Privatsphäre auf Facebook & Co. – Der Social-Media-Doc

Mittwoch, 11.04.2012

Facebook nutzen? Ja! Jeden durchs Schlüsselloch gucken lassen? Nein. Wir geben Expertenrat.

Ich sehe was, was alle sehen... Seien wir mal ehrlich, schon im Kindesalter wollten wir einen Blick durchs Schlüsselloch riskieren, sei es, um den Weihnachtsmann auf frischer Tat zu ertappen, zu erblinzeln was es zum Geburtstag gibt, oder seine Geschwister zu beobachten was diese wieder aushecken. Aber, es ist 2012, wer braucht noch ein Schlüsselloch, es gibt doch Facebook.

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Über den Autor: Heiko Ditges ist ein digitaler Nomade, der getreu seinem Credo "analog atmen - digital leben" lebt. Als Head of Social Marketing bei der plan.net group in München berät Ditges Kunden in der digitalen Welt.
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22,6 Millionen deutsche Nutzer auf Facebook
Immerhin ist fast jeder zweiter Onlinenutzer in Deutschland auf dieser Plattform, in Summe heißt das, dass über 22,6 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat Facebook nutzen. Und das ist im Prinzip gut so, denn wir können uns vernetzen, miteinander, übereinander kommunizieren, Bilder tauschen, Informationen erhalten etc. Eigentlich lauter Vorteile - wenn da nicht die Sache mit der Privatsphäre wäre. Denn richtig ist, Facebook will viel wissen, man muss aber nicht alles verraten und (eigentlich) jeder kann es sehen.
1. Freunde mit Bedacht auswählen

Und hier fängt es schon an. Darf und soll jeder sehen, was ich poste? Das Gute an Facebook ist: man wird nicht wirklich sinnlos mit Kontaktanfragen bombardiert, aber hin und wieder kommen Anfragen die man nicht wirklich einschätzen kann. Habe ich sie oder ihn auf einer Party getroffen, ein Kollege, der Chef, der Freund eines Freundes und so weiter. Also Augen auf beim Freunde werden.

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2. Freundeskreise bilden: Gute Freunde, Bekannte, Kollegen
Hat man also erst mal seine Freunde zusammen, sollte man diese unterteilen. Denn natürlich kann man mit Arbeitskollegen auch befreundet sein, aber  muss er oder sie alles sehen? Eben, sollten sie gar nicht. Hier kommt die Privatsphäre-Einstellung von Facebook zum Tragen. Vor nicht allzu langer Zeit hat Facebook - automatisiert - Listen angelegt. Diese sind sehr allgemein gehalten, aber hier sollte man Grundsätzlich ein Auge darauf werfen. Zu finden sind diese unter: https://www.facebook.com/bookmarks/lists
Es klingt leicht, ist es auch, allerdings bedarf es im Vorfeld ein wenig Nerven und Fleiß. Sind die Listen einmal gemacht und ist das Prinzip, welches man sich auf Basis seiner Listen selber auferlegt, verstanden, wird das Posten auch entspannter. Partybilder vom Wochenende, kein Problem, sehen nur meine engsten Freunde, kein Kollege, kein Chef und besser auch nicht die Eltern, die tummeln sich ja mittlerweile auch auf unseren Netzwerken.

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Wie man seine Listen anlegt, bleibt einem wirklich selbst überlassen, es empfiehlt sich, ähnlich wie im wahren Leben, Freundeskreise anzulegen, sprich enge Freunde, Bekannte, Kollegen, etc. Dann kann man natürlich auch weiter unterteilen, Bundesländer, Städte oder Veranstaltungen. So lassen sich auch wesentlich schneller die entsprechenden Freunde wiederfinden.
3. Sichtbarkeit selber bestimmen

Um seine Einstellungen zu verfeinern, nach denen man Listen gepflegt hat, lohnt sich ein Blick in die Privatsphäre-Optionen, zu finden unter: https://www.facebook.com/settings/?tab=privacy&ref=mb. Hier lassen sich weitere Restriktionen einstellen. Sollen alle mein Profil sehen? Wenn ja, was sollen sie zu sehen bekommen? Schlussendlich bestimmt auch hier wieder der Nutzer selber, wie viel er verraten möchte. Man sollte aber nicht vergessen:
1. Theoretisch kann jeder, auch nicht angemeldete Nutzer, auf Facebook alles sehen.
2. Nicht nur nicht angemeldete Nutzer haben Zugriff, sondern auch Suchmaschinen. Das hat den Vorteil, dass man schnell auffindbar ist. Der Nachteil: jeder findet einen.
3. Das Internet vergisst nicht, jedenfalls nicht sehr schnell – selbst wenn man seine Einstellungen jetzt ändert, dauert es immer ein wenig bis z.B. auch Google seine Ergebnisse angepasst hat. Also Augen auf beim Posten und Anfreunden!
Text: Heiko Ditges


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11.04.2012 12:06
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