Ricky Gervais – Nach Höherem Streben ist etwas Gutes

Freitag, 09.04.2010

(Cover) - DE Showbiz - Ambitionen braucht der Mensch: Der britische Schauspieler Ricky Gervais (48) findet, Menschen sollten keine Angst davor haben, sich Erfolg in ihrer Karriere zu wünschen. Für seinen neuesten Film 'Cemetery Junction' schrieb der Komikers das Drehbuch und führte Regie. Er handelt von einer Gruppe von jungen Leuten, die sich auseinanderleben, nachdem einer von ihnen davon zu träumen beginnt, das eher bescheidene Umfeld hinter sich zu lassen. Der Star aus 'Nachts im Museum 2' wurde zum Schreiben des Drehbuchs inspiriert, weil er selbst in einer Familie aus der englischen Arbeiterklasse aufwuchs und auch einen inneren Kampf ausfocht, als er seiner Heimatstadt entwuchs.

"Ich möchte das Streben nach Höherem nicht mit blinder Ambition durcheinanderbringen", sagt der Star in einem Interview mit der britischen Tageszeitung 'The Guardian'. "Ambitionen kann man auf viele Arten höherschrauben, aber das Streben nach Höherem ist einfach das Anerkennen, dass es noch mehr gibt und dass man es versuchen möchte. Das ist etwas, das viele Leute aus sich herausgeprügelt bekommen, bis es ihnen peinlich ist oder sie denken, dass es falsch sei. Man denkt, die anderen tun das für unser Wohl. Es gibt im Film eine Zeile, die liebevoll dort platziert wurde. Meine Mutter hatte das zu mir gesagt als ich 18 war. Ich sagte zu ihr, ich ginge nach Frankreich. Und sie antwortete, was ich denn dort wolle. Es gäbe schließlich Plätze in Reading, die ich noch nicht gesehen hätte."

Stephan Merchant (35), der mit am Skript schrieb und ebenfalls Regie führte, ist ein enger Freund des Witzemachers. Auch er konnte sich mit der Problematik des Filmes identifizieren und erlebte ähnliche Widerstände, als er versuchte, es zu etwas zu bringen. Der Drehbuchschreiber versichert, er sei annehmlich aufgewachsen, aber sein Versuch, aus der Heimatstadt wegzuziehen, habe die Leute um ihn herum verärgert.

 

"Das Streben ist die Verbindung in unserer Arbeit", erklärte Merchant. "Was uns verbindet, ist die Klassengesellschaft - obere Arbeiterklasse, untere Mittelklasse - aus der wir kommen. Es drehte sich alles um den direkten Vergleich mit dem Nachbarn, um die eigene soziale Stellung zu messen. Entweder man macht etwas aus seinem Leben oder man wird alt mit einem Gefühl des Grolls. Das war es, was wir um uns herum gesehen haben. Angefangen bei Familienmitgliedern, die unzufrieden mit dem waren, das sie hatten, bis hin zu Lehrern, die uns fragten, wie wir darauf kämen, es als Komiker zu etwas bringen zu können. Die sagten uns, wir wären als Bankangestellte besser aufgehoben." (C) Cover Media

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