Selbstständig machen: Tipps – 365 Tage frei!

Montag, 07.05.2012

Raus aus der "Nine-to-Five-Mühle"? Volker Kitz hat's geschafft, und gibt in "Die 365-Tage-Freiheit" Tipps, wie auch Sie den Absprung schaffen könnten.

Volker Kitz hat's geschafft: er arbeitet, wann er will und wo er will. Und manchmal auch gar nicht - wenn er will. Früher war er einmal Anwalt, Wissenschaftler und Lobbyist, arbeitete anderen zu und saß seine Tage zu vorgeschriebenen Zeiten in diversen Büros ab. Bis er feststellte, dass das mit seiner Vorstellung von Leben nicht mehr viel zu tun hatte - und den Absprung als freier Autor und Redner wagte.

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Sein erster Coup gelang ihm mit dem Bestseller "Das Frustjobkillerbuch". Nun legt er mit "Die 365-Tage-Freiheit" (erschienen im Ariston Verlag; ca. 17 Euro) nach. Darin präsentiert er zahlreiche, praxiserprobte Strategien gegen das betrieblich geregelte Zahnrad-Dasein. Hier sieben davon in Kurzform:

1. Suchen Sie sich einen Mäzen
Geeignet für Menschen und Projekte, die es auf dem freien Markt schwer haben und das Potential in sich tragen, anderen Menschen mit ihrem Tun zu nutzen. Wie Künstler, Sportler, Schriftsteller, Musiker und Wissenschaftler. Wichtig ist: Vorkenntnisse vorweisen zu können, wie etwa vorab einen Wettbewerb auf dem Spezialgebiet gewonnen zu haben. In den USA stellen sich Mäzene praktischerweise inzwischen im Internet vor (www.givingpledge.org), hierzulande muss man etwas recherchieren, wer sich auf dem eigenen Interessengebiet bereits spendabel gezeigt hat. Dann heißt es Kontakt aufnehmen - und zwar nicht per E-Mail sondern handschriftlich!

2. Leben Sie von dem, was Sie ohnehin gern tun
Geeignet, sofern Sie ein "Herzensthema" haben, das entweder ein Produkt abwirft, sie mit Spezialwissen versorgt, das auch andere interessiert oder sie sich dadurch Kenntnisse angeeignet haben, die auch andere erlangen wollen. Konkret: Verkaufen Sie ihr individuelles Produkt, schreiben Sie ein Buch oder starten Sie eine Website zu Ihrem Spezialwissen und geben Sie Ihre Kenntnisse als Lehrer in der entsprechenden Disziplin weiter.

3. Heiraten Sie reich
Jaja, das Prinzip ist verpönt, stimmt schon. "Völlig zu Unrecht", findet Volker Kitz, denn:"Auch die reichen Menschen wollen nicht alle allein leben!" Seinen Recherchen zufolge klagen viele reiche Menschen, sie hätten es auf dem Arbeitsmarkt schwer, weil Herr oder Frau Normalverdiener sich nicht traue, sie anzusprechen. Dass man selbst nicht reich sein muss, um sich einen Millionär zu angeln ist klar: Geld hat er selbst. Sie wollen was anderes. Je nach Typ und Hintergrund kann das jemand sein, der eine Familie großzieht oder jemanden, der das Leben lebt, für das sie vor lauter Arbeiterei (z. B. wild und/oder künstlerisch aktiv...) keine Zeit haben und/oder mit dem sie ihre konservativen Eltern schocken können ...

4. Werden Sie Millionenerbe
Vergessen Sie das Stigma der Erbschleicherei. Sie glauben gar nicht, wie viele Reiche keine Erben haben! Vererbt werden deren Reichtümer aber trotzdem. An den Staat, Stiftungen oder sogar Haustiere. Wäre es bei Ihnen nicht besser aufgehoben? Wie machen Sie sich als Erben interessant? Ganz einfach: indem Sie dem Vererbenden etwas offerieren können, von dem er noch zu Lebzeiten etwas hat. Das kann Aufmerksamkeit und Gesellschaft sein, Unterstützung im Alltag oder die Zusicherung, sich nach dem Ableben um das Haustier zu kümmern. Wichtig für beide Parteien: einen Erbvertrag schließen.

5. Leben Sie materiell enthaltsam
"Es ist unser Lebensstandard, der uns zu Sklaven der Arbeit macht", sagt Volker Kitz. "Der soziale Vergleich drängt uns dazu, das zu haben, was Kollegen und Nachbarn auch haben." Nur brauchen wir das alles wirklich? Lohnt es sich, ein Leben lang den Kredit für das Eigenheim abzuzahlen, um kurz vor Schluss schuldenfrei zu sein? Muss es ein Neuwagen sein? Auch Designermöbel und Klamotten sind gigantische Geldverbrennungsmaschinen. Was brauchen Sie wirklich? Machen Sie den Test, schlägt Kitz vor: vermieten Sie ihre Wohnung unter und ziehen Sie mit nur einem Koffer in ein möbliertes Zimmer. Stoßen Sie danach alles, was Sie nicht vermisst haben, ab und legen Sie das Geld gewinnbringend an.

6. Reduzieren Sie Ihre Ausgaben
Die Fortsetzung zu Punkt 5: Bauen Sie selbst an, wenn möglich, machen Sie Dinge selbst, reparieren Sie anstatt neu zu kaufen. Und wenn Sie doch was "Neues" brauchen, kaufen Sie Second Hand, oder lassen sich gebrauchte Dinge einfach schenken oder tauschen Sie z. B. über lokale Tauschringe (www.tauschen-ohne-geld.de).

7. Leben Sie dort, wo Ihr Geld zum Leben reicht
Geben Sie Ihr Geld nicht dort aus, wo Sie es verdienen - woanders ist es mehr wert! Über die Website www.expatistan.com/cost-of-living können Sie die Lebenshaltungskosten verschiedener Städte recherchieren. Über die Informationsstelle für Auswanderer des Bundesverwaltungsamtes (www.bva.bund.de) können Sie die entsprechenden Zugangshürden recherchieren. Nach Paraguay können Sie als Privatier bereits mit einem Kapital von gerade mal 5.000 US Dollar einwandern.

Text: Melanie Vogel

Weitere Infos zum Autor von "Die 365-Tage-Freiheit" unter: www.volkerkitz.de

Raus aus der "Nine-to-Five-Mühle"? Volker Kitz hats geschafft, und gibt in "Die 365-Tage-Freiheit" Tipps, wie auch Sie den Absprung schaffen könnten.

Sie müssen den Sprung in die Freieit nicht wagen, aber Sie können. Einige Strategien, mit denen andere Erfolg hatten, finden Sie im Ratgeber "Die 365-Tage-Freiheit" von Volker Kitz.

 

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07.05.2012 16:47
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