Royals: Bankett-Etikette – Zu Gast bei der Queen

Dienstag, 10.05.2011

Wenn die Queen zum Bankett lädt, bleibt nichts dem Zufall überlassen - zehn Fakten rund um offizielles Schlemmen am britischen Hof.

Zugegeben: Die Wahrscheinlichkeit, jemals zu einem feierlichen Bankett an den britischen Hof geladen zu werden, ist verschwindend gering. Doch auch ohne jeden Realitätsbezug sind die Details rund um royales Tafeln durchaus unterhaltsam.

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1. Im Buckingham Palace finden die Bankette der Queen traditioneller Weise im Ballsaal an einer gigantischen - normalerweise 23 auf 8,5 Meter - hufeisenförmigen Tafel statt. Die geschlossene Seite ist der Queen und ihrem Gast vorbehalten.

2. Das Protokoll schreibt formelle Abendkleidung vor, also langes Kleid für die Damen, Frack und weiße Fliege für den Herrn oder aber die jeweilige Nationaltracht.

3. Um Irrungen und Wirrungen vorzubeugen, erhält jeder Gast bei seiner Ankunft ein Büchlein. Darin befindet sich die Gästeliste, eine Menü- sowie eine Weinkarte, die gespielten Musikstücke, sowie die Tischordnung, auf der der zugedachte Platz farbig markiert ist.

4. Bereits zwei Tage vor dem Eintreffen der Gäste beginnen die Tischdeck-Maßnahmen. Zu den Highlights gehört das "Große Service", ein vergoldetes 8.000-teiliges Silberservice, das etwa zur Hälfte aus dem Beginn des 19. Jahrhundersts datiert. Dieses wird zwischen den Banketten unter Schutzatmosphäre gelagert.

5. Vor jedem Einsatz werden die Einzelteile gewaschen, mit einer weichen Bürste gereinigt, getrocknet und mit weichen Tüchern poliert. Dazu nötig: die Arbeitskraft von acht Personen und drei Wochen Zeit.

6. Der dritte und vierte Gang werden auf Porzellan serviert. Die Königin besitzt 47 Dessertservice, doch nicht jedes davon reicht für 170 Gäste.

7. Bei einem Bankett stehen mehr als 1.000 Gläser auf dem Tisch. Jedem Gast stehen allein sechs Gläser zur Verfügung - für Champagner, Rotwein, Weißwein, Portwein und natürlich Wasser. Ein weiteres Champagnerglas ist für den Begrüßungstoast vorgesehen.

8. Acht bis zehn Bedienstete sind mit dem Decken der Tafel beschäftigt. Jedem Gast stehen für sein Gedeck genau 46 Zentimeter zur Verfügung - um die exakte Anordnung aller Teile zu gewährleisten, wird mit dem Zollstock akribisch nachgemessen. Überwacht wird die Prozedur vom Palaststeward.

9. Je zwei Nachbarn teilen sich das Salz, den Pfeffer und den Senf.

10. Die Menüfolge für ein Staatsbankett steht bereits Monate im Voraus fest. Sie wird auf Französisch verfasst und umfasst heute normalerweise vier Gänge: Fisch, Fleisch, Pudding und Dessert (Früchte).

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Aus: "Dining at the Palace - Zu Gast bei der Queen" von Kathryn Jones (erschienen bei Jacoby & Stuart,16,95 Euro).



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Dinner bei der Queen - fem.com blickt hinter die Kulissen des Buckingham Palace.

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10.05.2011 09:23
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