Müll sparen: MyZeroWaste.com – "Teil der Lösung sein"

Sonntag, 29.05.2011

"Es fühlt sich gut an, Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein", sagt Rachelle Strauss, die mit ihrer Familie maximal eine Mülltonne pro Jahr füllt.

Vor drei Jahren sahen Rachelle Strauss und ihr Mann Richard ein Foto, das ihr Leben verändern sollte. Darauf zu sehen: eine Schildkröte, grausam erstickt an einer blauen Mülltüte, die sie wohl mit einer blauen Qualle verwechselt hatte. Was viele bedauert, aber dann schnell wieder verdrängt hätten, veranlasste das Paar zu einem kühnen Entschluss: keinen Müll mehr zu produzieren. Inzwischen haben sie es fast geschafft. Vergangenes Jahr passte der Müll von zwölf Monaten in nur eine einzige Mülltonne. Er wog nur 550 Gramm.

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"Es fühlt sich einfach gut an"

Der größte Lohn und die wirkungsvollste Motivation ist "das Wissen, dass wir Teil der Lösung, nicht Teil des Problems sind", sagt Rachelle. "Es fühlt sich einfach gut an, aktiv etwas zu unternehmen anstatt darauf zu warten, dass die Regierung, die Gemeinde oder die Industrie etwas verändern."

Müllreduktions-Profis

Inzwischen gelten die Strausses als Profis auf dem Gebiet der Müllreduktion. Ihre Erfahrungen und Tipps teilen sie auf ihrer Webseite www.myzerowaste.com mit inzwischen 70.000 Besuchern pro Monat: "Wir bekommen herzerwärmende E-Mails aus aller Welt von Menschen, die sich von unserem Tun inspiriert fühlen, ihren Teil beizutragen", freut sich Rachelle.

Alternativen oder Verzicht

Ihre Müllreduktions-Strategie folgt der Maxime "Reduce, reuse, recycle", also reduzieren, wiederverwenden, recyceln. Was man sich gar nicht erst zulegt, muss auch nicht fachgerecht entsorgt werden. Was mangels Kennzeichnung der Verpackungsmaterialien zur wahren Herausforderung werden kann, wie Familie Strauss schnell feststellen sollte. Allerdings keiner unlösbaren: "In solchen Fällen machen wir uns auf die Suche nach einer Alternative mit besserer Verpackung oder wir verzichten einfach ganz darauf."

Leichtere Übungen
Inspirationen rund um Müllvermeidung gibt es auf MyZeroWaste.com satt. Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Zu den leichteren Übungen zählt etwa die Vermeidung von Einmalprodukten wie Küchenrolle, Papierservietten und -taschentüchern, von Papp- und Plastikbesteck, von portionsverpackten Nahrungsmitteln oder der Einsatz von Akkubatterien.

"Weg" gibt es nicht

Ebenfalls einfach: der Kauf von Konzentraten und frischer anstatt  eingeschweißter Ware. Und natürlich dem Kauf von qualitativ hochwertigen Gerätschaften, die am besten jahrzehntelang gute Dienste leisten. Mit dem Wegwerfen von Dingen, die man nicht mehr braucht, ist das so eine Sache: "Weg" gibt es nicht. "Weg" ist einfach nur woanders.

Weitere Informationen:

www.myzerowaste.com
www.keinheimfuerplastik.at
www.restmuellnet.de/ueber.html



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Müllvermeidungs-Tipps von der umweltfreundlichsten Familie Englands: "Teil der Lösung zu sein, fühlt sich gut an."

Die Familie mit dem grünsten Herzen Englands gibt wertvolle Müllvermeidungs-Tipps auf Myzerowaste.com.

 

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