Trinkgeld-Etikette im Ausland – Stimmt so. Oder...?

Mittwoch, 17.06.2009

"Wieviel gibt man denn hier...?" Diese Frage hat wohl jeder schon beim Bezahlen im Urlaub gestellt. fem.com kennt die Antworten zum Ferien-Trinkgeld.

Italien: "Ich hab doch gar kein Coperto gegessen...!"
Natürlich nicht! Auf der Rechnung steht es trotzdem. Bedeutet nämlich nichts anderes als "Gedeck" und muss bezahlt werden, auch wenn Sie sonst nur ein Gläschen Wasser ordern. Diese Grundgebühr schließt das Trinkgeld mit ein. Wer trotzdem noch was oben drauf legen will, hinterlässt den Betrag einfach auf dem Tisch.
Spanien und Portugal: Trinkgeld gern. Almosen, nein danke.
 
Eine verbindliche Trinkgeldtradition gibt es in diesen Ländern nicht. Extra-Cash ist generell willkommen, und wird wie in Italien auf dem Tisch liegen gelassen. Der Umfang liegt völlig im Ermessen des Gastes - eines sollte jedoch berücksichtigt werden: Kleinstgeld abzuladen wird als Beleidigung empfunden. Also: wenn Trinkgeld, dann richtig.
Frankreich: Trinkgeld auf die Hand? Jamais!


Wer einen Garçon verprellen möchte, quetscht ihm einfach ein paar Scheine direkt in die Hand. Ein absoluter Faux-Pas! Das "Pourboire" wird auch hier dezent auf dem Tisch zurück gelassen. Außer die Etikette des jeweiligen Etablissements verbietet es, Trinkgeld zu geben. Dies wird mit dem unmissverständlichen Hinweis "Pourboire interdit" (Trinkgeld verboten) gekennzeichnet.
Türkei: Kippe statt Kohle
 
Zwischen Orient und Okzident wird Trinkgeld höchstens dreimal angeboten. Wenn der Kellner grundsätzlich ablehnt, ist die Annahme von Trinkgeld nicht üblich. Wer sich trotzdem erkenntlich zeigen möchte, bietet einfach eine Zigarette oder ähnliches an. Ein kleines materielles Dankeschön erfreut sich häufig größerer Beliebtheit als Bargeld.
USA: Pflichtsatz 15 Prozent
Angenehmerweise steht der Dollarkurs für EU-Gäste nach wie vor günstig, von daher sind die 15 Prozent "Pflichttrinkgeld" zu verschmerzen. Dieser Betrag wird vorausgesetzt, ähnlich dem Satz für das "Coperto" in Italien. Gebräuchlich ist hier auch das so genannte "Tipping in advance", das "Trinkgeld im Voraus", mit dem sich der Gast einen guten Platz im Restaurant sichert.
Großbritannien: In der Bar kein Bares
Im Restaurant gilt die Zehn-Prozent-Regel, Pubs allerdings sind trinkgeldfreie Zone. Wer sich nach einem feuchtfröhlichen Abend trotzdem beim Barkeeper erkenntlich zeigen möchte, gibt ihm mit den Worten "(...) and one for yourself" einen Drink aus.
Dänemark, Malaysia & Co: Trinkgeld? Nö danke.
Reisekassenfreundlich geht es in Schweden zu: Hier ist das Trinkgeld in Hotels, Restaurants und im Taxi inklusive. Auch Dänemark schont das Budget - hier ist Trinkgeld nicht üblich. In Costa Rica, Malaysia, Südkorea, Japan, China, den Vereinigten Arabischen Emiraten, auf den Fidji-Inseln oder im Oman ist die Trinkgeld-Tradition sogar gänzlich unbekannt.
 
Quelle: www.hotels.com

Wieviel Trinkgeld man wo gibt erfahren Sie hier!

Während in Dänemark kein Extra-Cash erwartet wird, sind in den USA 15 Prozent Trinkgeld die Norm.

 

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Trinkgeld-Etikette im Ausland
Stimmt so. Oder...?
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17.06.2009 15:34
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