Schweighöfer/Mücke - Interview 2 – "Wir haben aufeinander geachtet"

Donnerstag, 14.01.2010

An welchen Ort wollt ihr denn unbedingt bald hinfahren?
Schweighöfer: Also ich will in diesem Jahr mit der Queen rüberfahren, (lacht) also die Queen und ich sind befreundet, ich habe nur den rosa Hut gesehen… Nein, ich würde gerne mit der Queen Mary nach New York fahren, zusammen mit der Familie. Und dann von New York über die Nordroute nach Los Angeles und dann wieder die Südroute zurück.

Selber fahren?
Schweighöfer: Klar.

Mücke: Meine nächste Tour geht nach Brügge. Im Frühling muss das toll sein.

Schweighöfer: Stimmt, weil du "Brügge" (der Film "Brügge sehen und sterben" Anm. d.Red.) gerade gesehen hast. Hab ich auf Facebook gesehen, dass du geschrieben hast "Brügge!".

Seid ihr denn viel auf Facebook & Co. unterwegs?
Mücke: Ich bin bei Facebook und finde das ganz cool. Ich halte Kontakt mit meinen bolivianischen und amerikanischen Freunden. Dafür ist das super. Matthias und ich reden grundsätzlich auch nur noch über Facebook. (lacht)

Schweighöfer: Ja, selbst wenn wir im selben Raum sitzen, reden wir nur noch über Facebook miteinander…  Ich bin auch bei Facebook und bei StudiVZ, aber mittlerweile adde ich nur noch alle zwei Wochen Freunde. Ich will da nicht hineinschreiben: 'Ich leih mir jetzt ein Video aus'. 'Kommentare: 245, das gefällt mir'.  Nein, das geht nicht. Ein Freund von mir hat innerhalb einer halben Stunde, in der wir essen waren, ständig gepostet, was er isst. Mit Fotos vom Steak und Gurkensalat - und innerhalb von zwei Minuten waren 100 Kommentare da. Haben die Leute nichts Besseres zu tun, als Kommentare abzugeben zu Fotos von Essen?

Könnt ihr euch vorstellen, auch mal länger in den USA zu bleiben?
Mücke: Auf jeden Fall. Also ich will jetzt erstmal nach Brügge (lacht) und dann sehen wir weiter. Aber durch dieses Erlebnis vom Filmdreh gehen die Daumen hoch. Natürlich weiß ich auch, was in den USA nicht gut funktioniert, aber das kriegt man beim ersten Besuch nicht so mit. In den Straßen von New York hat man ja nicht das Gesundheitssystem im Kopf, sondern schaut die  Häuser hoch und denkt: 'Geschichte, Geschichte – toll'.

Wann habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Im Film spielt ihr ja beste Freunde - und harmoniert dabei auch sehr gut.
Mücke: Wir haben uns beim Casting in Kiel kennengelernt und dann erst zu Drehbeginn in den USA. Wir haben eigentlich nur eine Nacht gebraucht, um miteinander warm zu werden. (Großes Gekichere)

Schweighöfer: Das ist mir auch wirklich noch nie so gegangen wie mit Friedrich. Es war immer Verlass auf das Einverständnis des anderen, wie wir Situationen spielen wollen. Sowas erlebt man im Leben nicht oft. Vielleicht gibt es ja auch eine Fortsetzung "Friendship, jetzt erst recht!".

Mücke: Wir haben aufeinander geachtet. Die Szenen weiterentwickelt und sind teilweise auf noch geilere Witze gekommen. Und wir waren auch immer auf Augenhöhe - das war von vornherein ja auch nicht unbedingt klar.

Friendship! läuft seit 14. Januar im Kino, den Trailer gibt's hier - und einen (sehr lustigen) Antexter hier im fem-Video-Ressort.

Friendship! Trailer mit Matthias Schweighöfer und … - MyVideo

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