Trend: Guerilla Gardening – Gärtnern ohne Garten

Mittwoch, 09.09.2009

Gärtnern boomt. Auch wer kein eigenes Fleckchen Grün besitzt, kann sich dem entspannenden Zeitvertreib widmen, weiß Guerilla Gardening-Veteran Richard Reynolds.


Vor fünf Jahren entdeckte der Engländer seine Leidenschaft für das Gärtnern ohne (eigenen) Garten. "Ich war gerade in eine Hochhauswohnung an einem trostlosen Kreisverkehr in Südlondon gezogen - die Art von Umgebung, in der Menschen zu Kriminellen werden." Sein persönliches Verbrechen bestand darin, ohne Genehmigung öffentlichen Boden zu bepflanzen. "Ich zog in der Gegend herum und ackerte, wo es mir gefiel", schildert der 32-Jährige die Anfänge seiner Guerilla-Gärtner-Karriere.

Trend Guerilla Gardening – Gärtnern ohne Garten

Praktikable Tipps zur "Waffenwahl"
Heute, fünf Jahre und zahllose illegale Bepflanzungsaktionen später, ist er einer der Leitfiguren der Guerilla-Gardening-Szene. Sein jüngst auf deutsch erschienenes Buch "Guerilla Gardening - ein botanisches Manifest" ist eine Art Handbuch für all jene, die ebenfalls ohne eigenen Grund und Boden Blumen (und anderes) sprießen lassen möchten. Im ersten Teil des Buches beschreibt Reynolds unterhaltsam den geschichtlichen und ideologischen Hintergrund der Bewegung, im zweiten Teil "Das Handbuch" gibt er Neu-Guerilleros das nötige Grundwissen an die Hand: Im Kapitel "Das Waffenarsenal" stellt er geeignete Pflanzen vor - abgestimmt auf unterschiedlichste Bedingungen bezüglich Klima oder Bodenbeschaffenheit. Auch für die Suche nach einem geeigneten Stück Guerilla-Garten hat Reynolds jede Menge hilfreiche Tipps parat.
Ersatz für Fitnessstudio und Therapie
Der Lohn der Ackerei sind nicht nur leuchtende Blumen oder knackiges Gemüse, sondern auch eine entspannte Seele und ein fitter Body: "Heckenschneiden trainiert den Bizeps, In-der-Hocke-Sitzen und Graben formt Beine und Po", weiß Reynolds. "Außerdem berichten viele, dass Guerilla-Aktionen ihnen schon über besonders unglückliche Zeiten oder Stimmungsschwankungen hinweggeholfen hätten."
Weitere Infos auf Richard Reynolds Homepage: www.guerillagardening.org.
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"Guerilla Gardening - Ein botanisches Manifest" von Richard Reynolds (erschienen bei Orange Press; 20 Euro) ist zum Beispiel erhältlich über Amazon.de.

Gärtnern ohne Grenzen: Der Londoner Richard Reynolds gibt Tipps zum Guerilla Gardening.

Der überzeugte Guerilla-Gärtner Richard Reynolds gibt in seinem Buch "Guerilla Gardening - ein botanisches Manifest" zahlreiche praktische Tipps zum Gärtnern ohne eigenen Garten. Beliebtes Equipment: "Saatbomben", wie etwa diese pistolenförmigen Exemplare aus rotem Tonstaub, Kompost und Wildblumensamen.

 

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Trend: Guerilla Gardening
Gärtnern ohne Garten
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09.09.2009 15:11
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