Reise-Tipp: Orlando – Give me Five!

Mittwoch, 20.01.2010

Orlando kann auch ohne Disney. Hier sind fünf gute Gründe für eine Stippvisite in Floridas Spaßmetropole fernab von Mickey Mouse und Co.
Walt Disney - der Name ist Programm in Orlando. Disney World, SeaWorld und die Freizeitparks der Universal Studios locken jährlich 48 Millionen Spaßtouristen an. Doch das Herz des Sunshine State hat viel mehr zu bieten als Mickey Mouse und Rollercoaster.

Fünf Gründe für eine Urlaubsverlängerung abseits der berühmten Themenparks:
1. Kunst & Kultur im Nobelvorort Winter Park
Winter Park: einst Winterquartier wohlhabender Nordstaatler, heute stilvolles Urlaubsziel. Abseits des Massentourismus gibt es hier Kunst, Kultur und Architektur. Eine tolle Aussicht auf noble Herrenhäuser bietet die "Scenic Boat Tour": Das Boot tuckert gemächlich über drei Seen, die über schmale, künstlich angelegte Kanäle miteinander verbunden sind. Während der einstündigen Fahrt lässt man prächtige Villen, imposante Mangroven und Hibiskusblüten an sich vorüberziehen. Weitere Informationen unter: www.scenicboattours.com.
Auch die Kunst kommt in Orlandos Nobel-Vorort nicht zu kurz. Im "Charles Hosmer Morse Museum of American Art" gilt: Klein aber oho! In nur 15 Räumen ist die weltgrößte Sammlung der Werke von Louis Comfort Tiffany untergebracht: von den weltberühmten Lampenschirmen über Schmuck, Vasen bis hin zu farbenprächtigen Fensterscheiben. Sogar die Innenausstattung einer Kapelle, bestehend aus unzähligen Mosaiksteinchen, erstrahlt in einem eigenen Raum. Ein absolutes Muss für Jugendstil-Liebhaber! Weitere Informationen: www.morsemuseum.org.
2. Abenteuer & Action ohne Rollercoaster
Adrenalinjunkies werden in Orlando auch Abseits der Themenparks fündig: Mutige können sich in vielen Fallschirmspringerschulen schon am ersten Tag aus dem Flugzeug stürzen. Wer Höhenangst hat, versucht sich bei SkyVenture in einem senkrechten Windkanal beim Sky-Diving. Im Luftstrom von über 200 km/h verschwinden alle Sorgenfalten und jeder Flieger zeigt sein breitestes Lächeln - nicht nur, weil der Wind wie ein übertriebenes Lifting wirkt. Weitere Informationen unter: www.skyventureorlando.com.
Eine halbe Autostunde außerhalb von Orlando kommen Fans von dröhnenden Motoren auf ihre Kosten: Bei "Revolution – The Off Road Experience" lautet die Frage: Quad, Jeep oder Dune Buggy? Nach einer kurzen Einführungsrunde mit dem jeweiligen Gefährt, geht's auf fast 100 Hektar über kleine Hügel, mitten durch Schlamm oder einfach nur über die weitläufigen Wiesen. Kevin Jowett, ein echt Britischer Gentleman und ehemaliger Rally Fahrer, steht den Freizeit-Piloten mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Informationen unter: www.revolutionoffroad.com.
3. Wissenschaft & Technik an der Ostküste
Ein Themenpark der anderen Art befindet sich an der Ostküste, etwa eine Autostunde von Orlando entfernt: das Kennedy Space Center. Im Gegensatz zu Disney World & Co. ist hier (fast) alles authentisch: Vom riesigen Launch Complex starten regelmäßig Space Shuttles und beim "Lunch with an astronaut" beantwortet ein ehemaliger Astronaut alle Fragen. Jüngste Attraktion: die "Shuttle Launch Experience", mit NASA-Piloten entwickelt. Bei diesem Ride erleben Besucher den Start einer Raumfähre im Cockpit mit: Wenn es sich von der Startrampe löst, vibriert das ganze Shuttle, die Triebwerke laufen warm und das Rütteln nimmt bis zum Start weiter zu. "Drei, zwei, eins" - die Beschleunigung presst den Körper immer weiter in den Sitz. Natürlich wirken keine vielfachen G-Kräfte auf den Körper, aber näher kommen Nicht-Astronauten dem Gefühl eines echten Raketenstarts kaum. Weitere Informationen unter: www.kennedyspacecenter.com.
