Montanita, Ecuador – Surfer-Hotspot und Hippie-Paradies

Freitag, 29.08.2008

Die besten Wellen des Landes, durchschnittliche 28 Grad und relaxte Atmosphäre - das Dorf an Ecuadors Pazifikküste ist ein Magnet für Surfer und Aussteiger.
Die ganz spezielle Anziehungskraft der kleinen Siedlung nahe der Ruta del Sol, Ecuadors Küsten-Highway, hält viele länger fest, als geplant. Aus einem Kurzaufenthalt werden nicht selten Monate oder Jahre. Manche Besucher bleiben sogar für immer.
So wie Alejandra. Ein Jahr hatte der jungen Frau noch gefehlt, um ihr Journalistikstudium in Quito abzuschließen. Dann verbrachte sie ihre Semesterferien in dem 1000-Einwohnerort, dessen Name weit über Ecuadors Grenzen hinaus für Love, Peace und Party steht.
Ihr aus Guadaloupe stammender Schwager Michael Grupposo hatte mitten im Ort gerade ein Restaurant mit französisch-ecuadorianischer Speisekarte eröffnet. Alejandra begann, für Michael im Karukera zu kellnern. Das ist jetzt vier Jahre her.
Daran, dass sich der unbedeutende Fischerort an der Küstenstraße Ruta del Sol seit den 60er Jahren von einem Geheimtipp für Aussteiger und Hippies zu einer boomenden Partyhochburg entwickelt hat, daran sind die Wellen schuld.
Wenn die sich nicht ausgerechnet an den Stränden Montañitas bis zu drei, vier Meter hoch aufbäumen und so grandios brechen würden  - das Dörfchen würde noch immer unter einer dichten Marihuana-Wolke vor sich hinträumen.
Heute ist zwar immer noch an jeder Ecke süßlicher Grasgeruch zu riechen, in den vielen Hängematten in verträumte Gesichter zu schauen und aus dem ununterbrochenen Salsasoundtrack Montañitas dann und wann Bob Marley herauszuhören.
Doch bestimmen im Sommer 2008 gut gebaute Surfer und braungebrannte Mädchen in kurzen Kleidchen das Bild.
Sie kommen aus guter Familie, schwänzen freitags die Uni und setzen sich in der großen Stadt Guayaquil in den Bus, um bis Sonntagnacht zu flirten, zu trinken, im Sand zu tanzen und sich von den verbliebenen Hippies Bändchen ins Haar flechten zu lassen.
Andere befinden sich auf Südamerikareise und machen Rast in diesem staubigen Küstenort, von dem sie schon so viel gehört haben. Für einen Tag, zwei, drei. Tagsüber trinken sie frisch gepresste Obstsäfte, wenn es dunkel wird, Piña Coladas und Mojitos. Alle begegnen sich ständig wieder, morgens beim Frühstück in der Bar, nachmittags an den Verkaufsständen der Kunsthandwerker, nachts in den Strandpavillons.
Manche bleiben länger. Einige bleiben, verkaufen irgendwann selbst gemachten Schmuck und lernen Haare flechten.
Jeden Abend steckt sich Alejandra das kastanienbraune Haar hoch, zieht sich ein hübsches Kleid an und bedient freundlich die Gäste, die sich im Karukera mit der sauren Fischsuppe Ceviche, frischem Hummer oder Meeresfrüchten auf die Nacht vorbereiten. Wenn ihr Freund kommt, ein attraktiver Argentinier, und sie mitten im Laden küsst, ist ihr das ein bisschen unangenehm.
Als Journalistin wird Alejandra nicht mehr arbeiten. Manchmal macht sie das ein bisschen traurig. "Montañita", sagt sie, "saugt mich auf." Dann nimmt sie lächelnd die nächste Bestellung an.
Mehr Infos zum Ort: www.montanita.com
Unterkommen in Montañita:
www.pakaloro.com/
www.montanita.com/rosamistica/espanol.html
Essen in Montañita:
www.infomontanita.com/karukera/

Linktipp: das Rockhouse-Hotel, Jamaika
Erfahren Sie mehr über das Relax-Juwel in Negril auf der fem-Parnerwebseite avangado.de.

Weitere Lifestyle-Artikel auf fem:
>> Bringt die Wand zum Brennen: der Jungbauern-Kalender

>> Selbstenblößung ohne Gnade: Tracey Emin

>> Radiopilot. Let´s Talk About Lifestyle

Weitere Artikel

article
4665
Montanita, Ecuador
Surfer-Hotspot und Hippie-Paradies
Die besten Wellen des Landes, durchschnittliche 28 Grad und relaxte Atmosphäre - das Dorf an Ecuadors Pazifikküste ist ein Magnet für Surfer und Auss...
http://www.fem.com/lifestyle/artikel/montanita-ecuador-surfer-hotspot-und-hippie-paradies
29.08.2008 16:18
http://www.fem.com
Lifestyle

Kommentare