Studie: Die Ängste der Deutschen – Angsthasen sind weiblich

Freitag, 05.09.2008

Nein, es sind weder Terroristen noch Naturkatastrophen, vor denen sich die Deutschen am meisten fürchten. Die größte Sorgenquelle liegt im eigenen Portemonnaie - oder auch nicht.
In den Köpfen der Bundesbürger dreht sich viel ums liebe Geld: Preissteigerungen und eine Verschlechterung der Wirtschaftslage sind die Themen, die den Menschen hierzulande am häufigsten schlaflose Nächte bereiten. Das ist das aktuelle Ergebnis der Studie "Die Ängste der Deutschen", die jedes Jahr von der Nürnberger GfK im Auftrag der R+V Versicherung  durchgeführt wird.
"Mehr als drei Viertel aller Deutschen sind sich einig: Die allergrößten Sorgen bereiten ihnen die immens steigenden Kosten für das tägliche Leben", fasst Rita Jaki, Leiterin des Infocenters der Versicherung das Ergebnis zusammen. Seit dem vergangenen Jahr sei der entsprechende Wert um zehn Prozentpunkte auf exakt 76 Prozent angestiegen. 58 Prozent der insgesamt 2400 Befragten befürchteten zudem eine Verschlechterung der Wirtschaftslage - 2007 waren es nur 48 Prozent.
Die Wirklichkeit ist rosiger
Glücklicherweise sehen Experten aber eine erhebliche Diskrepanz  zwischen der realen und der "gefühlten" Konjunktur:  Nach Aussage von Manfred Schmidt, Politologie-Professor an der Universität Heidelberg , hat sich die gefühlte Wirtschaftslage stark verschlechtert, obwohl es der deutschen Gesamtwirtschaft "noch vergleichsweise gut" geht.
Erstaunlich: Die finanziellen Sorgen drängen sogar die Angst vor Terroranschlägen und Kriegen in den Hintergrund. Nur 41 bzw. 31 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, Panik vor terroristischen Attacken bzw. einem Krieg mit deutscher Beteiligung zu haben.
Weitere Top-Ängste der Deutschen: Naturkatastrophen (58%) sowie die Sorge, schwer krank (51%) oder im Alter pflegebedürftig (53%) zu werden.
Frauen sorgen sich mehr
Und auch das intimste Privatleben der Deutschen bleibt nicht ungetrübt: 23 Prozent aller Frauen und 19 Prozent der Männer fürchten sich vor dem Scheitern ihrer Beziehung. Dass die Frauen hier ängstlicher sind, hat aber nichts mit dem Thema, sondern mit ihrer generellen Einstellung zum Leben zu tun.
Wie nämlich die aktuelle Studie enthüllt, ist das weibliche Geschlecht generell besorgter. Bei allen abgefragten Punkten zeigten sich die Frauen wesentlich ängstlicher als die Männer - und zwar durchschnittlich jeweils um gute acht Prozentpunkte. Einzige Ausnahme: Während sich 49 Prozent der Männer vor einer etwaigen Arbeitslosigkeit fürchten, haben nur 47 Prozent der Frauen Angst vor dem Verlust ihres Jobs.
Mehr Private auf fem:
>> Der Mann, das eitle Geschlecht
>> Erogene Zonen: wo Berührungen prickeln
>> Büstenhalter-Aufstand in Großbritannien

Weitere Artikel

article
4848
Studie: Die Ängste der Deutschen
Angsthasen sind weiblich
Nein, es sind weder Terroristen noch Naturkatastrophen, vor denen sich die Deutschen am meisten fürchten. Die größte Sorgenquelle liegt im eigenen Po...
http://www.fem.com/lifestyle/artikel/studie-die-aengste-der-deutschen-angsthasen-sind-weiblich
05.09.2008 09:25
http://www.fem.com
Lifestyle

Kommentare