Pattinson ist masochistisch veranlagt – "Ich bin eine Gefahr für mich selbst"

"Eclipse"-Star Robert Pattinson spricht im Interview über Sex-Appeal, einen Umzug nach Tokio und seine masochistische Ader.

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Es gibt wahrscheinlich keine Interviewfrage, die Robert Pattinson noch nicht gehört hat. Trotzdem wollen Millionen Teenies auf dieser Welt jeden Satz begierig in sich aufsaugen, den der "Twilight"-Vampir von sich gibt. Grund genug für fem.com, R-Pattz während der PR-Tour für seinen neuen Film "Eclipse" noch einmal abzufangen und ihm auf den Zahn zu fühlen. Wir fragten den 24-Jährigen nach seinem Sexsymbol-Image, angeblichen Dates mit Paris Hilton und seiner Mama und erfuhren dabei Sachen, die Sie - versprochen! - noch nicht wussten.

Robert, kannst du für alle Neueinsteiger knapp zusammenfassen, was im ersten und zweiten Teil der "Twilight"-Saga passiert ist?

"Der Plot des ersten Teils drehte sich darum, wie schön es sich anfühlt, wenn man sich zum ersten Mal richtig verliebt. Die Fortsetzung 'New Moon' zeigte dagegen die negativen Aspekte der Liebe: die Angst und Zweifel, die aufkommen, wenn man eine feste Beziehung eingeht."

"Eclipse" startet diesen Sommer und das Finale "Breaking Dawn" befindet sich bereits in der Vorbereitung. Wieso die Eile?

"Die Produktion hat ein großes Problem: Wir Schauspieler werden alle älter. Darum haben wir nicht viel Zeit und müssen uns extrem beeilen."

Gallery: "Eclipse"-Premiere – "Eclipse"-Premiere

Apropos Alter: Kennst du dennoch kleine Tricks, um dich jung zu halten?

"Nein, im Gegenteil, ich lebe extrem ungesund und tue - um ehrlich zu sein - nur sehr wenig, um den Alterungsprozess aufzuhalten."

Trotzdem betrachtet man dich als Sexsymbol und Traummann: Was macht dich in deinen Augen sexy?

"Wenig bis gar nichts, wenn ich es mir recht überlege. In der Schule war ich lange Zeit ein echter Geek. Heute bin ich eine Gefahr für mich selbst und etwas masochistisch veranlagt. (lacht)"

Millionen von Mädchen und Jungs sehen zu dir auf. Siehst du dich selbst als Vorbild?

"Nicht wirklich. Ich versuche prinzipiell nett zu meinen Mitmenschen zu sein und alle gleich zu behandeln. Viele Schauspieler neigen dazu, abzuheben und auf andere Leute herunterzuschauen. Es ist gerade in dieser Branche sehr, sehr leicht, zu einem kompletten Arschloch zu werden."

Du hast zwei ältere Schwestern. Bringen sie dich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück?

"Oh ja. Schon im Alter von achtzehn Jahren haben sie mir erklärt: wenn du nicht damit angefangen hättest, dein Haar mit Gel zu stylen, dann wärst du noch immer einer dieser unscheinbaren Langweiler. (lacht)"

Deine Mutter glaubt angeblich alle verrückten Geschichten, die so über dich verbreitet werden. Wie überzeugst du sie davon, dass du nicht jede Nacht einen über den Durst trinkst und keine Affäre mit Paris Hilton hast?

"Wie bitte? Ich hatte niemals ein Date mit Paris Hilton. Ich benutze meine Mutter leider häufiger, wenn mir in Interviews keine spannenden Anekdoten mehr einfallen. Natürlich glaubt sie kein Wort von dem ganzen Unsinn."

Wie denkst du darüber, dass die Medien dein Privatleben ausschlachten und dir Beziehungen mit diversen Schauspielkolleginnen andichten, um die "Twilight"-Filme zu promoten?

