Sprossen selbst ziehen – Teller-Helden

Samstag, 04.04.2009

Sprossen sind wahre Gesundheits-Champions: Randvoll mit wertvollen Vitalstoffen - und der Eigenanbau ist kinderleicht.

Sprossen sind die lebendigste Nahrung, die es gibt. Im Rohzustand wachsen sie selbst dann noch, wenn sie in unseren Mund wandern. Das mag grausam klingen, ist aber unvergleichlich gesund, weil viel frischer als bereits abgeerntetes Gemüse und Obst, und damit um vielfaches reicher an Vitaminen (besonders B-Vitamine und Vitamin C), Enzymen und Antioxidantien. Wer Sprossen isst, verspeist reine Lebenskraft.

Kleine Anti-Aging-Helden

Die Winzlinge gelten nicht von ungefähr als wahre Anti-Aging-Helden. Studien haben außerdem krebshemmende, sowie cholesterin- und hormonregulierende Eigenschaften nachgewiesen. Außerdem sind Sprossen Schlankmacher und -halter: Durch den Keimvorgang reduziert sich der Fettgehalt je nach Pflanzenart um bis zu 60 Prozent, der Eiweißgehalt dagegen steigt um etwa 20 Prozent. Blähende Eigenschaften von Hülsenfrüchten verringern sich deutlich, und auch ganz allgemein sind Sprossen besonders gut verdaulich.

Meine kleine Sprossenfarm

Das Tollste daran: die kleinen Powerpakete sind nicht etwa unerschwinglich wie so manche Wunderpille oder-creme. Selbst mit kleinem Geldbeutel können Sie noch heute Ihre eigene Sprossenzucht starten. Mehr als ein freies Fensterbrett, mindestens ein Keimglas, etwas Saatgut und Wasser ist dazu nicht erforderlich. Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, lohnt sich die Anschaffung einer Sprossenkeimbox (erhältlich z. B. über www.Amazon.de; ab ca. 15 Euro).

Aller Anfang ist leicht

So gut wie alle Samen, Kerne und Getreidekörner von essbaren Pflanzen eignen sich zum Keimen. Ausgenommen sind die Samen von Nachtschattengewächsen, wie Paprika, Tomaten und Kartoffeln. Der Eigenanbau ist generell keine komplizierte Angelegenheit - besonders genügsam, und damit für Anfänger besonders geeignet sind Mungbohnen, Alfalfa und Radieschen. Verwenden Sie kein für den Garten gedachtes Saatgut (da oft gegen späteren Schädlingsbefall vorbehandelt), sondern Bioware. Speziell zur Sprossenzucht ausgewiesenes Saatgut ist laut Hersteller garantiert keimfähig, aber nicht zwingend notwendig. In den allermeisten Fällen treiben alle herkömmlichen Linsen, Erbsen und Getreide aus Bioanbau aus.

Reiche Ernte nach drei bis sieben Tagen

Weichen Sie das Saatgut (bei kleineren Saaten reichen zwei Esslöffel, bei Kichererbsen & Co. etwa eine Tasse) mindestens acht Stunden ein. Anschließend gründlich spülen und das Wasser abgießen, das Keimglas am besten mit der Öffnung nach unten aufstellen, so dass die verbleibende Flüssigkeit abfließen kann. Diesen Vorgang morgens und abends wiederholen - und schon nach drei bis sieben Tagen können Sie die erste Ernte einholen.

Schmeckt nicht gibt's nicht

Je nach Sorte schmecken sie pikant-scharf (z. B. Radieschen), nussig-mild (z. B. Getreide und Bohnen) oder süß (Erbsen) und lassen sich entsprechend vielseitig verarbeiten - als Brotbelag, Gemüsebeilage, in Salat, Müsli oder in Eintöpfen. Hülsenfruchtkeimlinge müssen vor dem Verzehr unbedingt blanchiert werden, alle anderen Sprossenarten sollten roh gegessen werden. Eventueller Überschuss hält sich gut luftgetrocknet und gekühlt bis zu eine Woche lang in nicht luftdicht verschlossenen Behältnissen.

Text: Melanie Vogel

Linktipp: Mehr zum Thema Sprossen erfahren Sie auf der fem.com-Partnerwebseite Lebensmittellexikon.de.

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