Sam Claflin: Pirates - Interview – "Anorektisch im Kopf"

Donnerstag, 02.06.2011

Sam Claflin ist ein absoluter Newcomer, der sich in "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" neben Johnny Depp behaupten muss. fem.com hat den süßen Briten zum Interview getroffen.

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Eigentlich war Sam Claflins größter Traum Fußballprofi zu werden, doch eine Verletzung beendete seine sportliche Karriere frühzeitig. Also arbeitete er an seinem nächsten Wunschberuf: Schauspieler. Nur zwei Jahre nach seinem Abschluss ist dem heute 25-Jährigen ein Glückstreffer gelungen: Neben Stars wie Johnny Depp, Pénelope Cruz und Geoffrey Rush durfte er in "Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten" spielen.

Und auch in Zukunft werden wir noch viel von ihm hören - in seiner nächsten Rolle ist er als Prince Charming neben Kristen Stewart in "Snow White and the Huntsman" zu sehen! Wir haben den süßen Briten mit den rosigen Zukunftsaussichten zum Interview in München getroffen!

Hallo Sam, ist es dein erstes Mal in Deutschland?

Nein, es ist mein viertes Mal. Leider nicht zur Weltmeisterschaft, aber letztes Jahr war ich auf dem Oktoberfest. Dann hab ich in Deutschland schon mal ein Vorsprechen gehabt und war auf internationalen Fußballtournieren - da war ich ungefähr zwölf Jahre alt.

Gratulation zum Aufstieg von Norwich City (engl. Fußballclub)! Wo hast du gefeiert?

Dankeschön, ich bin sehr glücklich. Und mein Vater erst. Ich war in L.A. zur  Premiere des Films. Mein Vater, meine Mutter und meine zwei besten Freunde waren auch da. Mein Vater hat die gute Nachricht noch vor mir erhalten - wir waren gerade in Venice Beach und da fängt mein Vater an, wie ein Verrückter zu schreien.

Als Rob Marshall dich angerufen hat, um dir zu sagen, dass du die Rolle hast – was war das für ein Gefühl für dich?

Ich war gerade bei Dreharbeiten zu einem anderen Film und habe mich voll und ganz auf meine Arbeit konzentriert. Meine Gedanken konnten das nicht einordnen, als er mir das am Telefon sagte. Er meinte dann nur: "Ruf deine Eltern an und feiert erst einmal schön." Das haben wir dann auch gemacht. Es wurde ein Traum für mich wahr. Ich war so überrascht, so schockiert. Meine Nerven haben ein bisschen verrückt gespielt.

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Das war wirklich ein rasanter beruflicher Aufstieg. Wie gehst du damit um, oder ist es dir noch gar nicht richtig bewusst?

Eigentlich hat sich nicht viel geändert - außer dass ich heute in München bin, morgen in Madrid und so weiter. Aber bei mir Zuhause hat sich nichts geändert. Ich habe immer noch dieselben Freunde, meine Familie hat sich nicht verändert. Ich werde nicht von Paparazzi verfolgt - es weiß eigentlich keiner, wer ich bin.

Das wird sich aber jetzt sicher bald ändern.

Ich glaube nicht, dass sich viel ändern wird. Natürlich bin ich gespannt darauf, was alles passiert, aber wenn alles so bleibt wie es ist, dann wäre ich nicht enttäuscht - ich habe bis jetzt ein sehr glückliches Leben geführt.

Sind Freunde und Familie auch die, die dich nicht abheben lassen?

Ja, natürlich. Jetzt unterstützen sie mich einfach nur sehr. Aber wenn ich mich irgendwie verändern würde, dann würden sie mir schnell klar machen, dass ich wieder auf den  Teppich kommen und nicht vergessen soll, wo ich hergekommen bin. Wie hart ich dafür gearbeitet habe - seitdem ich 13 bin arbeite ich, um das Geld für die Schauspielschule zusammen zu bekommen.

Hat es dich eingeschüchtert mit Berühmtheiten wie Johnny Depp, Pénelopez Cruz und Geoffrey Rush zu arbeiten?