"In erster Linie lassen sich mit diesen Geschichten Magazine und Klatschblätter verkaufen. Ob den Filmen damit gedient ist, weiß ich nicht. Mir persönlich hilft es auf jeden Fall bestimmt nicht. (lacht)"

Hand aufs Herz: Inwiefern hat die "Twilight"-Saga dein Leben verändert?

"Wenn man sich mitten im Zentrum eines Sturms befindet, ist man nicht in der Lage zu registrieren, was um einen herum geschieht. Vielleicht komme ich in zwei, drei Jahren dazu, darüber nachzudenken. Im Moment fühlt sich das ganze noch an wie eine Supernova: Wir drehen einen Film nach dem anderen und der Fanatismus wächst und wächst. Und plötzlich stehe ich vor 20.000 kreischenden Fans und habe nicht die geringste Ahnung, nach wem sie da rufen. Ich denke, es wird noch ein Weilchen dauern, bis ich begreife, dass die mich damit meinen."

Wie gehst du damit um, wenn Horden von jungen Mädchen nach dir schreien und sogar von dir gebissen werden wollen?

"Diese Massenhysterie kann schon manchmal beängstigend sein, aber mir persönlich hat noch nie jemand etwas getan. Nur einmal, während der Dreharbeiten zu 'Little Ashes', hatte ich eine Stalkerin, die immer vor meinem Appartment auf mich gewartet hat."

Im letzten Sommer hast du in New York den Film "Remember Me" gedreht. Konntest du dich dort unbehelligt bewegen?

"Nicht wirklich. In New York ist das kaum mehr möglich. Obwohl es nur ein ganz kleines Projekt gewesen ist, standen tausende Leute ums Set herum."

Gibt es überhaupt noch eine Stadt, in der du unerkannt auf den Straßen herumlaufen kannst?

"Der einzige Ort, an dem das jetzt noch geht, ist Tokio. Darum habe ich mir sogar kurzfristig überlegt, dorthin zu ziehen." (lacht)

Hast du vor, in Zukunft etwas gegen diesen abnormalen Zustand zu unternehmen?

"Ich kann nicht wirklich etwas dagegen machen, außer mich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, um ein normales Leben zu führen. Aber ich weiß nicht, ob das bisschen Anonymität diesen Aufwand wert ist. Ich baue darauf, dass der ganze Hype genauso schnell wieder vorbei ist, wie er gekommen ist. Darum stört er mich eigentlich überhaupt nicht."

In welchen Situationen fällt es dir besonders auf, wie außerordentlich dein Leben aussieht?

"Das Einzige, an dem es mir wirklich auffällt ist, wenn ich mich mit Freunden treffen will und dafür plötzlich Security Personal brauche."

Gefällt deinen Freunden diese Art von Aufmerksamkeit?

"Nein, die meisten von ihnen mögen diesen Glamour und den ganzen Rummel überhaupt nicht. Es beeindruckt sie in keinster Weise. Mich im Übrigen auch nicht."

Wonach sehnst du dich am meisten zurück, wenn du an dein altes Leben zurückdenkst?

"Ich hatte diese fantastische, richtig alte Londoner Wohnung in Soho. Man konnte aufs Dach steigen und hatte einen wundervollen Ausblick über die Stadt. Fast jeden Tag war ich dort oben, spielte Musik, schrieb Songs und versuchte, sie dann aufzunehmen."

Was hast du als nächstes vor, wenn der letzte Teil "Breaking Dawn" abgeschlossen ist?

"Es ist nicht so leicht zu entscheiden, was ich danach machen will. Weil 'Twilight' derart erfolgreich ist und so viel Geld einspielt, fühlt man sich wie paralysiert. Es besteht die Angst, man könnte etwas verlieren, wenn man die falsche Wahl trifft. Falls dein nächster Film ein Flop ist, werden alle sagen: Seht, er war doch nur ein One-Hit-Wonder. Der Druck ist dementsprechend groß."

Von Rosa Zakravsky/ München

Robert Pattinson im Interview

fem.com hat Robert Pattinson zum Interview getroffen.

 

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02.07.2010 09:23
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