4. Surfer, Strand und Shuttle-Starts am Cocoa Beach
Wer sich damit begnügt, einen Shuttle-Start aus der Ferne zu beobachten, ist am Pier in Cocoa Beach genau richtig. Nur wenige Kilometer vom Kennedy Space Center entfernt, hat man hier den besten Blick. Ein bisschen Glück vorausgesetzt, denn kaum ein Shuttle-Launch findet wirklich zum geplanten Termin statt. Aber wer schon mal an Orlandos nächst gelegenem Strand ist, sollte es Surf-Legende Kelly Slater gleichtun und in Cocoa Beach Wellenreiten lernen. Viele Surf-Shops vermieten Boards und bieten Kurse.
Wer vom Surfer-Lifestyle nicht genug bekommen kann, mietet sich im "Four Points by Sheraton Cocoa Beach" ein. Während andere Hotels mit Meerblick werben, gibt es hier eine grandiose, unverbaute Aussicht mitten in einen riesigen Surfshop! Ja, richtig gelesen. Die Fenster öffnen sich ins Innere des dreistöckigen Geschäfts, mit Aussicht auf unzählige Boards, Shorts und ein großes Aquarium, das ein Schwarzspitzen-Riffhai sein zu Hause nennt. Weitere Informationen unter: www.starwoodhotels.com.
5. Ausgehen: Downtown Orlando statt Downtown Disney
Nach einem Tag im Themenpark, liegt es nahe, auch den Abend in Downtown Disney oder auf dem Universal Citywalk zu verbringen. Besser man mischt sich unter die Locals und zieht in Downtown Orlando um die Häuser. Rund um die ehemalige Church Street Station reihen sich etliche Restaurants und Bars aneinander. Tipp: In einer liebevoll restaurierten Bahnhofshalle lockt die Speisekarte des "Ceviche" mit über 100 kalten und warmen Tapas.
Mit vollem Bauch geht es weiter in die "Corona Cigar Bar" auf einen Cocktail. Die lateinamerikanische Bar hat nicht nur erlesenen Rum, Whiskey und Cognac im Angebot, sondern auch zwei Millionen Zigarren. Kubanischen Rum oder Havannas muss man hier allerdings lange suchen. Seit dem Kuba-Embargo, 1962 von John F. Kennedy verhängt, dürfen keine Produkte aus der Karibik-Insel eingeführt werden. Die Bar bietet die einzig legale Alternative: Pre-Embargo Zigarren und Rum – da schon vor 1962 eingeführt, sind sie extrem selten. Eine weitere Besonderheit und ganzer Stolz des Inhabers: Whiskey aus der Prohibitionszeit. Zwischen 1920 und 1933 war Verkauf und Konsum von Hochprozentigem illegal. Einzige Ausnahme: für "Medicinal Purposes Only". Wer das nötige Kleingeld hat, bekommt hier eine echte Flasche Prohibitions-Whiskey mit genau diesem Etikett für gut 3.000 Dollar. Aber keine Panik, die Cocktails sind mit circa 10 Dollar für jeden bezahlbar – na dann: Cheers! Weitere Informationen unter: www.coronacigar.com.

Text: Kathleen Franke

Cocoa Beach ist Orlandos nächstgelegener Strand und ein Surfer-Paradies.

Orlando kann mehr als laut und lustig. Bei der "Scenic Boat Tour" durch den Nobelvorort Winter Park kann man entspannt die opulentesten Villen an sich vorbei ziehen lassen.

 

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20.01.2010 08:51
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