Shia LaBeouf im fem.com-Porträt – Hart oder smart?

Freitag, 06.11.2009

Weder Adonis noch Herzensbrecher: Warum Shia LaBeouf trotzdem mächtig Eindruck auf unsere fem.com-Autorin gemacht hat.
Shia LaBeouf ist ein Everbody's Darling: Seine Fans verehren ihn, die Paparazzi zücken ihre Linsen, wenn er auftaucht - und ganz nebenbei ist Shia der Liebling von Steven Spielberg. Trotzdem will er kein smartes Schauspieltalent sein. Dann lieber der überdurchschnittlich ehrgeizige Typ. fem.com-Autorin Lola van Loo begegnete ihm zufällig in Los Angeles und weiß jetzt, was ihm besser steht.
Gerade einmal 1,76 Meter Körpergröße, Karotten-Jeans, T-Shirt mit Print, abgelatschte Sneakers und den Kaffeebecher in seiner lädierten Hand. Shia LaBeouf steht an einem Café neben mir und wartet auf etwas. Worauf? Dass ihn jemand abholt. Denn nachdem er im Juli 2008 betrunken einen Auto-Unfall baute, musste er im Januar 2009 seinen Führerschein für ein Jahr abgeben und fährt seitdem mit dem Fahrrad, dem Taxi oder lässt sich von Freunden kutschieren.
So muss man sich keine Sorgen machen, dass Shia wie James Dean, mit dem er während der Promotion für den Film "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" verglichen wurde, früh das Zeitliche segnet. Aber sorgen muss man sich wohl auch so nicht. Denn Shia hat mehrmals betont: "Ich bin jung. Ich mache Fehler. Aber ich lerne daraus." Seine Produzenten auch: Die schwere Handverletzung, die sich Shia durch den Unfall zugezogen hatte, wurde kurzerhand in die Fortsetzung des aktuellen Transformers-Streifens eingebaut.
Bitte kein Clown!
Shia Saide LaBeouf wurde am 1. Juni 1986 geboren und wuchs nach der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter in Los Angeles auf. Sein französisch-stämmiger Vater war ein Clown aus San Francisco, seine Mutter eine Ballett-Tänzerin aus New York. Shias Eltern waren Hippies, die nackt in der Wohnung umherliefen, Gras rauchten, als Clowns mit ihrem Sohn zusammen Hot Dogs verkauften und kaum Geld hatten.
Shia wusste schon als Kind: Wenn es ihm und seinen Eltern einmal besser gehen soll, muss er viel Geld verdienen. 1993 sah er einen Freund eine Rolle in der Erfolgsserie Dr. Quinn spielen. Danach wollte er auch Schauspieler werden. Durch sein komödiantisches Talent in der Nachbarschaft aufgefallen, ergatterte er schließlich im Jahr 2000 die Rolle des Louis Stevens in der Disney Erfolgs-Serie "Even Stevens", wofür er einen Emmy bekam.
Shia kriegt sie alle
Seit 2007 hat der junge Schauspieler eine Reihe von bedeutenden Filmen gedreht: Disturbia, Indiana Jones, Eagle Eye sowie Transformers 1 und 2. Nach einer fast 15-jährigen Karriere mit Filmen, Serien und Synchron-Rollen, kam der Erfolg praktisch über Nacht. Shia ist ein Phänomen - und das mit nur 23 Jahren. Während Zac Efron auf den süßen High-School-Schüler festgelegt ist, und Robert Pattinson sich die nächsten Jahre aus dem Twilight-Rummel heraus kämpfen darf, hat Shia bereits ein weites Repertoire an Charakter-, Comedy-, Action- und Thriller-Rollen gespielt.

Aber Shia bleibt entspannt, hängt nicht mit Groupies auf Partys herum oder schleppt seine Kolleginnen ab. Obwohl Shia mit Schauspielerinnen wie Megan Fox oder Sarah Roemer spielte, mag er Liebesbeziehungen am Set eigentlich nicht. So sagte er einst über Megan Fox: "Sie ist ein sehr attraktives Mädchen. Und sie ist eine enge Freundin. Aber es ist keine Romantik dabei, weil du versuchst, dein Arbeitsumfeld zu respektieren. Denn mit Sex und Romantik wird es schnell kompliziert."
Keine Liebe am Set? Zwei Ausnahmen!

Allerdings machte er diesbezüglich bereits zwei Ausnahmen. Am Set von The Greatest Game Ever Played verliebte er sich in die Tochter des Produzenten. China Brezner war Shias erste große Liebe, mit der er drei Jahre zusammen blieb. Aufgrund der vielen Arbeit trennte er sich schließlich von ihr. Im März 2007 sagte er in einem Interview, dass er es nicht fassen könne, dass diese Beziehung auseinanderging. "Wir waren unzertrennlich. Sie war mein bester Freund und meine Liebe. Und dann kam der verrückte Zeitmangel und der plötzliche Erfolg. Schließlich war die Arbeit mein Fokus und es blieb keine Zeit für eine Beziehung. Das war ihr gegenüber nicht fair." Das ist nun zwei Jahre her. Seit kurzem ist Shia mit Carrey Mulligan zusammen. Die ein Jahr ältere Engländerin ist seine Filmpartnerin beim Dreh zum Film "Wall Street 2: Money Never Sleeps".
Shias Trumpfkarte
Seine Trumpfkarte ist übrigens Produzent und Regisseur Steven Spielberg, der in seinem jungen Zögling viel Begabung sieht und ihn in seinen Filmen besetzt. Dabei hält sich Shia selbst nur für ein durchschnittliches Talent mit überdurchschnittlichem Ehrgeiz. Auf die Frage eines Reporters, wie es sich anfühlt, ein Star zu sein, sagte Shia nur: "Ich sag’s Ihnen, wenn ich einer bin." Auch empfindet sich der junge Mann, der wie ein Teenager wirkt, nicht als besonders gut aussehend und zudem zu klein. Offen und schockierend, wie er sich gern mal in Interviews gibt, betonte Shia angeblich gar in einem Playboy-Interview, dass sein bestes Stück ebenfalls nicht das Größte sei.
Dass Shia kein "Großer" sei, sehen seine Fans, die ihn am Tag meiner Begegnung in Los Angeles aufgeregt und mit rosigen Wangen umkreisen, allerdings ganz anders. Aussagen wie "Shia spielt gut", "Seine Filmrollen sind toll" oder "Ich mag seine schönen Augen und seine vollen Lippen" sind auf meine Frage, was so toll an ihm ist, hin zu hören. Und Shia selbst? Der gibt sich gelassen, schreibt fleißig Autogramme, beantwortet geduldig Fragen und bleibt gar charmant, als einige Paparazzi ihn unentwegt ablichten. 
Shia hat es trotz seiner 23 Länze faustdick hinter den Ohren. Sein zusätzliches Talent und sein Ehrgeiz, in Hollywood weit zu kommen, werden dafür sorgen, dass ihn auch künftig seine Fans in Blockbustern anhimmeln können. Als er schließlich in sein Auto steigt, bin ich sicher: Shia La Beouf wird ein Überflieger, der im harten Filmgeschäft weich landen wird.

Shia LaBeouf im fem.com-Porträt

Adonis oder graue Maus? fem.com-Autorin Lola van Loo hat Shia LaBeouf in Los Angeles getroffen.

 

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06.11.2009 16:50
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