Tipps gegen Weihnachtsstress: Fest der Liebe?!

Dienstag, 24.12.2013

Ruhige Stunden mit der Familie? Schön wär’s! Für viele bedeutet Weihnachten Stress pur. Wir geben Tipps, wie sich Weihnachtsstress, Hektik und Streit unterm Tannenbaum vermeiden lassen.

Die Tage vor Weihnachten werden von vielen längst nicht mehr als "stille Zeit" wahrgenommen. Grund: Gerade an Weihnachten ist der Wunsch besonders groß, ein besinnliches Fest mit der Familie und der Verwandten zu feiern. Dabei alle unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Weihnachtsstress ist vorprogrammiert! Benjamin Martens, Psychologe des Online-Portals psycheplus, rät allen Beteiligten, es in diesem Jahr anders zu machen – und Weihnachten einmal ganz entspannt zu feiern.

Weihnachtsstress vermeiden: Weniger ist mehr

Geschenke-Stress und die Erwartungen der Verwandtschaft können Weihnachten ganz schnell ruinieren. "Jeder fühlt sich in der Pflicht, das aktuelle Weihnachtsfest noch schöner und harmonischer zu machen als vielleicht im letzten Jahr", erklärt Martens. Dadurch baut sich Druck auf – und der veranlasst uns, die eigenen Vorstellungen und Ansprüche in den Hintergrund zu stellen. Beides sei für ein angenehmes Fest jedoch enorm wichtig: "Denn nur dann können wir auch uns selbst gerecht werden", sagt Martens.

Sind die eigenen Vorstellungen so gar nicht mit denen der Familie in Einklang zu bringen, hilft oft eine Kompromisslösung: Wer bisher an Weihnachten den Ansturm der Verwandtschaft verkraften musste, könnte anregen, die Besuche zu verteilen und jeweils im kleineren Rahmen zu feiern. Auch spricht meist nichts dagegen, das Weihnachtsessen in ein Restaurant zu verlegen, damit der Gastgeber vom Weihnachtsstress entlastet wird. "Es bringt mitunter wieder richtig Schwung und gute Stimmung in das Weihnachtsfest, wenn der gewohnte Ablauf einmal durchbrochen wird. Voraussetzung: Die Erwartungen wurden im Vorfeld konkret mit allen abgeklärt und niemand wird von den Änderungen 'kalt erwischt'."

Anti-Weihnachtsstress-Tipp: Weihnachtsgeschenke mal anders

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Der alljährliche Wettlauf gegen die Zeit ist ein weiterer Weihnachtsstress-Faktor: Die Geschenke müssen nicht nur rechtzeitig unter dem Gabentisch liegen – sie sollen möglichst auch nicht bescheidener sein als im Vorjahr. Denn das könnte vom Anderen als mangelnde Wertschätzung ausgelegt werden. Ein solcher Wettbewerb belastet aber alle Beteiligten unnötig. "Eine ganz einfache Lösung ist das Wichteln: Jeder beschenkt dann nur eine Person aus dem Verwandtenkreis, die er zuvor als Los gezogen hat", rät der Psychologe. "Außerdem können Preis und Anzahl der Geschenke vorher gemeinsam festgelegt werden."

Geschenke ganz abzuschaffen ist eine Strategie, die laut Martens meist nicht aufgeht. Immer gibt es einen in der Familie, der sich am Ende doch nicht an die Abmachung hält. Das sorgt für ein schlechtes Gewissen beim Rest der Familie – und noch mehr Druck im nächsten Jahr. Grundsätzlich gilt beim Geschenkekauf: je früher desto besser. Kurzfristige Kaufentscheidungen gepaart mit überfüllten Kaufhäusern sind ein extremer Stressfaktor.

Streit in der Familie an Weihnachten vermeiden

Weihnachten ist ein Fest der Familie und bringt daher meist mehr oder weniger beliebte Verwandte gemeinsam an einen Tisch. Darin steckt viel Streitpotenzial, besonders wenn schon länger unterschwellige Konflikte am Brodeln sind. "Eine falsche Bemerkung oder ein Glas Wein zu viel können dann bereits einen handfesten Streit vom Zaun brechen." Um solchen Konflikten vorzubeugen, empfiehlt der Psychologe, bereits vor dem Fest ein vertrauliches Gespräch zu suchen oder getrennte Feiern zu vereinbaren. Gerade in Patch-Work- oder weit verzweigten Familien entsteht oft eine nervenraubende Diskussion darüber, wer wann wo und mit wem feiert. "Besonders dann ist wichtig, darauf zu hören, was man selber möchte und dazu zu stehen. Denn am Ende hat keiner etwas davon, wenn man an Heiligabend versucht, alles unter einen Hut zu bekommen und dabei völlig gestresst ist."

Umgekehrt kann das bevorstehende Weihnachtsfest auch für Alleinstehende sehr belastend sein, weil die eigene Einsamkeit besonders stark empfunden wird. Da kann es helfen, aktiv Anschluss bei Freunden oder Familienangehörigen zu suchen. "Trauen Sie sich, beispielsweise ganz offen anzusprechen, dass Sie an Weihnachten gerne mitfeiern würden." Eine andere Möglichkeit ist es, sich über die Feiertage ehrenamtlich zu engagieren. "Anderen zu helfen und sich sozial zu engagieren kann sehr erfüllend sein." Und vor allem unnötigem Weihnachtsstress effektiv vorbeugen!

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6 Tipps gegen Weihnachtsstress

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