Tucker Max: Und in der Hölle... – Ein Womanizer packt aus

Mittwoch, 11.03.2009

Parties, Alkohol, Sex - das sind die Hobbies von Tucker Max, der der "größte Frauenheld der Welt" sein will - und viel Geld mit seinem fragwürdigen Lebenswandel verdient.

Er ist 33 Jahre alt, hat innerhalb von sechs Jahren mit mehr als 300 Frauen geschlafen - und manchmal behandelt er "jeden Menschen wie ein Stück Scheiße" (weshalb er nach eigener Aussage kein Sexist ist, denn dann würde er ja nur Frauen schlecht behandeln...).

Reich mit Scheißegal-Einstellung

Ok, solche Männer gibt's (leider) - aber Tucker Max hat es geschafft, durch seine "Scheißegal-Einstellung" reich zu werden: In den USA ist er längst ein Erfolgs-Autor - sein Erstling "I Hope They Serve Beer in Hell" hält sich dort bereits seit drei Jahren auf den Bestsellerlisten. Ende 2009 soll die Verfilmung in die Kinos kommen.

Nun ist das Buch unter dem Titel "Und in der Hölle mach ich weiter. Bekenntnisse des größten Frauenhelden der Welt" (Riva Verlag, 18,90 Euro, bestellbar z.B. über www.amazon.de) in Deutschland erschienen. Darin gibt der Womanizer seine heißesten - und dümmsten - Abenteuer zum Besten.


"Bewerbungsformular" auf der Homepage

Eine Wette war es, die Tucker Max (und ja, so heißt der Mann wirklich!) dazu brachte, eine Homepage zu erstellen, auf der sich interessierte Damen per Bewerbungsformular um ein Date mit Max bemühen konnten. Das taten offenbar viele.

Noch heute existiert auf der offiziellen Webseite des Womanizers www.tuckermax.com ein Kontaktformular, mithilfe dessen sich jede(r) an ihn wenden kann. Frauen unter 18 Jahren bittet Tucker Max allerdings, ihm nicht zu schreiben. Denn erstens steht er "nicht auf Minderjährige" und zweitens ist er nicht darauf aus, "ins Gefängnis zu wandern"... Achso.


Frauenfeindliche Sex-Eskapaden

Passagen wie "Ich weiß, dass es dem Ehrenkodex eines Mannes mit Selbstachtung widerspricht, ein fettes Mädchen zu ficken, aber dieser Kodex hat ein Hintertürchen. Das Hintertürchen heißt Alkohol. [...] Und dann landeten das fette Mädchen und ich bei mir (ich kannte meine Mitbewohner, Hate und Credit waren bestimmt auf Kneipentour). Wir hatten Sex und waren dann beide so gut wie bewusstlos, obwohl es erst 23 Uhr war..." und zahlreiche endlose Beschreibungen von Sauf-Exzessen dürften die meisten Leser einfach nur langweilen.

Von Erotik oder heiterer Unterhaltsamkeit keine Spur. Vielleicht liegt letzteres aber auch an der Übersetzung - wie sonst ließe sich erklären, dass die New York Times das Buch mit den Worten "äußerst unterhaltsam und total verdorben" beschrieb?

Raffiniertes Geschäftsmodell

Schlechten Formulierungen, hohlen Pointen und ekligen Detail-Schilderungen zum Trotz: So unclever, wie er sich selbst in seinem Werk präsentiert, scheint Tucker Max nicht zu sein. Der studierte Jurist hat erkannt, dass man nur noch mit Extremen und Absurditäten richtig Geld machen kann. Wer alle gesellschaftlichen Normen über Bord wirft, ungehemmt über Sex schreibt, keine Tabus kennt und mit Vorliebe Vulgäres zu Papier bringt, hat noch eine Chance auf Aufmerksamkeit.

Und so provoziert Max ganz bewusst, spielt mit seinen Kritikern, suhlt sich in dem Ruhm, eine Hassfigur zu sein. Ein Rezept, das offenbar aufgeht. Glückwunsch, Tucker Max!

Tucker Max: "Und in der Hölle mach ich weiter"

Tucker Max arbeitet an einer Karriere als größter Frauenheld der Welt. Sein Buch "Und in der Hölle mach ich weiter" ist gerade in Deutschland erschienen. Klicken Sie einfach auf das Cover, um das Buch im Online-Shop zu bestellen.

 

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