Literaturnobelpreis: Die Top 5 Bücher von Frauen

Mittwoch, 15.04.2015

Anlässlich des Weltbuchtages am 23. April rücken die Preisträger des Literaturnobelpreises in den Vordergrund. Warum die Gunst der Stunde also nicht nutzen und in den Werken ausgezeichneter internationaler Schriftstellerinnen stöbern? Dafür hier unsere Top 5 der Klassiker von Literaturnobelpreisträgerinnen.

Der Welttag des Buches steht vor der Tür: In diesem Jahr wird dessen 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Wie wäre es daher einmal, die Werke von Frauen mit Literaturnobelpreis zu ehren? bücher.de und fem.com haben einige klassische, weltbekannte Bücher von Nobelpreisträgerinnen ausgesucht und stellen diese vor.    

Herta Müller: "Die Atemschaukel"

Die deutsche Schriftstellerin Herta Müller, im Jahre 2009 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, veröffentlichte im selben Jahr den Erfolgsroman "Die Atemschaukel". Das als ergreifend empfundene Werk thematisiert die Motive des Hungers und Heimwehs eines Jugendlichen zu Zeiten Stalins. Im Zentrum steht die Geschichte des Siebzehnjährigen Leopold Auerberg aus Siebenbürgen. Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges berichtet der Rumäniendeutsche aus der Ich-Perspektive über seine Deportation nach Nowo-Gorlowka, ein Arbeitslager in der Sowjet-Ukraine. Herta Müller ist selbst gebürtige Rumänin und gibt so all jenen Rumäniendeutschen, die nach 1945 zu Unrecht in die Sowjetunion deportiert wurden, ein Gesicht und eine längst verloren geglaubte Stimme.

Doris Lessing: "Das goldene Notizbuch"

Im Jahr 2007 wurde Doris Lessing der Literaturnobelpreis verliehen. Die gebürtige Perserin erlangte unter anderem durch den Roman "Das Goldene Notizbuch" weltweite Bekanntheit und Beliebtheit. Jener Roman ist zwischenzeitlich zu einem Klassiker in der Geschichte der Befreiung der Frauen avanciert und gilt Frauen auf der ganzen Welt als Leitbild. Erzählt wird von den zwei Freundinnen Anna und Molly, die nach ihren Scheidungen das ungebundene Leben mit allen Hürden meistern müssen. Die britische Schriftstellerin thematisiert in ihrem Werk vordergründlich Annas Lernprozess, der ihr nur über die Reflexion ihres Selbst gelingen kann.

Elfriede Jelinek: "Lust"

Die tödliche Krankheit Aids ist in Elfriede Jelineks Roman bis ins letzte Alpental vorgedrungen. Um sich nicht mit Aids zu infizieren, verzichtet der zuvor untreue Ehemann von Gerti sogar auf seine Affären und den sexuellen Kontakt mit Prostituierten. Er versucht nun,  verstärkt seine Frau zu verführen. Diese ist hat aber kein Interesse an einem langweiligen Sexualleben, das mittlerweile nur noch aus Routine und Wiederholung besteht. Ihrer Sexualität beraubt, verliebt sie sich dennoch in den Studenten Michael. Gerti verfällt zusehends seinen Verführungskünsten, aber auch seinen Demütigungen. Die Autorin des Buches erhielt für ihr Werk unter anderem den Literaturnobelpreis im Jahr 2004.

Nadine Gordimer: "Burgers Tochter"

Die Südafrikanerin Nadine Gordimer setzte sich zeitlebens für die Rechte der Schwarzen in ihrem Heimatland ein. Im Jahr 1991 erhielt sie hierfür schließlich den Literaturnobelpreis. In ihrem Roman wird die Geschichte der jungen Rosa erzählt, die als Tochter eines angesehenen Arztes und Helden der Anti-Apartheid-Bewegung in Johannesburg aufwächst. Nach der Verhaftung ihrer Eltern sucht sie nach einem Weg, ihr weiteres Leben zu gestalten. So geht sie eine Scheinverlobung mit einem Häftling ein, der aus politischen Gründen verhaftet wurde. Auf diesem Wege schafft sie es schließlich nach Europa. Dieser politische Roman durfte vorerst nicht in Südafrika erscheinen. Erst die vehemente Verteidigung durch Autoren wie Heinrich Böll ebnete Nadine Gordimer schließlich auch den Weg in ihrem eigenen Heimatland.

Wislawa Szymborska: "Glückliche Liebe und andere Gedichte"

Im Jahr 2012 stellte die Grand Dame der polnischen Dichtkunst eine Auswahl ihrer Gedichte der Jahre 2005 und 2011 in einem Gedichtband zusammen. Bereits im Jahr 1996 wurde sie für ihre Dichtkunst, die stets mit ironischer Präzision gewürzt ist, mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Zum Erstaunen vieler Leser enthält dieser Gedichtband übrigens kein einziges Liebesgedicht – äußerst untypisch für die polnische Mentalität. Doch diese Täuschung der Leser ist typisch für die Dichterin. Die Ironie trägt dazu bei, dass sich der Leser durch die Gedichtverse unterhalten fühlt. Nichtsdestotrotz geraten die tiefsinnigen und nachdenklichen Aussagen Szymborskas niemals in den Hintergrund.

Text: Isabel Michael

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Wir stellen Ihnen interessante Bücher von Autorinnen vor, die den Literaturnobelpreis gewonnen haben.

Lassen Sie sich von uns zu neuem Lesestoff inspirieren: vom politischen Roman bis zur Gedichtsammlung - hier finden Sie sicherlich eine fesselnde Lektüre von internationale Autorinnen, die mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurden.

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