Trend: E-Bike und Pedelec – Smarte City-Flitzer

Montag, 03.11.2008

Mit dem Fahrrad zur Arbeit, aber nie wieder verschwitzt dort ankommen? Warum die ehemals schrulligen Elektro-Fahrräder zurzeit einen Image-Wandel erleben.
Wenn es ums Fahrrad fahren geht, sind die Holländer immer ganz vorne mit dabei. Auch den jüngsten Trend der Radl-Branche haben unsere Nachbarn bereits für sich entdeckt: E-Bikes. In Deutschland wächst die Begeisterung für die motorisierten Räder eher langsam, aber dafür stetig.
Aber warum galten die - objektiv gesehen ziemlich praktischen - Elektro-Fahrräder bislang überhaupt als uncool? Der Grund liegt im Design. Viele Jahre lang rollten die motorisierten Räder nur unter der Steuerung älterer Herrschaften durch deutsche Straßen. Die Räder dazu sahen aus, wie von der Krankenkasse verschrieben. Die E-Bike-Hersteller wollen dieses negative Bild nun aus unseren Köpfen verdrängen und entwickeln Elektro-Räder, die sich kaum noch von herkömmlichen City-Bikes unterscheiden.
Pedelecs - voll im Trend  
E-Bike ist nicht gleich E-Bike: Vielen potenziellen Kunden ist überhaupt nicht bewusst, dass es große Unterschiede bei den motorisierten Fahrrädern gibt. Momentan total angesagt sind die so genannten Pedelecs - Pedel Electric Cycles. Diese Räder funktionieren mit einer Art Hybridantrieb, nämlich einer Mischung aus Muskelkraft und Motor. Während man in die Pedale tritt, schaltet sich der Elektromotor ein und unterstützt den Antrieb. Ist eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht, schaltet sich der Motor automatisch ab. Aufgrund dieser Restriktion gilt das Pedelec in Deutschland als Fahrrad und ist befreit von Führerschein-, Versicherungs- und Helmpflicht.
Andere Regelungen gelten für E-Bikes, deren Elektromotor über einen Drehgriff - wie bei einem Mofa - reguliert werden kann. Mit diesen Fahrrädern kann man ganz ohne eigenes Zutun durch die Stadt düsen. Aber: Führerschein und Versicherungskennzeichen sind hier ein Muss!
Beide Elektro-Bike-Typen funktionieren mit Akkus, die problemlos an einer Steckdose aufgeladen werden können. Wie lange so eine Akku-Ladung hält, hängt ganz von der Fahrtstrecke, der Geschwindigkeit und dem Gewicht ab. Mit manchen Pedelecs kann man bis zu 80 Kilometer und mehr fahren, ohne den Akku zwischendurch aufzuladen.
Der perfekte Business-Flitzer
Für Berufstätige ist das E-Bike eine absolut geniale Erfindung: Man spart teures Benzin, bleibt nie im Berufsverkehr stecken und muss sich zudem keine Sorgen um peinliche Schweißflecken auf dem Business-Outfit machen. Die Anschaffung eines hochwertigen Elektro-Fahrrads ist allerdings nicht gerade billig. Durchschnittlich 1.600 Euro muss man schon auf den Tisch legen, um den motorisierten Komfort genießen zu dürfen. Billiger - und vor allem teurer - geht’s natürlich immer. Gute Qualität sei bei einem Preis unter 1.200 Euro jedoch kaum zu bekommen, so der Verein für elektrische Mobilität, Extra Energy.
Wem ein eigenes E-Bike zu teuer ist, der kann auf www.e-wheels.eu auch einfach eines mieten. Diesen Service bietet die noch junge Plattform bislang zwar erst in Hamburg sowie auf Ibiza und Usedom an - aber eine schrittweise Erweiterung ist bereits geplant. Ein gemietetes Pedelec kostet pro Tag ca. 25 Euro (24 Stunden), in der Woche ca. 90 Euro.
Mehr Info: 
www.extraenergy.org
www.e-wheels.eu
www.elektrorad.com

Linktipp: Günstig unterwegs
Auf der fem-Partnerwebseite Frauenfahrgemeinschaft.de können Sie sich über günstige Mitfahrgelegenheiten informieren oder selbst Mitfahrer suchen.



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03.11.2008 15:32
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