London-Tipp: The School of Life – "Apotheke für den Geist"

Donnerstag, 08.04.2010

Die Seminare der Londoner "School of Life" tragen Titel wie "Brauche ich eine Beziehung?"oder "Die Freuden des einfachen Lebens" - und sind heiß begehrt.

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"Unser Ziel ist, dich dazu herauszufordern, zu provozieren und zu inspirieren über das zu reflektieren, was im Leben wichtig ist. Und dir Raum zu bieten, wo du deine Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit anderen neugierigen und aufgeschlossenen Menschen austauschen kannst", ist verheißungsvoll auf der Homepage des unkonventionellen Bildungsinstituts zu lesen.

Kleines, feines Lädchen

Vor zwei Jahren öffneten sich die Türen der philosophisch orientierten "Schule", die sich in einem kleinen, feinen Lädchen in der Marchmont Street befindet. Die Idee zu einer School of Life stammt von dem britischen Schriftsteller und Philosophen Alain de Botton. Gegründet hat sie schließlich Sophie Howarth, eine Kuratorin der Tate Gallery of Modern Art, des weltweit größten Museums für moderne Kunst - in Zusammenarbeit mit Künstlern, Philosophen, Schriftstellern, Psychotherapeuten und diversen Dozenten relevanter Fachbereiche.

"Apotheke für den Geist"

Die Macher verstehen ihr Projekt als eine Art "Apotheke für den Geist", die dazu einlädt, ein breites Spektrum an kulturellen Lösungsansätzen für alltägliche Zipperlein auszuprobieren. Und zwar auf tiefgründige und gleichzeitig humorvolle Weise. Das Angebot ist unterteilt in "Classes", "Holidays", "Sermons", "Bibliotherapy", "Meals", "Psychotherapy" und "Shop".

"Wie schaffe ich es, allein zu sein?"

Die "Classes" sind Workshops, die sich Fragestellungen widmen wie: "Wie notwendig ist eine Beziehung?", "Wie finde ich einen Beruf, den ich liebe?", "Wie denke ich am besten über Geld?", "Wie gelingt es mir, ein guter Freund zu sein", "Wie überlebe ich meine Familie?", "Wie schaffe ich es, allein zu sein", oder "Wie denke ich über den Tod?". Diese etwa dreistündigen Sessions kosten 30 Pfund und bestehen aus einem Mix aus Vortrag, Gruppenarbeit und Diskussion. Seit Bestehen der Schule sind diese Kurse stets ausgebucht.

Augenöffnender Alltagstourismus

Die "Holidays" sind " Wochenendabenteuer", die dazu einladen, das direkte Umfeld, oder zumindest das eigene Land aus einer neuen Perspektive kennen zu lernen. "Dieser Alltagstourismus öffnet die Augen für eine reichhaltige Welt, die wir normalerweise gerne übersehen", verspricht man in der School of Life. So darf man etwa den Schriftsteller Tom Hodginson im Rahmen des Kurses "Einfaches Leben - die Freuden müßiger Genüsse" zu ihm nach Hause auf das Land begleiten.

Nacktbaden mit einem "Wild Swimming Experten"

Um dort, auf seinem Bauernhof in Devon, zu erfahren, wie man Erfüllung und Inspiration in Tätigkeiten und Dingen abseits materialistischer Vorstellungen findet. Beim Erlernen von "Überlebenstechniken in Zeiten der Rezession", gemeinsamen Sternegucken, Brotbacken, Spazierengehen, Nacktbaden mit einem "Wild Swimming Experten" in einer geheimen Höhle, und natürlich dem Diskutieren verschiedener philosophischer Ansätze rund um die Freude am einfachen Leben.

Sonntagspredigten und Reisen in die eigene Psyche

Bei den "Sunday Sermons" (Sonntagspredigten) halten Redner glühende Vorträge über Konzepte wie Pessimismus, Neid oder Pünktlichkeit - stets gewürzt mit einem Augenzwinkern. "Bibliotherapy" stellt Bücher mit lebensveränderndem Potential vor, und die "Meals" sind Konversationszirkel verbunden mit Abendessen oder Frühstück. Zu guter Letzt bietet die School of Life auch die Möglichkeit psychotherapeutischer Sitzungen. Anstatt diese von der rein klinischen Perspektive aus zu betreachten, ermutigt die School dazu, in diesem Rahmen "eine faszinierende und wertvolle Reise in die eigene Psyche" zu unternehmen ...

Weitere Informationen unter: www.theschooloflife.com

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Die philosophisch orientierte "School of Life" in der Londoner Marchmont Street lädt zu Workshops und Diskussionen zu Fragen rund um Arbeitsleben, Liebe, Politik, Spaß und Spiel. Seit ihrer Eröffnung 2008 haben hier über 10.000 Schüler stud

Die philosophisch orientierte "School of Life" in der Londoner Marchmont Street lädt zu Workshops und Diskussionen zu Fragen rund um Arbeitsleben, Liebe, Politik, Spaß und Spiel. Seit ihrer Eröffnung 2008 haben hier über 10.000 Schüler "studiert".

 

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