Reise-Tipp: Brighton – Shoppen, Schlemmen, Sonnen

Samstag, 09.10.2010

Die charmante Küstenstadt Brighton ist entspannter und günstiger als London. Und mehr Sonne gibt es auch.

"Brighton ist einzigartig - der Rest von England ist eher so wie Texas", sagt Clara Zapata, Yogalehrerin im esoterisch angehauchten Wellness-Center Aloka, und seit mehr als einem Jahrzehnt überzeugte Brightonerin. Soll heißen: Das überschaubare Küstenstädtchen, eine Zugstunde südlich von London, ist unvoreingenommen und offen für Neues und Anderes. Seit jeher zieht Brighton Menschen an, denen das Korsett gesellschaftlicher Konventionen anderswo zu eng geschnürt ist.

Künstler, Freigeister, Karrierewechsler

Hier ist noch noch ein zarter Rest Hippie-Vibe zu spüren - und damit das Versprechen: "Hier darfst du so sein, wie du wirklich bist." Damit wirkt "Londons kleine Schwester" wie ein Magnet auf Freigeister, Künstler und ist ein beliebter Startpunkt für neue Karrieren. So wie die von Ramola Manocha, die ihren Bankerjob in London an den Nagel hängte, um mit ihrer Partnerin Mary Sinnott im Viertel Kemptown ein Bed & Breakfast zu eröffnen.

"Wir wollten ein neues Leben - jetzt haben wir gar keins mehr", scherzt Mary. Seit der Eröffnung vor zweieinhalb Jahren sind die beiden praktisch nonstop im Dienst - denn über mangelnde Gäste kann sich das One Broad Street nicht beklagen. Brighton hat das ganze Jahr über Saison. 

Kunst und Konsum

An den Wochenenden strömen besonders die Londoner in das Küstenstädtchen. Zum Essen, Trinken und Shoppen im Gässchen-Irrgarten der Stadtteile The Lanes und North Laine mit ihren unzähligen Shops und Cafés. Und zum Sonne tanken am rötlichen, kilometerlangen Kieselstrand. Die Sonne zeigt sich hier häufiger, als im restlichen Teil des Königreichs. 

Oder sie kommen, um an einem der zahllosen Events und Festivals teilzunehmen, die hier geradezu geballt stattfinden. Wie etwa das dreiwöchige Brighton Festival im Mai. Während des größten Kunstfestivals Großbritanniens öffnen unter anderem viele ortsansässige Künstler im Rahmen des Programmpunkts "Artists Open Houses" ihre Ateliers für die Öffentlichkeit.

Foodie-Hotspot

Ein weiteres Festival mit beachtlicher Anziehungskraft ist das "Brighton & Hove Food and Drink Festival", das alljährlich von Anfang September bis Mitte Oktober die Geschmacksnerven mit allerlei Köstlichkeiten verführt. Auch das reguläre Angebot an Speis' und Trank in Brighton stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Figur dar. Rund 400 Cafés und Restaurants machen die Stadt zum Foodie-Hotspot. Zusätzlich lauern handgemachte Cupcakes, Scones, Fudge und Cookies an jeder zweiten Straßenecke.

Schoko-Minze-Eis vom Raw-Food-Profi

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Auch, und besonders diejenigen, deren Ernährungsvorlieben nicht dem Mainstream entsprechen, werden hier mehr als fündig. Das schmackhafte Angebot der zahlreichen vegetarischen Cafés und Restaurants lockt selbst überzeugte Fleischesser an. Wie etwa das - auch von omnivoren Gastrokritikern - hochgelobten "Terre à Terre", dessen Kreationen schon allein optisch ein Genuss sind.

Ebenfalls besonders hervorzuheben: das alteingesessene "Food for Friends", das an den Organic Store "Infinity Foods" angegliederte gleichnamige Tagescafé oder das Restaurant und Café des Aloka Centres. Hier zaubert der deutsche Raw-Food-Profi Felix zum Beispiel vegane Köstlichkeiten wie Schoko-Minze-Eis mit Cashewnüssen auf Kokosmilchbasis ...

Weitere Informationen unter:
www.visitbrighton.com
www.aloka.aura-soma.net
www.onebroadstreet.com
www.brightonfestival.org
www.terreaterre.co.uk
www.foodforfriends.com
www.brightonfoodfestival.com
www.infinityfoods.co.uk
www.realbrighton.com (Bars und Nachtleben)
Es empfielt sich die Anreise - zum Beispiel mit Easy Jet - über den Flughafen Gatwick. Direkt von dort aus erreicht man Brighton in nur einer halben Stunde mit dem Zug oder Bus. Weitere Informationen: www.easyjet.com

Brighton ist entspannter und günstiger als London. Außerdem scheint hier häufiger die Sonne - und am Meer liegt es auch. Worauf warten Sie noch?

Brightoner Impressionen: Veggie-Würstchen zum traditionellen English Breakfast im Bed & Breakfast, Tarot-Sitzung auf der Straße, Seebad-Nostalgie am Pier, Shopping im pittoresken Gässchen-Wirrwarr der Lanes ...

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09.10.2010 14:53
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