Und wie! Mir wurde das Ausmaß aber erst kurz vor meinem dritten Vorsprechen klar. Mein bester Freund und ich gingen das Skript durch und er sagte: "Ich kann nicht glauben, dass ich Johnny Depps Part lese." Erst da realisierte ich, dass ich mit Johnny in einem Film spielen werde.

Hast du dir ein Souvenir vom Set mitgenommen?

Ja (flüstert). Ich habe meine Kette - also Philips Kette - mitgehen lassen, das mit dem Kreuz. Aber das ist das einzige, was ich mich getraut habe zu klauen. Am liebsten hätte ich ja das Piratenschiff mitgenommen, aber dann hätten sie mich umgebracht. Aber irgendwann werde ich es mitgehen lassen.

Du sagtest, dass du keine Ahnung hattest, dass Pénelope Cruz schwanger war. Wann hast du es denn herausgefunden?

Ich fand es erst heraus, als es bereits in den Zeitungen war. Und dann habe ich sie gefragt: "Ich habe gelesen, dass du schwanger bist. Stimmt das?" und sie sagte "Ja, schon die ganze Zeit". Aber ich war nicht der einzige, der keine Ahnung davon hatte, sie hat es einfach sehr gut versteckt.

Im Film hattest du ja auch ein paar oben-ohne-Szenen - wie hast du trainiert?

Ich wusste gar nicht, dass ich mein Hemd ausziehen muss - es stand auch nicht im Skript. Aber bevor ich nach Hawaii geflogen bin, habe ich mir einen Personal Trainer zugelegt und bin jeden Tag am Strand gelaufen. Nicht unbedingt der Muskeln wegen, aber ich wollte vor dem Dreh körperlich und geistig fit sein. Und gleich am ersten Tag meinte Rob Marshall: "Sam, kannst du bitte dein Hemd ausziehen".

Man kann sagen: Es hat sich gelohnt!

Ja, das schon. Aber ich weiß nicht - ich glaube ich bin irgendwie ein bisschen anorektisch im Kopf veranlagt. Ich sehe mich an und denke mir: "Ich bin fett." Wenn es um meinen Körper geht, leide ich wirklich an einer Art Paranoia und ich fühle mich sehr unsicher. Als wir die Szenen gedreht haben war das furchtbar für mich und ich dachte mir, dass die Leute über mich lachen.

Bei Philip und Syrena war es Liebe auf den ersten Blick - glaubst du daran?

Absolut.

Wie würde dann das perfekte Familienleben in deinen Augen aussehen?

Ich liebe perfekte Sonntage. Für meine Freundin und ich bestehen die zur Zeit aus einem schönen Sunday Roast und viel Schrott-Sendungen im Fernsehen. Aber in der Zukunft möchte ich natürlich erfolgreich genug sein, um als Schauspieler arbeiten zu können und so meine Familie - einschließlich meiner Eltern - versorgen zu können. Ich möchte einfach ein sorgenfreies Leben und meine Familie immer um mich herum haben.

Okay, am Schluss eine Schnellfragerunde: fünf kurze Fragen – fünf kurze Antworten! Lieblingsband?

Es ist keine Band, aber ein Sänger: Marcus Foster.

Lieblingsserie?

"Entourage". Und ich liebe "Mad Man".

Lieblingsort an einem Samstagabend?

London. Ich liebe mein Zuhause!

Lieblingssnack?

Snack-a-Jacks. Ich liebe sie - Salz und Essig Snack-a-Jacks rauben mir den Verstand.

Liebstes Freizeitoutfit?

Pyjamas. Ich liebe Pyjamas. Einfach bequeme Hosen und T-Shirts. Ich mag es nicht, mich aufzustylen - bei der Tour muss ich das natürlich machen, vor allem in Cannes. Aber ich liebe mein gemütliches Outfit. Sich einfach nicht darum zu kümmern, wie die Haare sitzen oder ob ich Make-Up verwenden muss.

Wenn ich also am Wochenende an deine Tür klopfe, dann würdest du wahrscheinlich in Pyjamas die Tür öffnen?

Definitiv!

Das Interview führte Claudia Donald

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Mit den großen in einer Reihe: Newcomer Sam Claflin und Astrid Bergès-Frisbey neben Johnny Depp und Pénelope Cruz.

 

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02.06.2011 17:27
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