Kristen Stewart: Eclipse-Filmküsse – "Porno-Version? Nein, danke!"

Freitag, 09.07.2010

"Eclipse"-Star Kristen Stewart spricht im Interview über erotische Szenen, ihre Vorbildfunktion und verrückte Kleidchen.

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Kristen Stewart wurde durch die Rolle der Bella Swan fast über Nacht zum Superstar - und Millionen von Mädchen möchten wie der junge "Eclipse"-Star sein. Auf ihrer kurzfristigen Stippvisite in der deutschen Hauptstadt Berlin standen Presse wie Fans Kopf. fem.com traf die sonst eher introvertierte Darstellerin zu einem offenen Gespräch.

Kristen, wie gehen Sie damit um, dass Sie ein Vorbild für eine ganze Generation junger Mädchen sind?

"Bella ist ohne Zweifel eine sehr wichtige Identifikationsfigur für Frauen in meinem Alter. Mit mir selbst hat das aber wenig zu tun. Sie würden jede Person, die diese Rolle spielt, genauso sehr bewundern. Fans lieben diese Figur einfach so sehr, dass sie ihre Phantasien automatisch auf mich projiezieren."

Robert Pattinson haben Sie rein beruflich ja bereits öfter geküsst. Mit Werwolf Jacob, der von Taylor Lautner gespielt wird, knutschen Sie in "Eclipse" das erste Mal. Wie hat es sich angefühlt?

"Es war nicht wirklich seltsam, aber doch ziemlich komisch. Wir haben uns beide gefragt: was machen wir hier eigentlich? Vor und nach jedem Take mussten wir ständig lachen."

Und wie viele Takes haben Sie insgesamt für die doch sehr erotische Szene gebraucht?

"Eine ganze Menge. Es dauerte fast den ganzen Tag, weil er wie einer von den ganz großen, bedeutsamen Filmküssen wirken sollte. Darum haben wir uns besonders viel Mühe gegeben."

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Sie reisen für "Twilight" durch die ganze Welt. Sind Sie gerne unterwegs?

"Klar. Es ist ja eine großartige Chance, all diese verschiedenen Länder zu sehen. Ich bin aber gleichzeitig auch ein echter Kontrollfreak und weiß immer gerne im Voraus, was für die nächsten Tage auf dem Programm steht und wohin wir fahren. Vielleicht sollte ich einfach einmal einen Rucksackurlaub quer durch Europa machen, um diese Macke loszuwerden."

Genießen Sie öffentliche Auftritte, oder sind Sie froh, wenn der ganze Rummel vorbei ist?

"Das kommt ganz auf die Situation und meine Stimmung an. Ich bin nur Schauspielerin, solange ich in einem Film mitspiele, danach fällt es mir reichlich schwer, ein künstliches Gesicht aufzusetzen und meine Gefühle hinter einer Maske zu verbergen. Andere können das wesentlich besser als ich. Viele denken deshalb, dass ich ungern auf diesen Events bin, aber das stimmt so nicht. Es macht mich sehr traurig, wenn ich solche Dinge in der Zeitung lese, denn in Wahrheit bin ich bloß überwältigt."

Sie wirken auf Außenstehende etwas schüchtern. Machen Sie diese Fanaufläufe noch introvertierter oder fühlen Sie sich durch den Zuspruch der Menschen bestätigt?

"Ich bin tatsächlich ein wenig schüchtern und es fällt mir dementsprechend schwer, mich in diesem Erfolg zu baden. Um ehrlich zu sein, verstehe ich die Leute gar nicht, die das tun. Denn ich hab es ja schon gesagt: Schließlich bin es nicht ich, denen die Fans zujubeln, sondern der Figur, die ich repräsentiere."

Was würde Sie Ihren Fans näher bringen? Welchen Irrtum würden Sie gerne einmal klarstellen?

"Manchmal wünschte ich mir, ich könnte auf diese verrückten Kleidchen verzichten und mich ganz normal anziehen. Außerdem würde ich den Leuten gerne sagen, dass ich nicht irgendeine Halbgöttin bin, sondern dass ich Bella genauso gerne mag wie sie, und ich nur das besondere Glück habe, sie spielen zu dürfen. Es wäre schön, einmal so offen mit den Leuten reden zu können. Denn ich bin ja auch nicht besser als sie. Ich weiß nur nicht, wie ich ihnen das klarmachen soll."

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Ihr Leben nach "Twilight" aussehen wird?

"Da mir diese Frage fast jeden Tag gestellt wird, muss ich mich zwangsweise damit auseinandersetzen. Aber solange die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, sind wir natürlich erst einmal alle ganz gierig darauf, sie sobald wie möglich abzudrehen. Es lastet ein großer Druck auf uns. Aber auch wir haben große Erwartungen und Fantasien, wie das alles aussehen soll. Ich weiß auf alle Fälle, dass ich an unserem letzten Drehtag sehr traurig sein werde."

Ist es wahr, dass Sie in der Verfilmung von Jack Kerouacs Roman "On the Road" mitspielen werden?

"Ja, die Dreharbeiten werden in Montreal, New Orleans und New Mexiko stattfinden. Kerouac ist eine große Inspiration für mich: "On the Road" war früher mein absolutes Lieblingsbuch, daher ist es für mich eine besonders große Ehre, nun in diesem Film mitzuspielen. Immerhin besitzt Francis Ford Coppola bereits seit 25 Jahren die Filmrechte! Es ist also eine kleine Sensation, dass der Film nun endlich gedreht wird."

Sie lesen gerne Steinbeck und Camus und hören angeblich sehr viel Musik. Würden Sie selbst auch gerne ein Buch oder einen Song schreiben? Ihr Kollege Rob Pattinson hat musikalisch ja bereits einiges vorgelegt.

"Ich spiele zwar gerne Gitarre, aber Songtexte sind einfach nicht so mein Ding. Es müsste in den nächsten Jahren schon eine große Wende passieren, wenn ich tatsächlich einmal ein Album aufnehmen würde."

Robert Pattison hat einmal gesagt, er würde aus "Breaking Dawn" gerne eine etwas erwachsenere 'Hardcore'-Version machen. Würde Ihnen das auch zusagen?

"Ich denke, da hat Rob mal wieder einen Scherz gemacht… Aber da sein Statement jetzt abgedruckt ist und im Internet steht, denken die Leute sofort, dass das alles stimmt und total ernst gemeint war. Was mich angeht: ich kann definitiv auf eine Porno-Version von "Twilight" verzichten. (lacht)"

Sie können keinen Schritt mehr alleine gehen. Wünschen Sie sich manchmal - ganz insgeheim - ein Leben ohne "Twilight"?

"Nein, es wäre dann beruflich nämlich noch immer ein ewiger Kampf. Es wäre so frustrierend und enttäuschend gewesen, wenn weiterhin keiner meiner Independent-Filme bis zum Publikum vorgedrungen wäre. Das hat mich um einiges mehr gestört, als die Tatsache, dass ich jetzt nicht mehr unerkannt zu Starbucks gehen kann. "Twilight" hat mir unglaublich viele Türen geöffnet. Ich muss nur richtig damit umgehen. Dieser schnelle Aufstieg ist etwas ganz Außergewöhnliches, dessen bin ich mir sehr bewusst."

Von Rosa Zakravsky/München

Gallery: "Eclipse"-Premiere – "Eclipse"-Premiere

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