt.
Ein autarkes System mit Müllentsorgung, Stromerzeugung,
Wasserentsalzung und Regenwasser-Speicherung versorgt die gesamte
Anlage. Der Vorteil: Es entsteht kein Verkehr, zum Beispiel für
die Frischwasserver- oder Müllentsorgung. Einen weiteren Öko-Standort auf den Malediven bildet das nahezu paradiesische Hotel One&Only Reethi Rah (www.oneandonlyresorts.com): Die Eco-Lodge wurde mit dem internationalen Gütesiegel "Green Globe 21" ausgezeichnet. Es belegt, dass das Hotel wichtigen Umweltstandards entspricht.
Dass die
ökologische Betriebsführung die negativen Folgen des
Tourismus für die Umwelt erheblich verringert, ist die
Voraussetzung um mit einem der begehrten Öko-Labels werben zu
dürfen. Für Touristen ist es momentan noch etwas
unübersichtlich, weil es allein europaweit 30 solcher
Umweltzeichen gibt. In Deutschland ist das wichtigste Zeichen die
Dachmarke "Viabono" (www.viabono.de). 450 deutsche Hotels
und Gastronomiebetriebe, Naturparke, Campingplätze und Vermieter
von Ferienwohnungen tragen dieses Label. Sie verpflichten sich zu
einer umweltgerechten Betriebsführung und einem besonders
sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Daneben gibt es die
"Euro-Blume", das Europäische Umweltzeichen
(www.eco-label.com). Nur 38 Hotels europaweit erfüllen deren 80
Kriterien - die zwei einzigen damit ausgezeichneten deutschen Hotels
stehen in München: das King's Hotel First Class und das King's
Hotel Center (www.kingshotels.de).
Eine der wichtigsten Kriterien dürfte darüber hinaus sein, wie in der Hotelküche
gekocht wird. Wer in einem Öko-Hotel wohnt, der möchte
natürlich auch mit gutem Essen aus biologischem Anbau verwöhnt
werden. Viele ausgewiesene Öko-Hotels pflegen eine ganz
ausgezeichnete Küche, mit frischen Zutaten aus der Region und
einem saisonal abgestimmten Menü. So bietet das Arosea Life
Balance Hotel (www.arosea.it) im Südtiroler Ultental täglich zwei Menüs
und am Sonntagabend ein Galadinner. Die Küche ist jung,
regional und überrascht auch schon mal mit gegrillter
Wassermelone. Das Ferienart Resort & Spa (www.ferienart.ch) im Schweizer Saas-Fee
ist Mitglied im Slow-Food-Verband und erhielt für die
wöchentlich wechselnden, kreativen Menüs der vier
Hotelrestaurants vom Gault Millau 13 Punkte.
Egal, ob Küche,
Baumaterial, Standort oder Service - viele Kleinigkeiten
zusammengenommen können einen großen Unterschied für
die Umwelt machen. So nutzt das Forte Village Resort (www.fortevillageresort.com) auf Sardinien
zum Beispiel für die Bewässerung der 25 Hektar Grünfläche,
die das Hotel umgeben, ausschließlich Abwasser. Umweltschutz kann auch gleich nach dem Aufwachen beginnen: Im Badrutt's Palace Hotel (www.badruttspalace.com) in St. Moritz
bekommen die Gäste ihre Morgenzeitung nur noch in Stofftaschen
anstatt in einer Plastiktüte und auch die Wäschesäcke
sind aus ungefärbter Baumwolle.
Bei allen Bemühungen
gilt auch hier: Die Nachfrage schafft immer ein Angebot und je mehr
Menschen von einem Urlaub in einer intakten Natur träumen, desto
mehr werden sich die Unternehmen auch darauf einstellen. Einstellen
müssen.
Susanne Klingner
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