Portrait: Starke Frauen – Frauen, die denken, sind gefährlich

Dienstag, 11.12.2012

Seit Jahrhunderten schon fürchten sich die Männer vor starken, denkenden und intellektuellen Frauen und sind gegenüber diesen und ihrer Macht angsterfüllt. In Gesellschaft, Politik und Wissenschaft haben sich einige ganz besondere Frauen einen großen Namen gemacht. Vorreiterinnen, Vordenkerinnen und Forscherinnen von Weltklasse!

Frauenwahlrecht, die Zulassung von Frauen an Universitäten, Redefreiheit, sexuelle Selbstbestimmung und Chancengleichheit sind nur einige der Themen, für die starke Frauen aus der ganzen Welt kämpfen. Eine dieser Frauen ist Aung San Suu Kyi. Ihre Lebensgeschichte wurde durch den Film "The Lady – Ein geteiltes Herz" (Kinostart war April 2012) bekannt. Aber nicht nur politisch engagierte Darstellerinnen auf der Weltbühne begeistern, sondern auch mutige Frauen aus der Wissenschaft wie zum Beispiel Jane Goodall, die durch ihre Erforschung der Schimpansen international berühmt wurde.

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Unabhängigkeit und Engagement für Birma

Aung San Suu Kyi, geboren 1945, kehrt aus England zurück in ihr Heimatland Birma. Sie lässt sowohl ihre Familie zurück, als auch ihre geordneten Verhältnisse. Sie ist die Tochter eines Vorkämpfers für die Unabhängigkeit des Landes und einer Krankenschwester und späteren Diplomatin. Aung San Suu Kyi schließt ihr Studium an der Universität in Oxford ab und tritt eine Stelle bei der UNO in New York an. 1972 heiratet sie den britischen Historiker Michael Aris, mit dem sie mit den gemeinsamen Kindern später in London leben. 1984 veröffentlicht sie ein Buch über ihren Vater und seine politische Arbeit. Birma hatte sich in der Zwischenzeit zu einer Militärdiktatur entwickelt und 1974 wird die Sozialistische Föderative Republik Birma ausgerufen. Aung San Suu Kyi wird 1988 politisch tätig als sie einen offenen Brief an die Regierung verfasst. Wenige Tage später hält sie eine Rede vor Hunderttausenden von Menschen und fordert die demokratische Regierung für Birma. Weil sie als zu unbequem gilt, steht sie insgesamt 15 Jahre unter Hausarrest. 1991 wird ihr der Friedensnobelpreis für ihren "gewaltlosen Kampf für Demokratie und Menschenrechte" verliehen. Im November 2010 wird sie aus ihrem letzten Hausarrest entlassen und seit April 2012 ist sie Abgeordnete im birmanischen Parlament.

Das Leben mit den Schimpansen

Die 26-jährige Engländerin Jane Goodall, mit einer Sekretärinnenausbildung, aber ohne Studium, erforscht plötzlich im afrikanischen Regenwald das Leben der Schimpansen. Die 1943 geborene Tierliebhaberin wird zu einer hochgradig reflektierten Wissenschaftlerin, die ihre Arbeit dahin ausrichtet, Natur und Mensch zu verstehen und durch einfühlsame und geduldige Beobachtung Nachweise und Verhaltensmuster zu erhalten. Jane Goodall begleitet den Paläoantropologen Louis Leaky Ende der 1950er-Jahre auf einer Expedition in der Serengeti. Schon kurz nach der Ankunft macht Goodall aufsehenerregende Beobachtungen und untersucht das Verhalten der Schimpansen im Gombe-Nationalpark. Sie ist ebenfalls durch ihre Arbeit für den Schimpansenschutz und für die Erhaltung der Umwelt in vielfältigen Projekten bekannt. Ihr Zitat "Ich bin zutiefst überzeugt, dass es unendlich wichtig ist, vor allem Kindern beizubringen, allem Leben gegenüber respektvoll zu sein." verdeutlicht ihr Ziel, ein würdiges Leben für alle Lebewesen in Frieden und Harmonie zu wünschen.

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Das Buch

Der Autor – überraschenderweise ein Mann – Stefan Bollmann präsentiert in seinen Buch "Frauen, die denken, sind gefährlich und stark" die Portraits von 26 ganz fantastischen Frauen der vergangenen und aktuellen Geschichte, die durch ihre Leistung auf sich und in der Gesellschaft aufmerksam gemacht haben. Unter den Vorgestellten finden sich u.a. die Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé, die Physikerin Marie Curie, die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, die berühmt berüchtigte Journalistin Oriana Fallaci, die Politikerinnen Irina Gandhi und Margarete Thatcher. Die bewegenden, spannenden Biografien mit Tiefgang und Charme erobern die Herzen der Leser im Flug und bieten viel Stoff zur Nachahmung der Idolcharaktere.

Text: Elisa Gianna Gerlach

Fotos:Jane Goodall: Elisabeth Sandmann Verlag/picture alliance/Everett Collection; Aung San Suu Kyi: Elisabeth Sandmann Verlag / Süddeutsche Zeitung Photo/ddp images/AP

"Das Mädchen aus dem Song" – Angie, Lola, Peggy Sue

Starke Frauen: Die Wissenschaftlerin Jane Goodall und die Politikerin Aung San Suu Kyi

Starke Frauen präsentiert das Buch "Frauen, die denken, sind gefährlich und stark" und bietet mit vielen Portraits die eindrucksvollen Lebensgeschichten von bekannten Akteurinnen der Weltgeschichte. Mutige, moderne, engagierte Frauen - und eben ein bisschen gefährlich für die Männer!

 

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11.12.2012 15:45
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