Kunst-Tipp: Schubladenmuseum
Große Mini-Kunst
Das kleinste Museum der Welt befindet sich in einem alten Schrank für Nähgarne, hat 500 Ausstellungsräume - und lädt zur virtuellen Erkundung.
Gerade mal rund 4 x 6 x 5 Zentimeter misst jeder der insgesamt 500 Ausstellungsräume des kleinsten Museums der Welt für Moderne Kunst. Untergebracht ist es in einem ausgedienten Schrank, der einst eigens für Nähseidenspulen hergestellt wurde. 20 "Etagen" hat dieses Museum, auf jeder befinden sich 25 Räume. Ausgestellt sind in diesen Mini-Räumen originale Mini-Kunstwerke, die von Künstlern (darunter Picasso und Joseph Beuys) eigens für das außergewöhnliche Museum angefertigt wurden.
Sieben Jahre Arbeit
Zusammengetragen hat diese einzigartige Sammlung von dem Schweizer Künstler Herbert Distel, der sieben Jahre lang - von 1970 bis 1977 - mit der Realisierung des Projekts beschäftigt war: "Das Museum als Muse - sich von der Muse des Schubladenmuseums küssen zu lassen -, das war meine Hoffnung, die sich 1970 mit der Einladung an die 500 Künstler, je ein originales Werk für die winzig kleinen Räume zu schaffen, verband. Mein Traum ist Realität geworden", sagt Distel. Zu sehen sind Miniaturplastiken und andere Objektkunst, das Spiel mit Schrift, Fotografie und Malerei.
Untergebracht ist das Schubladenmuseum im Kunsthaus Zürich. Derzeit sind seine Schubladen aufgrund von Restaurierungsarbeiten geschlossen. Ein Besuch ist trotzdem möglich - und zwar virtuell. Auf www.schubladenmuseum.com können Sie sich auf einen wirklich lohnenswerten Rundgang machen.
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von fem.com: www.facebook.com/femcom
Weitere Artikel:
- Kunsthaus Graz, Graz : Kunst im Ufo
- Kreativ-Servietten: Dinner-Inspirationen
- Buch-Tipp: Keri Smith: Kritzeln, Knüllen, Stechen
- London-Tipp: The School of Life: "Apotheke für den Geist"
- Taschenmuseum in Amsterdam: Museumsreife Taschen
Tags:
Kunst, Kultur, AusstellungKommentare

Das kleinste Museum der Welt befindet sich in einem alten Schrank für Nähgarne, hat 500 Ausstellungsräume - und lädt zur virtuellen Erkundung. Foto: (c) Herbert Distel












