Kuyichi: Jeans-Trends – Nebenbei öko

Dienstag, 25.11.2008

Das Fashion-Label Kuyichi geht mit seiner Jeans-Kollektion neue Öko- und Fair-Trade-Wege - im Vordergrund steht aber der Style.
"Tue Gutes, aber sehe dabei vor allem gut aus" - ein Motto, das sich so viele Green-Labels in letzter Zeit auf die Fahnen geschrieben haben. "Tue Gutes und sprich darüber", gilt allerdings nicht immer. So wie das holländische Fashion-Label Kuyichi, das sich bewusst entschieden hat, den grünen Aspekt der Mode nicht zu sehr zu betonen, um nicht als zu Öko abgestempelt zu werden.
Deshalb vertreibt Kuyichi seine Kollektion auch über den normalen Einzelhandel und nicht über Ökoläden, was hervorragend funktioniert. Die Umsätze steigen von Jahr zu Jahr und die Stücke hängen in den angesagtesten Shops.
Das Öko-Label wurde 2001 gegründet. Die holländische Nichtregierungsorganisation Solidaridad baute biologische Baumwolle in Peru an, um die Lebensbedingungen der dort lebenden Indios zu verbessern. Auf dem freien Markt fand die Bio-Baumwolle jedoch keinen Abnehmer, weshalb sich Solidaridad dazu entschloss, selbst eine Jeans-Kollektion zu entwickeln. Ihr Label benannten sie nach einem Indio-Gott und drückten in ihrem Logo ihr Motto aus: Der Kreis steht für die Erde, das Plus-Zeichen für das Positive.
Fair Trade und organic
Beim Handel wird auf Fair Trade geachtet: Die Kollektionen werden nur bei Textilfabriken geschneidert, die ihren Näherinnen anständige Löhne zahlen, davon überzeugen sich die Produktmanager aus den Niederlanden auch gerne mal selbst vor Ort. Die Kuyichi-Produkte werden (soweit möglich) aus organischer Baumwolle gefertigt.
Zudem versuchen sich die Holländer an neuen organischen Konzepten. In der neuen Jeans-Kollektion wird Lenpur und Soya Denim verarbeitet. Lenpur ist eine Faser, die aus einer Baumrinde gewonnen wird, die bei der Verarbeitung übrig bleibt und bei Soya Denim werden Teile der Soya-Pflanze verwendet, die sonst im Müll landen würden.
Bei dem Rest der Kollektion wurden ebenfalls andere Materialien, wie zum Beispiel Bambus eingesetzt. Das Tolle an Bambus: Jegliche Rückstände der Pflanze, die im Zuge ihrer Verwertung anfallen, sind kompostierbar. Und es fühlt sich wunderbar leicht und natürlich an. Außerdem neu: Kleider aus recycelten PET-Flaschen, denen man ihr Vorleben garantiert nicht ansieht und Lederjacken aus pflanzlich gegerbtem Leder.
Slim fits und Boyfriend-Cut
Das Wichtigste ist aber trotzdem: gut aussehen, sonst nutzt auch das ganze grüne Gewissen nichts. Die Denim-Linie bleibt sich treu und hat wieder einige Slim fits im Angebot. Dazu kommen allerdings noch einige lockere und weitere Modelle im Boyfriend-Cut-Stil. Die Farben in der neuen Kollektion werden heller: Kuyichi hat vier Light washes im Sortiment, von extrem blass bis leicht abgenutzt.
Die Basics der Sommer-Kollektion sind wunderbar locker und leicht und dazu herrlich kombinierbar. Viele Shirts sind mit Native-tribes-Designs versehen und bekommen durch die ausgewaschenen Farben einen besonderen Vintage Touch.
Online kann man die Trend-Teile z.B. bei www.true-fashion.com oder bei www.asos.com  bestellen. Eine Jeans kostet ca. zwischen 100 und 140 Euro.

Mehr Infos: www.kuyichi.com
Bereits erschienen in der Trend-Jeans-Serie
>> Prps: Katies Boyfriend-Cut
>> Acne: Schwedenpelle
>> Fidelity-Denim: High Fidelity
>> Nu Jeans: Buy less, buy better

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Kuyichi: Jeans-Trends
Nebenbei öko
Das Fashion-Label Kuyichi geht mit seiner Jeans-Kollektion neue Öko- und Fair-Trade-Wege - im Vordergrund steht aber der Style.
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25.11.2008 11:23
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